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Wie sich beim Hausbau sparen lässt:

Selbst wenn die Vorstellung zunächst nicht exakt mit der Realität übereinstimmt: Wichtig ist, sich beim Bauen finanziell nicht zu übernehmen. Foto: marcus_hofmann/stock.adobe.com

Ein eigenes Haus ist der Traum vieler Menschen, aber eben ein wahnsinnig teurer. So mancher verspürt existenzielle Ängste beim Abschluss der hohen Kredite. Wo lässt sich bei Materialien, Grundriss und Lage sparen – ohne dass dabei künftig vielleicht doch draufgezahlt werden muss?

Nicht selten wird der Bau eines Hauses am Ende viel teurer als ursprünglich gedacht. Dabei lassen sich die Kosten reduzieren, ohne Qualität und Komfort zu verringern. Zum Beispiel durch die Lage. „Das Grundstück ist der größte Kostenfaktor“, sagt Florian Becker vom Bauherren-Schutzbund. „Es verschlingt 25 Prozent der Kosten und mehr.”

Gerade das „Wo“ entscheidet stark über den Preis. Viele Bauherren seien auf bestimmte Bereiche innerhalb der Städte fixiert, beobachtet Becker. „Dabei kann ein Grundstück, das nur zehn bis 15 Kilometer entfernt liegt, schon um 20 bis 30 Prozent günstiger sein.”

Bei der Wohnfläche kommt es beim Eigenheim nicht unbedingt nur auf die Größe an. Viel Platz, der nicht gut durchdacht ist oder nicht gut genutzt werden kann, schränkt sogar ein. Mit einem intelligent auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenen Haus werden Bauherren auf lange Sicht glücklicher – und sparen dabei noch Geld. Schon dreißig Quadratmeter weniger Wohnfläche können 60000 und mehr Euro Kostenreduzierung entsprechen.

Dass Qualität ihren Preis hat, weiß jeder, der baut. Aber nicht im ganzen Haus muss es hochwertige Designerware sein. Alles, was im Haus leicht austauschbar ist, kann zunächst in einem geringen oder mittleren Standard gekauft werden. Bei fest mit dem Gebäude verbundenen Teilen wie Fenstern sollte jedoch lieber gleich die höhere Qualität gewählt werden.

Die größten Kosten beim Innenausbau verursachen außerdem nicht unbedingt die teuren Armaturen oder die hochwertige Küche. Es sind die Arbeitskosten für Baufirmen und Handwerker. Besonders aufwendige und knifflige Arbeiten treiben die Preise in die Höhe. Auch hier können Bauherren etwas tun: Wer sich vorher mit der Materie befasst und nicht so arbeitsintensive Aufträge vergibt, kann viel sparen. Eigenleistungen verringern die Kosten zusätzlich.

Alles, was austauschbar ist, kann zunächst in einem geringen Standard gekauft werden.

Wenn das Geld dennoch vorne und hinten nicht reicht, müssen Prioritäten gesetzt werden. Manches lässt sich verschieben, wie etwa die Außenflächen und der Garten. Selbst wenn es weh tut, spart es erst einmal Geld, das an anderer Stelle oft nötiger gebraucht wird.

Im Gegenzug dürfen Investitionen beim Neubau nicht gescheut werden, wenn sie das Haus zukunftssicher machen. Denn: Irgendwann später ziehen die Kinder aus, die Bewohner werden älter. Vielleicht kann dann die obere Etage des Hauses vermietet werden. Oder eventuell müssen Räume altersgerecht umgebaut werden.

Dafür können schon zu Zeiten des Neubaus die Weichen gestellt werden – sei es mit einer separaten Treppe zum Obergeschoss oder einem Badezimmer im Erdgeschoss. Das ist allemal günstiger, als später teuer umzubauen. Es sollte keinesfalls auf Dinge verzichtet werden, die sich später nur schwer nachrüsten lassen. Mit Material von dpa/tmnw

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