Anzeigen

Aus Porz nach Paris Mario Eckel gehört zu den acht besten Deutschen im Breaking. Er ist Mitglied im Bundeskader und könnte in der Sportart im Jahr 2024 tatsächlich an den Olympischen Spielen teilnehmen.

Die Bezirkssportanlage in Poll wurde überschwemmt, dann gefror das Wasser. Bild: Büge

8.03.2022

Breaking wird olympisch. Eine bessere Nachricht hätte es für Mario Eckel und seine Freunde im Dezember 2020 nicht geben können. Denn für den in Porz aufgewachsen 22-Jährigen ist diese besondere Form des Tanzens in den letzten zehn Jahren zu einer Leidenschaft geworden.

Konrad Harbeke OHG

Bereits als 12-Jähriger hat Eckel damit begonnen, da er mit Fußball und anderen vergleichbaren Sportarten wenig anfangen konnte. Nachdem er ein Video der US-amerikanischen Dance-Crew Jabbawockeez gesehen hatte, wurde ihm vielmehr klar: Das will ich auch ausprobieren.

Wallburger Fenster | Türen | Sicherheit

So meldete sich Eckel beim damals noch bestehenden Porzer Tanz-Zentrum Agne-Franz an, wo er fortan an seinen Schritten und athletischen Fähigkeiten arbeitete. Dabei hat er sich nicht etwa an Gleichaltrigen, sondern vor allem an Fortgeschrittenen orientiert. „Ich habe mir immer gedacht: Was die können, kann ich auch erreichen“, erinnert sich Eckel, der in der Szene als B-Boy Mayo bekannt ist. „Deshalb habe ich probiert, ihre Moves zu lernen und nachzumachen.“

Zwar klappte das nicht direkt, doch Eckel blieb dran. Er arbeitete an seiner Fitness, fand neue Freunde und verbesserte sich über die Jahre stetig. Eckel: „Ich habe irgendwann auch angefangen am Wochenende mit Leuten zu trainieren, die besser sind als ich.“

Mario Eckelgehört mittlerweile zu den besten Breakern Deutschlands. Bild: privat
Mario Eckelgehört mittlerweile zu den besten Breakern Deutschlands. Bild: privat

So entstand im Laufe der Zeit eine feste Trainingsgemeinschaft. Mehr noch: Es kristallisierte sich eine Gruppe heraus, die sich unbedingt verbessern wollte. Die Good Timez Crew machte fortan zunächst in Fußgängerzonen, später dann bei Wettkämpfen auf sich aufmerksam, auch international.

Doch die Crew zerbrach: Die Interessen der Mitglieder verschoben sich, Prioritäten wurden plötzlich anders gesetzt. Eckel allerdings trainierte weiter, aktuell bis zu 20 Stunden in der Woche. Seine Leidenschaft wollte er nicht aufgeben. Und das mit Erfolg: Denn beim Casting des Deutschen Tanzsportverbandes setzte er sich gegen die besten Breaker der Republik durch, sodass er nun zum achtköpfigen Bundeskader gehört und 2024 in Paris bei Olympia antreten könnte.

Und auch beruflich setzt er voll auf seine Fähigkeiten als Tänzer, da er im vergangenen Jahr mit Hip-Hop-Tänzer Dennis Kolb den Verein No Limits e. V. gegründet hat. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von interkulturell tätigen Tänzern, Pädagogen, Künstlern und Ehrenamtlern, der Kindern und Jugendlichen Bildungsprojekte und Freizeitaktivitäten bieten möchte. Eckel: „Ich habe in meinem bisherigen Leben viel Positives durch den Sport gelernt, was ich Talenten der kommenden Generationen gerne vermitteln möchte. “

Und wer weiß, vielleicht gehen diese im Laufe der Zeit auch ihren ganz eigenen Weg, der eines Tages bei Olympia seinen sportlichen Höhepunkt finden könnte.

Event im QT Quäker

Der No Limits e.V. organisiert in Zusammenarbeit mit Sponsoren am 26. März am QT Quäker ab 14 Uhr ein Ranking-Battle, an dem die besten Breaker Deutschlands teilnehmen.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.