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Schlossherr mit 32 Jahren: Christian Freiherr von Landsberg-Velen leitet Schloss Arff

Christian Freiherr von Landsberg-Velen vor seinem Arbeitsplatz: Schloss Arff. Das Gebäude steht ab sofort wieder für Feiern mit bis zu 250 Personen zur Verfügung. Foto: Schloss Arff

Inmitten von Erlen, Eichen und Birken erhebt sich das 35 Meter hohe Schloss Arff. Das Gebäude aus dem Jahr 1755 liegt in Roggendorf/Thenoven – einem der nördlichsten Veedel Kölns. Jahrelang war es für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, jetzt hat Schlossherr Christian Freiherr von Landsberg-Velen (32) es renovieren lassen.

Bei den Promis kommen die Räumlichkeiten gut an: Jan Böhmermann und Carolin Kebekus drehten dort bereits, Patricia Kelly hat ihr Buch auf dem Anwesen vorgestellt.

2015 kaufte die Familie Landsberg-Velen das einzige Barockschloss Kölns. „Meine Eltern wollten einen Geschäftsführer, dem sie vertrauen konnten. Ich bin direkt nach dem BWL-Studium in Leipzig dort hin“, erklärt der 32-Jährige. In den ersten Wochen habe er sich zunächst zurechtfinden müssen. Zu dem mehr als 20000 Quadratmeter großen Anwesen gehören neben dem Schloss 40 Pferdeboxen und sechs Mietwohnungen. „Ich musste zum Beispiel raus finden, wer hier rumläuft, wer es darf und wer nicht“, so Freiherr von Landsberg-Velen.
Die Decken im Schloss sind fünf Meter hoch. Foto: Schloss Arff
Die Decken im Schloss sind fünf Meter hoch. Foto: Schloss Arff
Mittlerweile kennt er sich aus und freut sich, dass die mehr als 4,5 Millionen Euro teuren Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind. Ab sofort können Interessierte das Schloss mit seinen 1000 Quadratmetern sowie Eventscheune und Parkanlage buchen. Das Arbeitszimmer des Schlossherrn liegt im ersten Geschoss. „Die hohen Decken und die riesigen Fenster geben ihm Schlosscharakter, aber die Möbel sind modern und schlicht“, verrät Freiherr von Landsberg-Velen.

Zwar arbeitet er viel vor Ort, er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern jedoch in der Kölner Innenstadt. „Zum einen ist es auf dem Schloss im Winter recht kalt. Zum anderen ist es schwierig, wirklich Feierabend zu machen, wenn man direkt vor Ort wohnt.“

Ein Anwesen – Viele Besitzer

Seinen Namen verdankt das Schloss den Rittern van der Arffe, die 1366 erstmals urkundlich erwähnt werden. Nach ihnen folgten als Besitzer die Familien von Baesgen, dann die von Blittersdorf, die später an die Herren von Buschmann verkauften. Im Laufe des Truchsessischen Krieges, der 1583 entbrannte, soll die mittelalterliche Burg zerstört worden sein. Auf die Herren von Buschmann folgte der Graf von Hompesch, der das Anwesen 1803 an die Familie Freiherr Geyr von Schweppenburg verkaufte.

Diese war in den letzten Jahren auf der Suche nach einem Erben für das Schloss Arff. 2015 übernahm schließlich die Nichte des Freiherrn Geyr von Schweppenburg das Schloss – die Mutter des heutigen Schlossherren.

Der Architekt des Schlosses, Michael Leveilly, errichtete zudem die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl sowie das Bonner Rathaus. Die Fassade des Haupthauses wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren instand gesetzt und mit rosa- und graufarbenen Mineralfarben gestrichen.
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