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Blick aus der Vogelperspektive auf den Betriebshof Nord

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Bevor der Ökostrom fließt Carports und Ladeinfrastruktur auf dem Betriebshof Nord der KVB in Niehl dienen dem nachhaltigen Technologiewandel

10.12.2020

Im kommenden Jahr werden die nächsten sechs Bus-Linien der KVB vom Betrieb mit Diesel- auf den Einsatz von E-Bussen umgestellt. Die hierfür benötigten 53 Batteriebusse des Herstellers VDL befinden sich in der Herstellung, die ersten rollen bereits auf Köln zu. E-Mobilität ist ein wesentlicher Baustein des Klima- und Umweltschutzes – aber nur dann, wenn der eingesetzte Strom aus regenerativen Energiequellen stammt. Die Stromerzeugung aus Sonne, Wind und Wasser setzt kein Kohlendioxid und außerdem keine Luftschadstoffe frei. Gerade deshalb wurde das Ende der Kohleverstromung eingeleitet.

Täglicher Bedarf. Die KVB setzt Ökostrom des Schwesterunternehmens RheinEnergie ein. Dieser stammt vor allem aus Wasserkraftanlagen im Voralpenland, aber ebenso aus Wind- und Sonnenkraftanlagen in der Region. Und diese Energie muss täglich in die größer werdende E-Bus-Flotte fließen. Dafür baut die KVB auf dem Betriebshof Nord in Niehl entsprechende Ladeinfrastruktur auf. Diese dient der Versorgung der Batteriefahrzeuge, mit denen 2021 die linksrheinischen Bus-Linien 141, 145 und 149 sowie die rechtsrheinischen Linien 150, 153 und 159 umgestellt werden.

Die Arbeiten an den Carports laufen seit Längerem auf Hochtouren
Die Arbeiten an den Carports laufen seit Längerem auf Hochtouren

Beachtliche Ausmaße. Die neuen E-Busse werden unter drei Carports abgestellt. Dort werden die Batterien über parallele Ladepunkte zeitgleich über Nacht geladen. Der Strom wird über drei Ladestationen bereitgestellt und kommt aus einem benachbarten Umspannwerk der RheinEnergie. Zum Projekt gehört zudem die Errichtung einer Übergabestation zwischen der Infrastruktur von RheinEnergie und KVB. Die luftigen Carports haben eine Länge von bis zu 135 Metern. Ihre Höhe beträgt circa 6,80 Meter. Die Gebäude haben eine Höhe von etwa 13 Metern. Ende Dezember werden die beiden großen Carports fertiggestellt sein. Die dritte, kleinere Einheit folgt im April 2021.

Umfassender Ansatz. Rund 15 Millionen Euro kostet diese Baumaßnahme. Hiervon stammen 10,9 Millionen Euro aus Mitteln, die nach § 13 ÖPNV-Gesetzes NRW für Investitionsmaßnahmen im besonderen Landesinteresse zur Verfügung stehen. Nach dem Erfolg der Linie 133, die im Dezember 2016 auf den E-Busbetrieb umgestellt wurde, geht die KVB ihren Weg im Gesamtprojekt „Smart City KVB“ konsequent weiter. Neben den langfristigen Effekten für den Klima- und Umweltschutz steht der umfassende Ansatz der KVB auch für eine wirtschaftliche Nachhaltigkeit.
   

KurzTakt

Carports und Ladeinfrastruktur auf dem Betriebshof Nord der KVB in Niehl dienen dem nachhaltigen Technologiewandel Image 2

Aktuelle Broschüre

Umwelterklärung

Klimagase, Luftschadstoffe, Wasserverbrauch, Abfälle – über diese Werte und weitere Kennzahlen des Umwelt- und Klimaschutzes berichtet die KVB in ihrer aktualisierten Umwelterklärung 2020. Sie setzt die Broschüre 2019 mit dem Titel „Saubere Luft für Köln“ fort und ist ein Ergebnis der jüngsten Begutachtung und Validierung nach dem Standard EMAS (Eco-Management and Audit Scheme). Bereits seit mehr als 20 Jahren lässt sich die KVB nach diesem Standard auditieren. Dabei sind für die KVB große und kleine Stellschrauben gleichermaßen von Bedeutung. So wird etwa durch die Umstellung der nächsten sechs Bus-Linien auf den Elektrobusbetrieb die Menge der Kohlendioxid-Emission spürbar weiter sinken. 2019 waren es noch 18,85 Gramm CO2 je Personen-Kilometer – über die gesamte Unternehmenstätigkeit hinweg. Seit vergangenem Jahr wird der Ausstoß klimarelevanter Gase aus den Klimaanlagen der Stadtbahnen und Busse ebenfalls erfasst. Die aktuelle Umwelterklärung weist diesbezüglich eine Emission von 207 Tonnen CO2 oder CO2-Äquivalenten für das Jahr 2019 aus. Dies entspricht lediglich 0,73 Prozent der gesamten CO2-Emission der KVB. Weitere Infos:

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