Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfügbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Anzeigen

4,7 Millionen Euro für innovatives Projekt Ein neues Leuchtturmprojekt des Fraunhofer Instituts für Angewandte Informationstechnik entsteht in Hürth.

Landrat Frank Rock freut sich über die Förderzusage für das Blockchain-Reallabor in Hürth. Bild: RAG-Redaktionsservice

26.03.2021

Das Rheinische Revier steht vor der Generationsaufgabe, den Ausstieg aus der Kohleverstromung zu meistern und den damit einhergehenden Strukturwandel sinnvoll zu gestalten. Ein Projekt, von dem wichtige Impulse in den Kreis und die Region ausgehen sollen, hat nun die wichtigste Hürde genommen: Die notwendigen Fördergelder wurden freigegeben.

Mit dem Blockchain-Reallabor wird in Hürth ein Leuchtturmprojekt des Fraunhofer Instituts für Angewandte Informationstechnik entstehen. Es handelt sich dabei um ein Demonstrationszentrum für Blockchain-Lösungen, das verschiedene Praxisprojekte initiieren und begleiten wird. Außerdem ist es das Ziel, ein Unternehmensnetzwerk rund um die Blockchain-Thematik aufzubauen.

Mithilfe der Blockchain-Technologie können Informationen und Werte schnell und sicher ausgetauscht werden. Dies bietet viele Einsatzmöglichkeiten vorwiegend in den Bereichen der Energie- und Finanzwirtschaft sowie in der Produktion, Logistik und Daseinsvorsorge.

Das Blockchain-Reallabor in Hürth hat als erstes Projekt im Rhein-Erft-Kreis aus dem „SofortprogrammPLUS“ einen Förderbescheid über 4,7 Millionen Euro aus dem Stark-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) erhalten. Stark ist die Förderrichtlinie zur Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren sowie an den Kohlekraftwerkstandorten.


Strahlkraft für das Rheinische Revier und darüber hinaus


NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Professor Dr. Andreas Pinkwart, die Parlamentarische Staatssekretärin Elisabeth Winkelmeier-Becker (BMWi) sowie der Präsident des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Torsten Safarik überreichten den Förderbescheid an Professor Wolfgang Prinz vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT).

Landrat Frank Rock freut sich über diese Förderzusage: „Durch die Übergabe des Förderbescheides für das Projekt Blockchain Reallabor, wird die Regionale Transformation kurzfristig sichtbar. Als Landrat bin ich stolz, dass ein solch innovatives Projekt hier in unserem Kreis angesiedelt werden konnte. Die Strahlkraft wird sich im gesamten Rheinischen Revier und darüber hinaus entfalten. Den Blick auf die nächsten Jahre gerichtet, kann ich mir gut vorstellen, dass heute der Grundstein gelegt wurde, um viele neue Firmen und Startups in der Region anzusiedeln, die dann auch neue Arbeitsplätze in der Region bringen. Aber auch bestehende Unternehmen können aufgrund des nahen Angebotes und der Kompetenz neue, zukunftsorientierte Arbeitsplätze aufbauen. Wichtig ist es zudem, über neue Arbeitsplätze soziale Strukturen im Kreis zu erhalten.“

Dank des Reallabors wird die Anwendung der Blockchain-Technologie im Rheinischen Revier erprobt und in weiteren Projekten zur Anwendung gebracht.
   

Donnern ab 2022 mehr Tornados über Hürth?

25 Tornado-Kampfflieger sollen ab 2022 nach Nörvenich umziehen. Bild: filmbildfabrik/stock.adobe.com
25 Tornado-Kampfflieger sollen ab 2022 nach Nörvenich umziehen. Bild: filmbildfabrik/stock.adobe.com

Der Militärflugplatz Büchel in der Eifel wird ab dem kommenden Jahr bis 2026 saniert. Die 25 dort stationierten Tornados der Luftwaffe sollen für diese Zeit nach Nörvenich umziehen. Infolgedessen droht der Region in den nächsten Jahren mehr Lärm durch eine deutlich erhöhte Anzahl von Starts und Landungen der Kampfflugzeuge. Eine Anfrage der Linken im Bundestag zum Thema ergab, dass sich die jährlichen Flugstunden in Nörvenich durch den Umzug auf fast 7000 verdoppeln werden.

Hürths Bürgermeister Dirk Breuer fürchtet, dass dadurch eine höhere Belastung auch für das Hürther Stadtgebiet entsteht. Breuer macht deutlich, dass die Lärmimmissionen bereits jetzt durch den Fliegerhorst Nörvenich sowie dem Frachtverkehr des Flughafens Köln/Bonn für Hürther Bürgerinnen und Bürger hoch sei. „Ich bitte Sie, in der weiteren Planung im Zusammenhang mit der Verlegung der Tornados nach Nörvenich eine Steigerung der Fluglärmbelastung im Hürther Stadtgebiet zu verhindern“, heißt es in einem Schreiben, das der Verwaltungschef an Oberst Danilo Schlag gerichtet hat.

Schlag ist der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“ in Nörvenich. Breuer bittet Schlag in seinem Schreiben um die Auskunft, ob es Alternativen bei der Gestaltung des Landeanflugs gibt, um einen Überflug des Hürther Stadtgebietes zu vermeiden.