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Fünf Parkettfelder wurden nebeneinander verlegt. Bild: RheinStars Köln

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Profibedingungen für den Breitensport Das sechs Millionen Euro teure Vereinszentrum der RheinStars Köln ist nach acht Monaten Bauzeit komplett fertig. In Bickendorf steht nun eine außergewöhnliche Trainingsstätte bereit, von der nicht nur Basketballer profitieren.

25.05.2021

Jetzt fehlen nur noch einige Arbeiten auf dem Parkplatz. Dann erstrahlt das Trainingszentrum der RheinStars an der Wilhelm-Mauser-Straße endgültig in neuem Glanz. Im Innenbereich stehen den Kölner Profibasketballern nun Bedingungen zur Verfügung, die in Deutschland nirgendwo anders zu finden sind.

Schließlich wurden auf dem 3500 Quadratmeter großen Innenareal einer ehemaligen Tennishalle gleich fünf Parkettfelder nebeneinander verlegt. Darüber hinaus verfügt das Trainingszentrum der Superlative über großzügige Räumlichkeiten fürs Krafttraining, eine Physiotherapie, hochwertige Umkleidekabinen, Büros für die Vereins-Geschäftsstelle und Profi-GmbH sowie diverse Aufenthaltsräume.

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Und da es im gesamten Bundesgebiet im Prinzip keine vergleichbare Stätte gibt, wird sogar die deutsche Basketball-Nationalmannschaft vom 7. bis zum13. Juni in Bickendorf trainieren, um sich für das anstehende Olympia-Qualifikationsturnier (29. Juni bis 4. Juli im kroatischen Split) vorzubereiten. „Solche Trainingsbedingungen gibt es in Deutschland sonst quasi nirgends“, schwärmt der Kölner Center Tibor Pleiß.


Anfang Juni wird sogar die Nationalmannschaft in Bickendorf gastieren


Allerdings soll das Trainingszentrum der Basketballer nicht nur Profis offenstehen. Viel mehr hat RheinStars-Geschäftsführer Stephan Baeck geplant, dass nach Ende der Coronapandemie mehr als 70 Prozent aller aktiven Spieler des Vereins dort trainieren. Dadurch könne innerhalb des Klubs ein deutlich stärkeres Gemeinschaftsgefühl entstehen, welches es zuvor in dieser Form nicht gegeben hat. „Die Identifikation wird eine ganze andere sein, da Zwölfjährige nun sehen, wie die 14-Jährigen trainieren und die wiederum zuschauen, wie die Profis arbeiten“, erklärt Baeck. „Aber auch Hobbybasketballer werden die Möglichkeit haben, sich über ein Onlineportal an bestimmten Zeiten ein Spielfeld zu blocken.“ Zudem sind zudem Basketballeinheiten für Kita-Kinder und Schüler verschiedener Altersgruppen geplant.

Doch das neue Trainingszentrum kommt nicht nur Basketballern zugute. Auch Athleten anderer Sportarten werden davon profitieren. Denn mehr als 700 Aktive der RheinStars werden zu Trainingszwecken nun kaum noch auf städtische Hallen zurückgreifen, sodass Teams anderer Sportarten mehr Hallenzeiten bekommen. „Vorher haben wir in 23 verschiedenen Spielstätten trainiert“, erklärt Baeck. „Wer in einem Verein arbeitet, der weiß genau, was für ein hohes Gut Trainingszeiten sind – sie sind sehr begehrt. Wenn wir diese nun zurückgeben, dann ist das auch für viele andere Vereine in Köln eine gute Nachricht.“

Für neutrale Beobachter stellt sich allerdings die Frage, wie sich der Basketball-Drittligist eine Trainingsstätte dieser Größenordnung leisten konnte. Die Antwort: Die Mittel dafür stellten im Wesentlichen die Kölner Unternehmer Christoph und Ute Kahl zusammen mit Dietrich Gottwald zur Verfügung. So konnte gemeinsam mit den weiteren Hauptgesellschaftern der RheinStars Basketball GmbH zunächst das Grundstück für 1,85 Millionen Euro erworben werden, ehe das Areal für weitere vier Millionen Euro modernisiert wurde. „Es ist ein großes Glück, dass wir engagierte Gesellschafter und Partner haben, die sich für die Nachhaltigkeit des Basketballs und Jugendförderung in Köln allgemein einsetzen“, sagt Baeck. „Ohne sie wäre das alles niemals möglich gewesen.“