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Wenn die Augen schwächer werden ...: Den grauen Star und andere Ursachen wirksam bekämpfen

Liegt ein grauer Star vor, kann eine neue Linse dasAugenlicht des Patienten stark verbessern Bild: Yaroslav Astakhov/stock.adobe.com

Unsere Augen verschlechtern sich im Alter, das ist völlig normal. Die Linse verhärtet und verfärbt sich und wir verlieren die Fähigkeit, unsere Augen auf Nahes anzupassen – die berühmte Altersweitsichtigkeit. Dazu kommt die zunehmende Trübung der Augenlinse – eigentlich ein biologischer UV-Schutz für die Netzhaut. Bei einem grauen Star kommen verschwommenes Sehen, erhöhte Blendempfindlichkeit, veränderte Farbwahrnehmung und dadurch gegebenenfalls Unsicherheiten beim Gehen hinzu.Die durch den grauen Star herabgesetzte Sehschärfe führt zu Problemen beim Autofahren, zunächst oftmals in der Nacht und bei Blendung und beeinträchtigt ab einem gewissen Grad die Fahrtauglichkeit. Spätestens dann sollte die Operation des grauen Stares erwogen werden. Dabei wird die trübe Augenlinse im Johanniter-Krankenhaus Bonn grundsätzlich durch hochwertige Linsen mit sehr gutem UV-Schutz und leicht gelblicher Farbtönung, welche in etwa der eines vierjährigen Kindes entspricht, ersetzt. Bei der Operation des grauen Stares können bei der Auswahl der Linse Wünsche des Patienten berücksichtigt werden – etwa ob später das Auge ohne Brille in der Ferne oder in der Nähe sehen soll.

Ebenfalls können Patienten im Einzelfall von Sonderlinsen profitieren. Liegt zum Beispiel eine höhere Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) vor, kann diese zu einem hohen Grade durch die Verwendung einer torischen Linse korrigiert werden. Darüber hinaus gibt es bi- oder trifokale Linsen, die unter bestimmten Voraussetzungen das Sehen in der Ferne und Nähe ermöglichen. Liegen jedoch Netzhauterkrankungen, Schielen oder bestimmte Allgemeinerkrankungen wie etwa Diabetes mellitus vor, dann ist von den Mehrstärkenlinsen abzuraten.

Im Rahmen der Woche des Sehens findet im Johanniter-Krankenhaus am 7. Oktober 2019 um 15 Uhr eine Informationsveranstaltung über die wichtigsten Augenerkrankungen und deren Behandlungsmethoden statt. Weitere Infos unter: www.bn.johanniter-kliniken.de

3 Fragen an

PD Dr. Ulrich Fries, Leiter der Augenabteilung im Johanniter-Krankenhaus Bonn
PD Dr. Ulrich Fries, Leiter der Augenabteilung im Johanniter-Krankenhaus Bonn
1. Ich habe trockene Maculadegeneration und Grauen Star, kann ich mich operieren lassen?

Beide kosten Sehschärfe. Liegt eine entsprechende Linsentrübung vor, kann die Operation des grauen Stares mit künstlicher Linse, welche wegen des größtmöglichen Netzhautbildes auf die Ferne eingestellt sein sollte, die Sehschärfe, Farbwahrnehmung und Blendempfindlichkeit deutlich verbessern.

2. Ich habe grünen und grauen Star, nutze Augentropfen, aber vertrage diese schlecht.

Die modernen Glaukomimplantate „MIGs“, welche am Johanniter-Krankenhaus sehr erfolgreich einsetzt werden, bieten die Chance kombiniert die Katarakt und das Glaukom zu operieren.

3. Ich bin höher kurzsichtig, hatte schon Netzhautlöcher. Wann ist eine Operation für mich sinnvoll?

Wenn die Linsentrübung nicht zu stark ist, sollte damit bis etwa zum 60. Lebensjahr gewartet werden.

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