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Platz für 3500 Leute: In Bedburg wird in den nächsten Jahren ein neuer Stadtteil gebaut. Auf dem 22,5 Hektar großen Areal sollen genügend Wohnraum und eine Veranstaltungsstätte entstehen.

Bürgermeister Sascha Solbach zeigt, wie das Viertel aussehen soll.

Bedburg soll wachsen. Mit einem neuen Stadtteil für 3500 Menschen möchte sich der 23500 Einwohner starke Ort in den kommenden Jahren für zahlreiche Bürger interessant machen.

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Dort, wo bis 1999 die Zuckerfabrik der Firma Pfeifer und Langen stand, wird bald „ein bunt gemischtes Wohngebiet mit großzügigen Grünflächen entstehen“, schwärmt Bürgermeister Sascha Solbach. Zwei Drittel des 22,5 Hektar großen Areals gehören einem Investor, ein Drittel ist städtisch. Solbach ist besonders begeistert von der Lage des Areals. „Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt mit ihren Geschäften“, sagt der Politiker. „Auch der Bahnhof ist in der Nähe, was für Pendler interessant ist.“ Das Naherholungsgebiet „Am Peringsmaar“ ist ebenfalls nur wenige Meter entfernt, weshalb die Stadt glaubt, dass das Gebiet für zahlreiche Menschen interessant sein dürfte. Immerhin sei Wohnraum in Köln ebenso knapp wie in den angrenzenden Städten Hürth, Frechen oder Pulheim.
Doch selbst für die Bedburger und die Menschen aus dem Umkreis werde auf der Fläche attraktiver Wohnraum entstehen. Neben Ein- und Mehrfamilienhäusern planen die Stadt und verschiedene Investoren dort weitere infrastrukturelle Maßnahmen. So sollen beispielsweise eine Kita, eine Grundschule und eine Senioreneinrichtung entstehen. Zudem wollen Investoren in Bedburgs neuem Stadtteil ein Hotel mit 170 Betten errichten. Dies, so der Bürgermeister, sei besonders interessant für Messekunden in Köln und Düsseldorf. Doch das ist noch längst nicht alles. Eine nagelneue Veranstaltungsstätte für bis zu 1000 Besucher ist gleichfalls geplant. Solbach: „Dies wird einen Sprung für die Kultur in unserer Stadt bedeuten. Bedburg wird für zahlreiche Künstler plötzlich interessant, die wir heute nicht verpflichten können.“
Auf dieser Grünfläche soll künftig Bedburgs neuer Stadtteil entstehen. Fotos: privat
Auf dieser Grünfläche soll künftig Bedburgs neuer Stadtteil entstehen. Fotos: privat
Diskussionen gibt es hingegen um den geplanten Bau eines 13-stöckigen Hauses, in dem auch ein Kino, Arztpraxen, Wohnungen und Gastronomiebetriebe untergebracht werden sollen. Der Grund: Das Hochhaus würde nicht ins Stadtbild passen. Zudem besteht bei Händlern die Sorge, dass es Läden aus der Innenstadt mit neuer Konkurrenz zu tun bekommen. Doch Solbach winkt ab. Das SPD-Mitglied sagt zu, dass keine Geschäfte entstehen, die den bereits ansässigen Einzelhändlern Schwierigkeiten bereiten.

Stattdessen würden die Einwohner Bedburgs von ihrem neuen Stadtteil profitieren. „Zum einen bekommen unsere Einzelhändler 3500 neue Kunden“, erklärt der Bürgermeister. „Zum anderen entsteht das grünste Viertel im gesamten Rhein-Erft-Kreis, das zudem unmittelbar am Wasser gelegen ist.“ Vorgesehen ist, dass das entstehende Quartier einen Anteil von bis zu 70 Prozent der Energie durch große Photovoltaikanlagen selber produzieren wird. Und zwar bereits in absehbarer Zeit. Denn wenn die städtischen Gremien entsprechend entscheiden, könnten die ersten Arbeiten auf dem Areal noch in diesem Jahr beginnen.
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