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An der Baugrube am Waidmarkt kommt es wegen der Arbeiten rund ein Jahr lang zu Einschränkungen

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Baustelle eingerichtet, Straße gesperrt Die Arbeiten am Waidmarkt gehen weiter – Der Neustart der Tätigkeiten ist mit Einschränkungen verbunden

10.12.2020

Am Waidmarkt muss weitergebaut werden. Erst wenn der Gleiswechsel saniert und fertiggebaut ist, können die Bahnen zwischen Bonn und dem Hauptbahnhof verkehren. Das war vor dem Baubeginn wichtig und ist es im Hinblick auf die Realisierung der Verkehrswende heute erst recht. Nachdem der Prozess zur Einsturzursache abgeschlossen war, konnte im Sommer des Jahres ein Vergleich geschlossen werden zwischen Stadt und KVB sowie der bauausführenden Firma, der Arge Los Süd. Endlich kann es nun weitergehen am Waidmarkt. Leicht ist das indes für alle Beteiligten nicht.

Hilfsbrücke abgebaut. Um die Vorarbeiten zur Sanierung ausführen zu können, muss die Hilfsbrücke in Höhe der Baugrube abgebaut werden. Das bedeutet, dass der motorisierte Verkehr umgeleitet werden muss. Die Ausmaße der Baugrube reichen nahe an die westliche Bebauung heran. Es bleiben nur etwa zweieinhalb Meter Wegbreite. Diese reichen – so die gesetzliche Vorgabe – nur, um Fußgänger passieren zu lassen. Folglich ist der Weg für Radfahrer ebenfalls gesperrt. Sie müssen eine Umleitung nehmen oder absteigen und ihr Rad schieben. Genau das tun aber sehr viele Biker nicht. Trotz massiver Polizeikontrollen und verhängter Bußgelder steigen etliche Zweiradfahrer nicht ab, gefährden sich und die Fußgänger. „Die Beschilderung ist eindeutig“, sagt der ADFC. „Man hätte für die Radfahrer eine Brücke über die Baugrube bauen sollen“, sagen andere. „Wurde geprüft, geht nicht. Zu viel Baustellenverkehr, zu wenig Platz, zu hohe Kräne, zu gefährlich“, sagen die Fachleute.

Rund ein Jahr. Fakt ist: Die Bausituation ist eine Belastung. In erster Linie für die Schulen und die Gewerbetreibenden wie Rewe, die Gaststätte „Papa Rudis“ und den Kiosk „Einfach lecker“, der kurz vor der Eröffnung steht. Sobald die Arbeiten es zulassen, wird der Durchgang aufgeweitet. Grundsätzlich aber werden die Verhältnisse rund ein Jahr lang bestehen bleiben. Danach wird die Baugrube abgedeckt, die meisten anschließenden Arbeiten finden darunter statt. Die Baustelle wird deutlich verkleinert, die Straße wieder für alle Verkehrsteilnehmer nutzbar sein. KVB, Stadt Köln und die Arge Los Süd, die am Bau beteiligt sind, führen die Arbeiten so umsichtig und zügig wie irgend möglich aus und bitten um entsprechende Unterstützung. Gemeinsames Ziel ist es, die Nord-Süd Stadtbahn fertigzustellen, dabei die Beeinträchtigungen für alle so gering wie möglich zu halten. In diesem Sinn bitten die Kölner Verkehrs-Betriebe um Unterstützung – auch der Gewerbetreibenden – und appellieren an die Radfahrer, abzusteigen.
  

KurzTakt

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Für Vielfalt, gegen Antisemitismus

Klares Zeichen

Mit einer speziell gestalteten Stadtbahn setzen die Stadt Köln, die Synagogen-Gemeinde Köln und die Kölner Verkehrs-Betriebe ein Zeichen für Demokratie und gegen Antisemitismus sowie Rassismus. „Die Bahn ist ein klares Bekenntnis zu unseren jüdischen Kölnerinnen und Kölnern“, sagte OB Henriette Reker bei der Vorstellung. „Und sie ist ein Bekenntnis zu unserem jüdischen Erbe.“ Für Dr. Felix Schotland von der Synagogengemeinde soll die Bahn dazu beitragen, „dass Antisemitismus in unserer Stadt keine noch so klitzekleine Berechtigung findet“. KVB-Chefin Stefanie Haaks betonte die enge Verbindung der KVB zu Köln und die gesellschaftliche Verpflichtung, die damit verbunden sei. „Wir stehen als KVB für nationale und religiöse Vielfalt. Bei uns sind Menschen aus mehr als 30 verschiedenen Ländern beschäftigt. Respekt und Toleranz gehören zu den wesentlichen Merkmalen unserer Unternehmenskultur.“ Die Gestaltung weist bereits auf das Festjahr „1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ hin, das 2021 begangen wird.
 

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Kuriose Saison

Kölner Seilbahn

Am 1. November endete die Saison der Kölner Seilbahn. Bedingt durch die Corona-Situation mussten am 2. November alle Freizeiteinrichtungen schließen. Eigentlich wären die Seilbahn noch eine Woche länger täglich gefahren und hätte erstmals an den Adventwochenenden ihre Türen geöffnet, um den Menschen Abwechslung zu bieten. Dafür sind die Zahlen erfreulich: Rund 290.000 Fahrgäste wurden 2020 verzeichnet. Das sind rund 80 Prozent des letztjährigen Wertes. Dabei startete die Seilbahn-Saison erst sieben Wochen später als im vergangenen Jahr.

Die Fahrgäste haben wegen der Corona-Schutzmaßnahmen in dieser Saison viel Geduld beim Warten bewiesen – dafür herzlichen Dank! Neben zahlreichen Sonderaktionen fiel auch das 50-jährige Bläck-Fööss-Jubiläum der Pandemie zum Opfer. Die ersten Konzertabsagen und der Lockdown im Frühjahr machten die geplante gemeinsame Saisoneröffnung unmöglich. Glücklicherweise konnte die Sonderausstellung im Kölnischen Stadtmuseum öffnen, zu der die Seilbahn eine Fööss-Gondel beigesteuert hatte. Derzeit laufen die Planungen für die nächste Saison und in dieser soll das Jubiläum nachgeholt werden. Die Seilbahn hält ihre Fans auf der Website auf dem Laufenden.

www.koelner-seilbahn.de