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Eine Folierung ist nichts für Laien, da unschöne Blasen entstehen können und sehr genau gearbeitet werden muss. Bild: nomad soul/stock.adobe.com

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Auf den richtigen Ton kommt es an Getönte Scheiben werten ein Auto optisch auf und bieten einen echten Mehrwert für den Hitzeschutz. Doch einfach so mal schnell ankleben, ist nicht unbedingt ratsam ...

3.07.2020

Getönte Autoscheiben gelten als chic – und praktisch. Die einen mögen sie, weil sie meinen, dadurch werde ihr Auto aufgewertet. Andere wiederum schätzen, dass die Tönung Schutz vor zu grellem Sonnenlicht gibt und so verhindert, dass sich im Sommer der Innenraum des Fahrzeugs zu sehr aufheizt. Wieder andere wollen allzu neugierigen Zeitgenossen den Blick in das Wageninnere und die Passagiere verwehren.

Wer sie gerne nachrüsten würde, greift meist auf kostengünstige Scheibenfolien zurück. Es ist klug, einen Fachbetrieb damit zu beauftragen, denn eine vorschriftsgemäße Folierung frei von Luftblasen ist nicht ganz einfach zu bewerkstelligen.

Sichtrelevante Fenster dürfen nicht abgedunkelt werden, uneingeschränkte Sicht muss gewährleistet sein. Dies gilt für die Windschutzscheibe und die vorderen Seitenscheiben bis zur B-Säule. Für alle anderen Fenster ab dieser Stelle einschließlich der Heckscheibe ist Verdunklung grundsätzlich erlaubt – wenn die Scheiben danach mindestens 70 Prozent des Lichts durchlassen.

Getönte Scheiben dürfen die Sicht des Fahrers niemals einschränken – insbesondere bei Dunkelheit. Folien sollten daher unbedingt eine sogenannte Bauartgenehmigung haben. Denn ohne diese erlischt die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs. Eine solche Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) wird meist vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erteilt. Sie weist nach, dass insbesondere Ausrüstungsteile und technische Besonderheiten am Fahrzeug alle Richtlinien und Vorschriften für den öffentlichen Straßenverkehr erfüllen und das Fahrzeug somit zulässig ist.
  

So etwaskannpassieren, wenn Autobesitzer selbst versuchen, eine Folie aufzubringen. Bild: ThamKC/ stock.adobe.com
So etwaskannpassieren, wenn Autobesitzer selbst versuchen, eine Folie aufzubringen. Bild: ThamKC/ stock.adobe.com

Die Prüfnummer muss an jedem Fenster erkennbar sein

Die ABE-Prüfnummer einer angebrachten Folie muss an jedem Autofenster erkennbar sein. Sie macht deutlich, dass die Tönungsfolien über eine Genehmigung verfügen. Wer mit abgedunkelten Scheiben ohne ABE erwischt wird, ist mit einem Bußgeld von 50 Euro dabei und kassiert unter Umständen einen Punkt in Flensburg.

Als noch erheblich unangenehmer kann sich erweisen, dass beim Fahren ohne Betriebserlaubnis der Versicherungsschutz verloren geht. Das kann richtig teuer werden. Eine geringe Strafe muss übrigens ebenfalls entrichten, wer bei einer Verkehrskontrolle die Papiere für die Betriebserlaubnis nicht vorweisen kann. Deshalb sollte diese immer möglichst griffbereit im Fahrzeug, am besten im Handschufach, mitgeführt werden.

Abgesehen von den Strafen, die bei einer nicht vorschriftsgemäßen Abdunklung von Autoscheiben drohen, macht sich eine falsche Tönung auch beim Fahren negativ bemerkbar – insbesondere bei Dunkelheit. Denn dann kann sich der Rundumblick erheblich verschlechtern, mit allen dadurch entstehenden Nachteilen sowie Gefahren für Fußgänger oder Radfahrer. Denn die kommen schnell mal unter die Räder, wenn Autofahrern der nötige Durchblick fehlt. (mitampnet/de)