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„Die Tigeranlage ist ein Highlight“ Der Zoo hat unter dem Corona-Lockdown gelitten, die geplanten Bauvorhaben können dennoch umgesetzt werden, wie Direktor Theo Pagel im Interview verrät.

8.09.2020

Herr Pagel, warum lohnt es sich aktuell, den Kölner Zoo zu besuchen? 

Theo Pagel: Grundsätzlich lohnt es sich immer den Kölner Zoo zu besuchen. Das parkähnliche Gelände und die über 850 verschiedenen Tierarten nebst Spielplatz und vielem mehr sind immer eine Reise wert.

Welche Tierbabys gibt es derzeit zu bestaunen?

Derzeit haben wir unter anderem Nachwuchs bei den kalifornischen Seelöwen, den Bonobos, also den Zwergschimpansen, und natürlich Leev Ma Rie, unseren jüngsten Elefantenspross. Aber auch viele andere Tiere, wie Vögel, Antilopen und die Tiere auf dem Bauernhof, haben Junge.
  

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Bei welchen Tieren ist bald mit Nachwuchs zu rechnen?

Momentan warten wir auf den Schlupf verschiedener Schildkröten – bei den größeren Tieren sind die Jungtiere schon alle geboren.

Wie können Sie in Zeiten der Corona-Pandemie einen Ansturm auf bestimmte Gehege verhindern?

Wir verzichten derzeit auf die beliebten kommentierten Fütterungen und die Flugschau, damit es nicht zu Gruppenbildungen kommt, die man wegen der Corona-Pandemie verhindern möchte. Das funktioniert recht gut.

Können die Besucherzahlen aufgrund der Einlassbestimmungen überhaupt wieder das Niveau erreichen, das es vor der Pandemie gab?

Bei einer derzeitigen Beschränkung von knapp 5000 Besuchern zeitgleich auf dem Gelände – anfangs waren es nur 3300 – und dem Wissen, dass wir in der Hauptbesuchszeit über die Osterferien fast zwei Monate geschlossen waren, muss man sagen, dass wir unsere normale Besucherzahl 2020 nicht werden erreichen können.

Was bedeuten diese Einbußen für den Zoo?

In der Tat bedeutet die Corona-Pandemie mit ihren Auflagen bis hin zum Lockdown, dass wir erhebliche Einnahmeverluste hinnehmen müssen. Es gelang uns zwar eine nicht unerhebliche Förderung vom Land NRW in Höhe von 800 000 Euro zu bekommen – an dieser Stelle nochmals vielen Dank für die Weitsicht und Unterstützung an die Landesregierung – doch werden Ende des Jahres vermutlich zwei bis 2,5 Millionen Euro im „Säckel“ fehlen.

Das Tigergehege wurde dennoch fertiggestellt. Ist es das neue Highlight des Zoos?

Ja, das Tigergehege ist ein weiteres Highlight des Zoos. Es konnte deutlich erweitert und saniert werden. Nun bietet es sowohl für seine Bewohner als auch für die Besucher viel mehr Anreize und Highlights. Das Management konnte verbessert werden. Zukünftig wird es öffentliches Tiertraining geben. Mit einem Canyon und einer Höhle haben wir neue Perspektiven eröffnet.

Mussten ähnliche Projekte abgesagt werden?

Erfreulicherweise sind die großen Bauvorhaben, das sind das alte Südamerikahaus, der Umbau des alten Direktorenwohnhauses sowie der Neubau einer Anlage für die größte Katze Mittel- und Südamerikas, den Jaguar, finanziert und laufen planmäßig. Spätestens zu Ostern nächstes Jahr soll das Südamerikahaus für die Besucher freigegeben werden.
  

Wegen Corona: Diese Dinge müssen Besucher vor und während des Betretens der Anlage unbedingt beachten

Aktuell gelten im Kölner Zoo Sonderregelungen. Wer den Tierpark besuchen will, braucht neben einer gültigen Eintrittskarte zusätzlich ein kostenlos im Vorfeld erworbenes „Reservierungs-Ticket“ für den entsprechenden Besuchstag. Das Online-Reservierungs-Tool ist abrufbar unter koelnerzoo.de/reservierung-de.

Des Weiteren bittet der Zoo seine Besucher aktuell darum, die Anlage nur in eine Richtung zu begehen, sodass „Gegenverkehr“ vermieden wird. Die Tierhäuser haben hingegen nahezu ausnahmslos wieder geöffnet, dort gilt allerdings Maskenpflicht sowie eine Besucherobergrenze. Es kann zu Wartezeiten kommen.