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Das Autofahren bei Schnee und Eis erfordert mehr Vorbereitungszeit und erhöhte Aufmerksamkeit. Wer sich darauf einstellt, kann der kalten Jahreszeit trotzen.

Vorsichtig das Auto von Eis befreien: Wer sich dieses allmorgendliche Ritual im Winter ersparen möchte, investiert in eine Standheizung. Foto: Auto-Medienportal.Net/KfzGewerbe

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Vorbereitet durch den Winter Das Autofahren bei Schnee und Eis erfordert mehr Vorbereitungszeit und erhöhte Aufmerksamkeit. Wer sich darauf einstellt, kann der kalten Jahreszeit trotzen.

3.01.2020

Eigentlich ist es selbstverständlich, doch leider hält sich nicht jeder daran: Vor dem Losfahren müssen alle Scheiben eisfrei sein. Außerdem darf sich kein Schnee auf dem Auto befinden. Doch Vorsicht: Wer wild drauflos kratzt, verschrammt nur seine Verglasung. Deshalb am besten Auftauspray verwenden. Steht das nicht zur Verfügung, den Kratzer stets nur in eine Richtung bewegen. Scheinwerfer und Heckleuchten vertragen gar kein Gekratze. Lockeren Schnee beseitigt ein Besen mit weichen Borsten.

Der Motor sollte erst dann gestartet werden, wenn das Auto von Schnee und Eis befreit ist. Denn das Warmlaufenlassen im Stand ist verboten. Außerdem steigert es den Verschleiß, weil der Motor sich viel langsamer erwärmt als während der Fahrt. Stattdessen empfieht es sich, nach dem Starten sofort loszufahren, die Defrost-Funktion der Lüftung einschalten und auf die Frontscheibe lenken.

Die Kleidung sollte beim Fahren nicht behindern, denn gerade bei Glätte kommt es auf feinfühlige Bedienung von Lenkung, Gas- und Bremspedalen an. In dicken Handschuhen und Arktisforscher-Stiefeln fehlt dagegen schnell jedes Gefühl.

Mit den aktuellen Wetterdaten im Kopf kommt es zudem darauf an, den Straßenzustand richtig einzuschätzen, etwa ob der Asphalt nur nass ist oder sich unter der Feuchtigkeit tückisches Glatteis verbirgt. Das kann selbst bei plus fünf Grad der Fall sein – etwa dann, wenn die Straße im Schatten liegt oder wenn es nach langer Kälte zu regnen beginnt. Weniger problematisch ist dagegen der Schnee. Moderne Winterreifen kommen damit gut zurecht und ermöglichen eine sichere Fahrt.

Der Bremsweg kann bis zu fünf Mal länger sein

Beim Bremsen sollten hastige Lenkbewegungen vermieden und bei glatten Bedingungen mehr Sicherheitsabstand eingeplant werden. Denn der Bremsweg kann gegenüber einer sommerlich trockenen Straße bis zu fünf Mal länger sein. Das gilt übrigens auch für Allradfahrzeuge. Denn vier angetriebene Räder helfen zwar beim Anfahren und am Berg, verhalten sich beim Bremsen aber wie jedes andere Auto auch. Anderes gilt für die Gangbremse, die bei Allradfahrzeugen deutlich effektiver und gleichmäßiger wirkt.

Es schadet nicht, beim ersten Schnee auf einem leeren Parkplatz einige Übungsrunden zu drehen. So lernt man wieder, wie sich das Fahrzeug bei diesen Witterungsbedingungen verhält. Auch das Anlegen von Schneeketten probiert man am besten vorher aus und nicht erst am Fuß der ersten richtigen Steigung.

Die Qualen des allmorgendlichen Kaltstarts lassen sich mit einer Standheizung erheblich reduzieren. Deren Anschaffung amortisiert sich recht schnell, denn der Zeitaufwand für das Enteisen entfällt. So steigt man beim Losfahren in ein warmes Auto. Ihr Spritverbrauch – ungefähr ein Viertelliter pro Stunde – ist nicht der Rede wert, denn zum einen benötigt die Heizung nur etwa 15 Minuten zum Vorheizen. Und zum anderen wird der Motor vorgewärmt, benötigt also keine Extramenge Treibstoff für den Kaltstart und wird obendrein geschont. (ampnet/deg)