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Auch die Augen bekommen einen Sonnenbrand: Sehvermögen leidet unter intensivem Licht

Es gibt unterschiedlichste Methoden, sich vor hartem Licht zu schützen. Foto: lev dolgachov/stock.adobe.com

Die Sehorgane werden bei starker Sonneneinstrahlung oft vernachlässigt und daher unzureichend geschützt.

Jeder sehende Mensch benutzt seine Augen im Wachzustand unterbrochen. Trotzdem wird immer wieder vergessen, sie vor Überbeanspruchung zu schützen, die schon durch steigende Luftverschmutzung entstehen kann.

Im Freien auf einen guten Blend- und UV-Schutz achten

Augen können in gewisser Weise einen Sonnenbrand bekommen – und das keineswegs nur im Hochsommer. Viele kennen das Phänomen als sogenannte Schneeblindheit. Genau genommen handelt es sich dabei um eine akute Verbrennung der Horn- und der Bindehaut. Gefährdet sind die Sehorgange bei allen Aktivitäten draußen; nochmals verstärkt wird der Effekt durch reflektierende Flächen. Dies können Schnee im Wintersporturlaub ebenso sein wie zurückstrahlende Wasserflächen, zum Beispiel beim Ruderausflug oder beim Segeln.

Umso wichtiger ist ein hundertprozentiger Schutz. Gute Brillen fangen zusätzlich das Sonnenlicht von oben, unten und der Seite ab, damit es nicht zu unangenehmen Lichteinstrahlungen kommen kann.

Mit steigendem Alter stellen viele eine erhöhte Blendempfindlichkeit fest, die zu gefährlichen Situationen führen kann. Bei vielen Menschen nimmt die Augensensibilität zu. Auch Blütenallergien schlagen mit vermehrtem Tränenfluss oder kratzenden Augen unangenehm zu Buche. Empfehlenswert sind daher Spezialgläser mit getönten Kantenfiltern. Sie absorbieren neben dem ultravioletten Licht auch die kurzwelligen, energiereichen Anteile des sichtbaren blauen Lichts. Dadurch wird das Kontrastsehen verbessert und die störende Blendung vermindert und vermehrtem, störendem Zwinkern vorgebeugt.

Für Outdoor-Aktivitäten wurden besondere Schutzbrillen konzipiert. Die eigens geformte Fassungen erhöhen nochmals den Schutz vor Blendungen. So reduziert der tiefe Rand den Lichteinfall von oben, während die breit angesetzten Bügel die seitlich anfallenden Strahlen abschirmen. Ein mögliches Beschlagen der Brille wird durch Belüftungsschlitze verhindert.

Personen, die durch Netzhauterkrankungen, wie zum Beispiel einer Makuladegeneration beeinträchtigt sind, eine Katarakt-Operation oder einen vergleichbaren Eingriff hinter sich haben, benötigen Sondermodelle. Um diesem komplexen Thema Herr zu werden, empfiehlt sich eine persönliche Beratung bei einem Optiker.

Natürlich sind konservative Methoden ebenfalls wirksam, zum Beispiel Kopfbedeckungen mit Schirmen. Regelmäßiges und ausgiebiges Trinken verhindert Austrocknen der Augen, ebenso die Anwendung von speziellen Tropfen. Ferner sollten die Augen nie gerieben, sondern vorsichtig ausgewaschen werden. (mit djd)

Prof. Dr. Dr. h.c. Norbert Schrage - Klinik für Augenheilkunde - Krankenhaus Merheim - Klinikum der Universität Witten/Herdecke


Krankheit vorbeugen

Ultraviolettes Licht verschlimmert Augenleiden. Foto: Tyler Olson/SimpleFoto/stock.adobe.com
Ultraviolettes Licht verschlimmert Augenleiden. Foto: Tyler Olson/SimpleFoto/stock.adobe.com
Etwa jede zweite schwere Sehbehinderung in Deutschland ist auf die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) zurückzuführen, das meldet der Berufsverband der Augenärzte. Da die Zahl aufgrund der steigenden Lebenserwartung weiter anwächst, sei bis 2030 mit mehr als drei Millionen Erkrankten zu rechnen. Durch die nachlassende Sehleistung und den „blinden Fleck“ im Zentrum des schärfsten Sehens sind Betroffene im Alltag oft stark eingeschränkt. Umso wichtiger ist es, das Auge vor dem schädlichen ultravioletten Licht zu schützen. Nur so lässt sich eine Verschlimmerung der Krankheit aufhalten und das Restsehvermögen länger bewahren. (djd)

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