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Bei der Erneuerung des Bodenbelags sollten einige Details beachtet werden. Bild: Anselm/stock.adobe.com

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Auf den Feinschliff kommt es an

10.07.2020

Das Parkett soll wieder wie neu aussehen? Eigentlich kein Problem, denken viele Heimwerker: einfach abschleifen. Doch nicht jeder Boden übersteht dies unbeschadet.  

Steinhauer Holzhaus GmbH

Wenn es darum geht, das hauseigene Parkett wieder auf Vordermann zu bringen, ist eins klar: Es soll danach aussehen wie neu verlegt. Allerdings gilt es für ungeübte Heimwerker einiges zu beachten, damit sie während oder nach der Arbeit nicht ihr blaues Wunder erleben. Denn schwimmend verlegte Parkettböden lassen sich zur Sanierung kaum schadlos abschleifen.


Eine vier Millimeter dicke Nutzschicht kann in den meisten Fällen zweimal aufgearbeitet werden.


Die schweren Schleif- oder Bürstmaschinen können die Parkettelemente „flattern“ lassen und das Holz unterschiedlich stark abtragen, erklärt Bastian Herzig, Sprecher des Verbands der Deutschen Parkettindustrie. Dies beeinträchtige das Schleifbild und könne sogar im ungünstigsten Fall zu einem Durchschleifen der Decklage führen. Das Fazit des Experten: „Somit ist es dem Handwerker nahezu unmöglich, eine tadellose Oberfläche abzuliefern.“

Eine Meinung, die viele andere Fachleute bestätigen: Wer versucht, Angebote für das Abschleifen eines schwimmend verlegten Partkettbodens einzuholen, wird oftmals von den Fachbetrieben abgewiesen oder muss ausführliche Absicherungen unterschreiben, dass er Schäden in Kauf nehme. „De facto, um spätere – selbst berechtigte – Reklamationen und eventuelle Anwalts- und Gerichtskosten aus dem Weg zu gehen, wird jeder Profi einen nicht fest verklebten Boden nicht renovieren wollen“, erläutert Herzig.

Wenn der Untergrund entsprechend gepflegt wird, macht er länger etwas her. Bild: Robert Kneschke/stock.adobe.com
Wenn der Untergrund entsprechend gepflegt wird, macht er länger etwas her. Bild: Robert Kneschke/stock.adobe.com

Anders ist dies bei verklebten Parkettböden: „Wenn bei der Renovierung mit schweren Schleif- oder gar Bürstmaschinen auf dem Boden vorgegangen wird, bringt ein fester Untergrund ein sauberes Schleif- und Bürstbild zutage“, so der Pressesprecher des Fachverbandes. Daher würde auch jeder Meisterbetrieb, der mit dem Verlegen eines solchen Bodens beauftragt wird, die Elemente vollflächig verkleben, damit sich diese Diskussion zur Sanierung nicht stellt. Als ein Vorteil von Parkettböden wird gerne angegeben, dass diese durch einen Fachbetrieb mehrfach abgeschliffen und neu versiegelt werden können. So kann auch ein viele Jahre alter Boden immer wieder wie neu aussehen.
 
Wie oft diese Renovierung bei einem verklebten Boden möglich ist, ist aber zudem abhängig von der Stärke der hölzernen Laufschicht. Laut dem Verband beträgt diese bei Mehrschichtparkett beziehungsweise Fertigparkett 2,5 bis 6 Millimeter, Massivparkett besteht aus bis zu 22 Millimeter dickem Holz. Gut 0,5 Millimeter werden beim Abschleifen abgetragen, daher könne eine vier Millimeter dicke Nutzschicht bis zu zweimal aufgearbeitet werden. (mit Material von dpa)