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Dem Norden blüht was: Nach dem trockenen Rekord-Sommer: EXPRESS erklärt, was die größten, ältesten und beliebtesten Pflanzen der Flora sind

Nach dem trockenen Rekord-Sommer: EXPRESS erklärt, was die größten, ältesten und beliebtesten Pflanzen der Flora sind

Die Palmenallee sorgt für Urlaubsfeeling. Foto: Dr. Stephan Anhalt

Grüne Palmen, rote und rosafarbene Dahlien, riesige Bäume: Die Kölner Flora ist ein buntes Paradies. Und das trotz des trockenen Rekord-Sommers, der für die Natur eine echte Tortur war. Die Mitarbeiter des Botanischen Gartens hatten alle Hände voll zu tun, Blumen und Bäume mit ausreichend Wasser und Nährstoffen zu versorgen. Die Arbeit hat sich gelohnt: Selbst jetzt im Spätsommer erstrahlt die Anlage in herrlichen Farben. EXPRESS erklärt, welche Exponate die schönsten, ältesten, wichtigsten, größten und kleinsten sind.

Gartendirektor Dr. Stephan Anhalt schwärmt von einer Blume ganz besonders: „Die Dahliensorte ´Bernstein´ ist derzeit die schönste und beliebteste Pflanze im Botanischen Garten.“ Dies würde sich allerdings häufig ändern, denn mit 13 000 Arten sei die Auswahl riesig. Die Dahlien sind in der Flora noch bis Ende September zu sehen. Insgesamt können sich Besucher über rund 300 Sorten freuen.

Der „Altensteins Brotpalmfarn“ aus Südafrika ist mit circa 300 Jahren doppelt so alt wie die Flora selbst und damit das älteste Gewächs der Anlage. “Sie ist mittlerweile sehr selten in der Natur, daher strengstens geschützt und die wertvollste Pflanze im Botanischen Garten“, erklärt Anhalt. Derzeit stehe sie in einem Ausweichquartier und werde erst zur Eröffnung der neuen Schaugewächshäuser im Jahr 2022 wieder zu sehen sein.

Der kleinste Baum der Welt wird lediglich zehn Zentimeter groß

Alter und Schönheit sind jedoch nicht alles: „Die wichtigsten Pflanzen für uns sind unsere Nutz- und Heilpflanzen. Sie ernähren uns und erhalten uns gesund. Sie sind eben grünes Gold und die wichtigste biologische Ressource“, erklärt der Direktor. Zurzeit könnten Besucher übrigens eine Kürbisart mit dem schönen Namen „Omas alte Sorte“ bewundern.

Die Pompon-Dahlie Dahlstein ist sehr beliebt Foto: Botanischer Garten Köln
Die Pompon-Dahlie Dahlstein ist sehr beliebt Foto: Botanischer Garten Köln
Nicht zu übersehen ist der „Mammutbaum“, der zu den größten Exponaten der Anlage zählt. „Er überragt selbst das Flora-Festhaus und war zur Eröffnung im Jahr 1864 ein echter Hingucker. Man zeigte mit solchen Besonderheiten seinen gesellschaftlichen Status“, erläutert Anhalt.

Vom Maximum zum Minimum: „Die ‚Netzblättrige Weide‘ ist der kleinste Baum der Welt und wächst in den sogenannten ‚Schneetälchen‘ der Alpen zwischen 1000 und 3000 Metern Höhe sowie im Botanischen Garten, in den Beeten mit den Pflanzen der Gebirgswelt“, so Anhalt. Sie wird nur circa zehn Zentimeter hoch, hat bis zu 30 Zentimeter lange Äste und schmiegt sich in den Alpen an den wärmeren Boden. Somit steht sie nicht im eiskalten Wind. „Sie wächst extrem langsam und ist sicher einer der unbekanntesten Bäume – oder besser Gehölze.“

Ein echter Superlativ zum Abschluss: „Die Palmenallee im Botanischen Garten ist die einzige in ganz Nordeuropa und zeigt allen Kölnern, Immis sowie Touristen, warum Köln die nördlichste Stadt Italiens ist. Das Klima in der Rheinebene macht´s möglich – und die Kunst der Flora-Gärtner“, sagt Anhalt.

  

Öffnungszeiten

Die Flora ist nicht rund um die Uhr geöffnet, sondern in der Regel von 8 Uhr bis Sonnenuntergang. Im Sommer werden spätestens um 21 Uhr die Tore geschlossen. Die Gewächshäuser sind in den Wintermonaten Oktober bis März von 10 bis 16 Uhr geöffnet, den Rest des Jahres von 8 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos. An nahezu jedem Wochenende gibt es Führungen und Vorträge. Im Laufe des Jahres sind zudem mehrere Ausstellungen zu sehen.
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