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Der Kampf gegen den Brustkrebs: Das Risiko steigt ab dem 40. Lebensjahr

Lumina Images/stock.adobe.com

Täglich erhalten Betroffene die erschütternde Diagnose. Je früher die Krankheit entdeckt wird, umso höher stehen die Heilungschancen.

Krebs ist allgegenwärtig. Nach Krankheiten des Kreislaufsystems ist Krebs in Deutschland, laut Angaben des statistischen Bundesamts, die zweithäufigste Todesursache. Jährlich erkranken rund 476000 Menschen neu an Krebs. Mit rund 31 Prozent ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in allen Staaten der industrialisierten Welt. Hierzulande bekommen etwa 70000 jährlich die Diagnose Mammakarzinom – ein bösartiger Tumor in der Brustdrüse. Rund 18000 sterben daran.

Eine Vorstufe des bösartigen Tumors ist ein Karzinom insitu. Eine Frühform des Krebses, die noch nicht in umliegendes Gewebe gewachsen ist, und bei der bisher noch keine Metastasen gebildet wurden. Diese Vorstufe tritt jährlich bei rund 7000 Fällen auf.

Brustzentrum im Krankenhaus Köln-Holweide

Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser. Daher sollten Frauen ab dem 30. Lebensjahr die jährlich kostenlose Früherkennungsuntersuchung beim Gynäkologen in Anspruch nehmen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko einer Erkrankung. Jüngere Frauen sind seltener betroffen. Ab 40 Jahren erhöht sich das Risiko, verringert sich allerdings ab dem 70. Lebensjahr wieder.

Einmal im Monat die eigene Brust intensiv selbst abtasten

Seit einigen Jahren gibt es ein gesetzliches Früherkennungsprogramm in Deutschland. Zwischen dem 50. und dem 69. Lebensjahr werden Frauen alle zwei Jahre zum freiwilligen Mammographie-Screening in ein spezielles Untersuchungszentrum eingeladen, bei dem die Brust professionell geröntgt wird. Die Kosten für die Untersuchung übernehmen die Krankenkassen. Nichtsdestotrotz raten Ärzte dazu, einmal im Monat die eigene Brust selbst gründlich abzutasten.

Ergebnisse einer Mammographie.   Fotos: adobe stock.com/PhotoPlus+
Ergebnisse einer Mammographie. Fotos: adobe stock.com/PhotoPlus+
Die Ursachen für Brustkrebs konnten von der Forschung bisher noch nicht vollständig geklärt werden. Meist tritt die Erkrankung spontan auf. Ein großer Risikofaktor ist neben dem fortgeschrittenen Alter zudem die erbliche Vorbelastung von Brust- oder Eierstockkrebs-Erkrankungen in der eigenen Familie.

Auch eine ungesunde Lebensweise mit Konsum von großen Mengen an Alkohol und Nikotin kann das Auftreten von Brustkrebs begünstigen. Mediziner empfehlen daher eine ausgeglichene Lebensweise mit regelmäßiger Bewegung, gesunder Ernährung, das Vermeiden von Nikotin und Alkohol sowie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen. Allerdings: Eine 100-prozentige Sicherheit gegen den bösartigen Tumor gibt es nicht.

Auch Männer sind betroffen

Nicht nur Frauen können am Mammakarzinom erkranken. Elnur - stock.adobe.com
Nicht nur Frauen können am Mammakarzinom erkranken. Elnur - stock.adobe.com
Entgegen vieler Annahmen kann auch das männliche Geschlecht von Brustkrebs betroffen sein. Wie die Deutsche Krebsgesellschaft erklärt, erkranken jährlich zwischen 600 und 700 Männer an der eigentlich als Frauenleiden bekannten Krankheit. Aufgrund dieser geringen Anzahl an Betroffenen legt die Forschung wenig Priorität auf dieses Gebiet. Alle Erfahrungen, die bislang in der Therapie und Diagnostik bei Brustkrebs gesammelt worden sind, wurden bei erkrankten Frauen gemacht und auf Männer übertragen. Auch Hilfsangebot für Männer existieren kaum.

Symptomeals Warnzeichen

Im frühen Stadium der Krankheit werden von betroffenen Frauen und Männern meist keine Schmerzen oder andere Beschwerden wahrgenommen. Allerdings gibt es einige Anzeichen, die auf Brustkrebs hindeuten können. Sind Verhärtungen in der Brust zu spüren oder ist sogar ein Knoten ertastbar, der früher nicht da war, ist der Gang zum Arzt unerlässlich. Auch eine optische Veränderung der Brustwarze, wässrige, eitrige oder blutige Absonderungen können erste Anzeichen sein. Wird ein plötzlicher Größenunterschied der Brust, der zuvor nicht bestand, festgestellt, kann dies auf Brustkrebs zurückzuführen sein. Wenn innerhalb der Achselhöhle Lymphknoten oder Schwellungen auftreten, die nicht durch andere Erkrankungen bedingt sind, kann es sich hierbei um Lymphknoten-Metastasen handeln.
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