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Eine Gepäckbox muss ordnungsgemäß angebracht und sicher verschlossen werden. Bild: Robert Kneschke/stock.adobe.com

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Alles unter Dach und Fach Gepäckboxen sorgen für mehr Stauraum während der Autofahrt. Vor dem Kauf sollte jedoch im Detail geprüft werden, welche Modelle überhaupt geeignet sind.

7.08.2020

Die erste Grenze gibt das Gewicht vor: „Die zulässige Dachlast steht nicht in den Fahrzeugpapieren, diese Angaben finden sich nur in der Bedienungsanleitung des Autos“, sagt Karsten Graef vom TÜV Süd. Je nach Fahrzeugtyp dürften meist zwischen 30 und 100 Kilo zusätzlich aufs Dach geladen werden, Box und Montageträger sind dabei mit eingerechnet.

Für einen Dachträger geeignet ist zunächst fast jeder Pkw. „Es gibt aber durchaus Modelle, die keine Montagemöglichkeit haben, wie etwa der BMW i3 oder auch einige Sportwagen-Modelle“, erklärt Marcel Mühlich vom Auto Club Europa (ACE). Weiteres Ausschlusskriterium sei eine zu geringe Dachlast.

Befestigt werden die Dachboxen immer auf Grundträgern. „Je nach Fahrzeugtyp werden die an bestimmten Fixpunkten, an der Dachreling, der Regenrinne oder in der T-Nut befestigt“, weiß Mühlich. Empfehlenswert sei, die Montage der Träger immer zu zweit vorzunehmen, um Beschädigungen am Fahrzeug zu vermeiden.

Die meisten Dachboxen werden seitlich geöffnet und können so auch bequem beladen werden. Polsternde Dinge wie Schlafsäcke oder Decken gehören nach vorne. So kann vermiedenwerden, dass bei einem Unfall spitze Gegenstände die Dachbox durchschlagen. Lücken sollten vermieden werden. Eine ungleichmäßige Verteilung der Last könnte im schlimmsten Fall zu Gewichtsschwerpunkten und einem Verrutschen der Box auf den Trägern führen. Aus diesem Grund sollte die Zuladung in der Dachbox immer mit Zurrgurten gesichert werden.

Auf die korrekte Kennzeichnung kommt es an
  

Außerhalb des Autoslassen sich bequem selbst sperrige Sachen transportieren. Bild: muh23/ stock.adobe.com
Außerhalb des Autoslassen sich bequem selbst sperrige Sachen transportieren. Bild: muh23/ stock.adobe.com

Der Autofahrer ist dafür verantwortlich, dass auch bei einer Vollbremsung oder einer plötzlichen Ausweichbewegung die Ladung nicht verrutschen, umfallen oder herunterfallen kann. Graef rät, keine Träger und kein Zubehör ohne Kennzeichnung zu verwenden. Gute Dachboxen würden stets über entsprechende Siegel verfügen und seien gegenüber den Normen DIN 75302 und ISO 11154 geprüft.

Der ADAC hat Anfang des Jahres zusammen mit der Stiftung Warentest zehn Dachboxen zwischen 250 und 630 Euro getestet und dabei zum Teil deutliche Qualitätsunterschiede ausgemacht. Zwar erhielten sechs Modelle die Beurteilung „gut“, die günstigste Box jedoch versagte beispielsweise beim Crashtest.

Die teuersten Modelle schnitten am besten ab. Wer mit einer Dachbox unterwegs ist, muss durch den höheren Luftwiderstand auch mit einem höheren Spritverbrauch rechnen, gleichwohl viele Modelle inzwischen aerodynamisch geformt sind.

Auch das Fahrverhalten ändert sich. „Durch die größere Seitenfläche ist das Fahrzeug empfindlicher gegenüber Seitenwinden. Das macht sich besonders auf Brücken und nach Waldflächen bemerkbar“, so Graef. Zudem ist bei Tunneldurchfahrten und Parkhäusern auf die veränderte Fahrzeughöhe zu achten. (mit Material von dpa)