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In Manheim-Alt existieren nicht mehr viele Gebäude – das Nachbardorf Morschenich soll nun „Ort der Zukunft“ werden. Bild: Pixel62/stock.adobe.com

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Von den Baggern verschont – und jetzt? Einwohner sollen in Planungen einbezogen werden

26.03.2021

Wie geht es weiter im Gebiet des Tagebaus Hambach? Erste Beteiligungsverfahren zum „Ort der Zukunft“ sind jetzt im Internet gestartet. Die Kommunen rufen ihre Bürger zum Mitmachen auf.

Durch die Beschlüsse der Kohlekommission steht längst fest: das Dorf Morschenich-Alt und der Rest des Hambacher Walds müssen dem Tagebau nicht mehr weichen. Zeit für die betroffenen Kommunen Kerpen und Merzenich, in die Zukunft zu blicken. Das geschieht nun seit Kurzem unter Beteiligung der Bürger. In einem „Regionalen Open Government Labor“ sollen die Anwohner über ein Internetportal in die Planungen einbezogen werden.

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„Eine frühzeitige Beteiligung der Bürgerschaft liegt uns am Herzen. Zukunft kann nur mit den Menschen gestaltet werden. Bürgerbeteiligung fördert Ideen, Tatkraft, Vertrauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt,“ sagt Dieter Spürck, Bürgermeister der Kolpingstadt Kerpen. Los geht es mit den Projekten „Feldlabor Morschenich“ und der „Grünen Linie“. Ersteres dreht sich um die Ansiedlung eines Feldlabors in Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich in einer Hofanlage mitten in Morschenich-Alt. Die „Grüne Linie“ ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Kerpen und der Gemeinde Merzenich, dass die Waldvernetzung und -gesundheit im Hambacher Wald fördern möchte. Es soll eine völlig neuartige und ökologisch kreative Rekultivierung vorgenommen werden, die Teil der Gestaltung des Zukunftsvorlandes ist.


Neues NRW-Portal kommt erstmals zum Einsatz


Über beide Projekte kann sich nun auf „Beteiligung. NRW“, einer neuen Internetplattform des Landes, informiert und letztlich darüber abgestimmt werden. Das Portal ist zu erreichen über beteiligung.nrw.de.

„Ich freue mich sehr, dass wir unser Portal in Merzenich und Kerpen pilotieren können. Hierdurch erhalten wir wertvolle Hinweise für den Aufbau des zentralen Bürgerbeteiligungsportals“, sagt Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke, Chief Information Officer des Landes. „Beteiligung.NRW“ soll dann ab Mitte des Jahres allen Landesbehörden und Kommunen zur Verfügung stehen.