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Wichtige Tipps für kalte Tage:

Eine Standheizung sorgt für wohlige Wärme schon beim Fahrstart. Foto: gballgiggs/stock.adobe.com

Der Winter hat das Rheinland fest im Griff. Einfach einsteigen und losfahren ist meist nur für Garagenbesitzer möglich. Und selbst diese haben jetzt einiges zu beachten. Dabei ist warm und sicher unterwegs zu sein gar nicht schwer.

Das Autofahren bei Schnee und Eis erfordert mehr Vorbereitungszeit und erhöhte Aufmerksamkeit. Wer sich darauf einstellt, kommt besser durch den Winter. Der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe klärt über das richtige Verhalten bei klirrender Kälte auf.

Vor dem Losfahren müssen alle Scheiben eisfrei sein. Außerdem darf sich kein Schnee auf dem Auto befinden. Doch Vorsicht: Wer wild drauflos kratzt, verschrammt nur seine Verglasung. Deshalb am besten Auftauspray verwenden. Steht das nicht zur Verfügung, den Kratzer stets nur in eine Richtung bewegen. Scheinwerfer und Heckleuchten vertragen gar kein Gekratze. Lockeren Schnee beseitigt ein Besen mit weichen Borsten.

Mit der richtigen Ausrüstung und Kleidung ist Autofahren im Winter kein Problem. Foto: mkrberlin/ stock.adobe.com
Mit der richtigen Ausrüstung und Kleidung ist Autofahren im Winter kein Problem. Foto: mkrberlin/ stock.adobe.com
Der Motor sollte erst dann gestartet werden, wenn das Auto von Schnee und Eis befreit ist. Denn das Warmlaufenlassen im Stand ist verboten. Außerdem steigert es den Verschleiß, weil der Motor sich viel langsamer erwärmt als während der Fahrt. Stattdessenempfieht es sich, nach dem Starten sofort los zu fahren, die Defrost-Funktion der Lüftung einschalten und alle Luft auf die Frontscheibe lenken.

Die Kleidung sollte beim Fahren nicht behindern, denn gerade bei Glätte kommt es auf feinfühlige Bedienung von Lenkung, Gas- und Bremspedalen an. Mit dicken Handschuhen und Arktisforscher-Stiefeln fehlt dagegen jegliches Gefühl.

Schnee ist weniger problematisch zu befahren als Eis

Mit den aktuellen Wetterdaten im Kopf kommt es darauf an, den Straßenzustand richtig einzuschätzen, etwa ob die Straße nur nass ist oder sich unter der Feuchtigkeit tückisches Glatteis verbirgt. Das kann auch bei plus fünf Grad der Fall sein – etwa dann, wenn die Straße im Schatten liegt oder es nach langer Kälte zu regnen beginnt. Weniger problematisch ist dagegen Schnee. Moderne Winterreifen kommen damit gut zurecht und erlauben eine sichere Fahrt.

Beim Bremsen sollten hastige Lenkbewegungen vermieden und bei glatten Bedingungen mehr Sicherheitsabstand eingeplant werden. Denn der Bremsweg kann gegenüber sommerlich trockener Witterung bis zu fünf Mal länger sein. Das gilt übrigens auch für Allradfahrzeuge. Denn vier angetriebene Räder helfen zwar beim Anfahren und am Berg, verhalten sich beim Bremsen aber wie jedes andere Auto auch. Anderes gilt für die Gangbremse, die bei Allradfahrzeugen deutlich effektiver und gleichmäßiger wirkt.

Wer unsicher ist, sollte beim ersten Schnee auf einem leeren Parkplatz ein paar Übungsrunden drehen. Bremsen, anfahren, kurven – so lernt man wieder, wie sich das Fahrzeug verhält. Auch das Anlegen von Schneeketten wird besser vorher ausprobiert und nicht erst am Beginn eines verschneiten Gebirgspasses. (ampnet/deg)

  

Thema Standheizung: Mehr als nur Komfort

Die Qualen des allmorgendlichen Kaltstarts lassen sich mit einer Standheizung erheblich reduzieren. Deren Anschaffung amortisiert sich recht schnell, denn der Zeitaufwand für das Enteisen entfällt. So steigt man beim Losfahren in ein wohlig warmes Auto. Selbst der Spritverbrauch der Heizung – ungefähr ein Viertelliter pro Stunde – ist nicht der Rede wert. Zum einen benötigt die Heizung nur etwa 15 Minuten zum Vorheizen. Und zum anderen wird der Motor vorgewärmt, benötigt also keine Extramenge für den Kaltstart und wird obendrein geschont. Die Nachrüstung einer Standheizung ist relativ unproblematisch zu bewerkstelligen und kostet kein Vermögen. Die Fachwerkstätten helfen gerne weiter.
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