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Bewusst bewegen: Bandscheibenschäden sind oft vermeidbar

Falsches Heben kann böse Konsequenzen haben. Foto: Africa Studio/stock.adobe.com


Regelmäßige Positionsänderungen werden empfohlen

Wer schwere Gewichte transportieren möchte, sollte beim Anheben mit geradem Rücken in die Knie gehen und die Last beim Transport dicht am Körper halten. Besonders wichtig ist es, hektische und ruckartige Drehbewegungen zu unterlassen und auf kombinierte Bück-Dreh-Bewegungenmit schweren Lasten sollte verzichtet werden.

Der Versuch, schmerzhafte Bewegungen durch eine Schonhaltung zu vermeiden, führt laut Expertenmeinung dazu, dass bislang noch nicht beteiligte Muskelgruppen überlastet werden. So greift die anfänglich örtlich begrenzte Verspannung mitunter auf den ganzen Rücken über. Sportmediziner raten, bei akuten, aber unkomplizierten Rückenbeschwerden mehrmals am Tag fünf bis 15 Minuten spazieren zu gehen. Leichtes Fahrradfahren wird ebenfalls empfohlen. Von längerem Sitzen wird dagegen generell abgeraten.

In vielen Fällen kann eine konservative Behandlung eines Bandscheibenvorfalls – also Physiotherapie, Rückenschule und Muskelaufbau – eine Operation überflüssig machen. Gegen die Schmerzen sind Wärmeanwendungen, Analgetika oder Medikamente zur Muskelentspannung hilfreich. Begleitend können Betroffene mit gezielten Übungen die Rücken-, Bauch- und Rumpfmuskulatur aufbauen und damit ihre Wirbelsäule stabilisieren und stärken. Das Trinken sollte ebenfalls nicht vergessen werden: Umgibt die Bandscheiben ausreichend Gewebeflüssigkeit, können sie diese aufnehmen und im Gallertkern binden. Der Puffereffekt wird durch die aufgenommene Feuchtigkeit schnell wiederhergestellt und die Wirbelsäule abgefedert und somit geschont.

Krankenhaus Merheim, Klinikum der Universität Witten/Herdecke - Klinik für Neurochirurgie
  

Symptome identifizieren

Rückenschmerzen können viele Ursachen haben. Foto: Gina Sanders/ stock.adobe.com
Rückenschmerzen können viele Ursachen haben. 
Foto: Gina Sanders/ stock.adobe.com
Quälende Rückenschmerzen sind ein guter Indikator für eine Schädigung der Zwischenwirbelscheiben. Oft geht damit eine Verhärtung der umgebenden Muskulatur einher. Die Beschwerden strahlen oft in die Extremitäten aus und Lähmungserscheinungen, Kribbel- sowie Taubheitsgefühl können auftreten. Störungen beim Wasserlassen oder Stuhlgang sind ein Warnzeichen für den behandelnden Arzt. Letzte Sicherheit erhält der Leidende mit Hilfe moderner Schnittbildverfahren (Computer- oder Kernspintomografie). Wenn Nerven betroffen sind, die die Funktion von Darm oder Blase beeinträchtigen, sollte schnellstens operiert werden. Ansonsten sind konservative Behandlungsmethoden vorzuziehen.
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