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Ron Woydowski (oben l.), Stefan (unten, 2. v. l.) und Heike Häusler (oben, 4. v. l.) sind die Gründer der Initiative. Bild: zVg

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Aufbäumen für die Nachhaltigkeit Die Bürgerinitiative Klimafreunde Rhein-Berg hat sich 2019 gegründet.

19.02.2020

Ihre Ziele: Mehr Leute sollen sich für die Umwelt einsetzen und Politiker bessere Bedingungen schaffen. 

Als Stefan und Heike Häuser im April 2018 ihr Haus in Bergisch Gladbach energetisch saniert hatten, sagten sie sich: Jetzt reicht’s! Denn ihnen wurde klar: Die Allgemeinheit kann im Alltag viel mehr tun, um nachhaltig und umweltbewusst zu leben. Sie selbst gehen jedenfalls mit gutem Beispiel voran und leben nahezu klimaneutral: In der Einfahrt steht ein Elektrofahrzeug und auf dem Dach des Einfamilienhauses ist eine Photovoltaikanlage installiert. Der Stromspeicher im Keller macht das Ganze letztlich zu einem lohnenden Geschäft. Gleichzeitig ist ihnen bewusst: Nicht alle Menschen sind in der Lage, sich ein solches Eigenheim zu leisten.
  

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Dennoch muss ihrer Meinung nach etwas getan werden. Aus diesem Grund gründeten sie zusammen mit dem Unternehmer Ron Woydowski, der ihr Haus saniert hatte, im Frühjahr 2019 die Bürgerinitiative Klimafreunde Rhein-Berg. „Wir können nicht noch länger warten. Es wurde schon zu viel Zeit vergeudet“, sagte Stefan Häusler damals. „Wir müssen jetzt etwas tun, um das zu verhindern, was sehr bald unumkehrbar sein wird.“

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Inzwischen hat der Zusammenschluss rund 30 feste und etwa 50 lose Mitglieder, die sich dafür einsetzen, dass die Region Rhein-Berg zu einer nachhaltigeren wird. „Wir haben in Bergisch Gladbach die größte Demo aller Zeiten auf die Beine gestellt. Mehr als 3500 Menschen waren im September da, um für sich für den Klimaschutz stark zu machen“, erklärt Woydowski. „Doch wir wollen eben nicht nur demonstrieren, wir wollen Vorschläge machen und die Politik mit Maßnahmenpaketen versorgen. Bei uns engagieren sich Ärzte, Betriebswirtschaftler, Internetexperten und viele andere Fachleute aus unterschiedlichen Branchen.“


Die Vereinigung entwickelt diverse Maßnahmenpakete


In den Arbeitsgruppen der Bereiche Energie, Verkehr und Baum werden schließlich Ideen entwickelt, zudem soll Druck auf die Politik ausgeübt werden. „Nach der Demo haben wir relativ schnell Kontakt zur Stadtverwaltung gehabt“, sagt Woydowski. „Wir sind also auf einem guten Weg.“
   

Im September organisierten die Klimafreunde Rhein-Berg in Bergisch Gladbach eine Demo, an der sich 3500 Menschen beteiligten. Bild: zVg
Im September organisierten die Klimafreunde Rhein-Berg in Bergisch Gladbach eine Demo, an der sich 3500 Menschen beteiligten. Bild: zVg

Doch damit geben sich die Klimafreunde nicht zufrieden. Sie wollen mehr. Deshalb haben sie jüngst einen Fragenkatalog an die Parteien der Region gesendet. Das Ziel: Die Politiker sollen noch vor der im September anstehenden Kommunalwahl klar Stellung beziehen, inwiefern sie diverse klimapolitische Herausforderungen in den nächsten Monaten und Jahren angehen wollen. „Wir möchten erreichen, dass sich die Parteien jetzt schon damit beschäftigen und zeigen, wie sie diese wichtigen Themen in Zukunft angehen wollen“, schildert Woydowski die Ziele der Klimafreunde Rhein-Berg. „Außerdem möchten wir den Leuten zeigen, dass jeder etwas für die Umwelt tun kann, und zwar ohne auf etwas verzichten zu müssen.“

Wer sich den Klimafreunden anschließen oder ihre Veranstaltungen besuchen will, kann dies jederzeit tun. Schließlich ist die Bürgeriniative froh über jeden Menschen, der sich zugunsten der Umwelt in der Region engagieren will.