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Ein Revier zum Staunen: Neue Broschüre über Braunkohle im Rhein-Erft-Kreis

Ein Bagger bei der Arbeit. Fotos: VanderWolf Images/stock.adobe.com, B. Buhl

Die Tagebaue prägen Geschichte und Landschaft der Region. Das Kreisarchiv hat jetzt eine neue Broschüre mit dem Namen „Braunkohle im Rhein-Erft-Kreis – Perspektiven“ herausgebracht. EXPRESS erklärt, wo Besucher und Einheimische das Abbaurevier hautnah erleben können.

Der Abbau hat tiefe Spuren im Rhein-Erft-Kreis hinterlassen – und diese lassen sich heute an vielen Stellen besonders gut beobachten. Längst ist die Braunkohlegewinnung zu einem Magnet für Touristen geworden. Besucher können das Revier auf eigene Faust oder bei einer geführten Tour erkunden. Das Angebot ist vielfältig und über die vergangenen Jahre deutlich gewachsen. Folgende Aussichtspunkte eignen sich, um sich eine Überblick über die Ausmaße der Tagebaue zu verschaffen:

Der „Indemann“, von dem aus Besucher eine tolle Aussicht haben. Fotos: VanderWolf Images/stock.adobe.com, B. Buhl
Der „Indemann“, von dem aus Besucher eine tolle Aussicht haben. Fotos: VanderWolf Images/stock.adobe.com, B. Buhl
- Der Tagebau Hambach bietet mehrere Aussichtspunkte. Vom „Eventforum: terra nova“ aus haben Besucher eine großartige Sicht. Zudem gibt es ein gastronomisches Angebot. Derzeit ist es jedoch geschlossen und öffnet erst am 1. Februar 2019 wieder. Adresse: Kerpener Straße/Am Kreisverkehr, 50189 Elsdorf-Berrendorf

- Am Tagebau Inden können Besucher auf den Aussichtsturm „Indemann“ steigen und aus 36 Metern herab auf die Landschaft und die tiefen Spuren des Kohleabbaus blicken. Einzelführungen finden immer sonntags um 14:30 Uhr oder auf Anfrage statt und kosten für Erwachsene drei Euro. Das Wahrzeichen ist täglich von 10 bis 16.30 Uhr geöffnet. Mehr Infos gibt es auf www.indeland.de.

Der 14 Meter über den Abhang ragende Skywalk ist beeindruckend

- Vom Aussichtspunkt Jackerath aus können Gäste den Tagebau Garzweiler bestaunen. Vor allem der 14 Meter über die Abbruchkante herausragende Skywalkmacht den Ausflug zu einem echten Erlebnis. Jedoch ist es eine Herausforderung, diesen überhaupt zu finden. Am einfachsten geht es, wenn Autofahrer folgende Koordinaten in ihr Navigationsgerät eingeben: 51.046.547°N, 6.464.304°E. Hüpfen ist auf dem Steg ausdrücklich verboten. Weitere Informationen finden Interessierte auf www.braunkohle.de.

- Wer sich tiefergehend über die Geschichte des Abbaus informieren will, hat ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten. Empfehlenswert ist dabei die dreistündige Busrundfahrt „Rund um die Kohle“. Die Tour beginnt und endet am Schloss Paffendorf in Bergheim. Dort empfängt der Gästeführer Teilnehmer und führt sie zunächst durch die Ausstellung der RWE Power AG. Karten, ein Film zur Entstehung der Braunkohle und verschiedene Modelle geben einen ersten Einblick. Anschließend machen sich die Gäste im Bus auf Erkundungstour. Während der Rundfahrt erfahren sie viel Wissenswertes zu den Themen Umsiedlung, Rekultivierung und regenerative Energien. Zudem bekommen sie die Möglichkeit, den Schaufelradbaggern bei der Arbeit zuzusehen.

- Zusätzlich gibt es natürlich die Möglichkeit, sich mit dem Rad oder auch zu Fuß einen Einblick zum Thema zu verschaffen. Viele weitere Informationen zu den einzelnen touristischen Angeboten und die Broschüre zum Download gibt es auf www.rhein-erft-kreis.de.

  

Kohle-Wissen

In den drei Tagebauen der Region – Garzweiler Hambach und Inden – werden jedes Jahr rund 100 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert. Zum Braunkohleabbau gehören jedoch nicht nur Schaufelradbagger sondern ebenso land- und forstwirtschaftliche Rekultivierung, Umsiedlung und regenerative Energien.

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