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Bei einseitigem Hörverlust handeln: Spezielle Lösungen können Abhilfe schaffen

Ganz Ohr sein – für die Lebensqualität ist ein gutes Gehör wichtig. Foto: zinkevych - stock.adobe.com

Viele Betroffene arrangieren sich mit ihrem Schicksal, anstatt professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen 

Jeder von uns hat zwei Ohren – kann es dann wirklich so dramatisch sein, wenn eines seinen Dienst quittiert? Ja, denn räumliches Hören, welches uns die Orientierung ermöglicht, funktioniert nur, wenn beide Ohren gesund sind. Woher eine Stimme kommt, von wo ein Hupen im Straßenverkehr oder das Klingeln des Handys, erkennt das Gehirn nur durch das Zusammenspiel von linkem und rechtem Ohr.

Viele Tricks, um das Handicap zu verheimlichen

Deshalb kann herkömmliche Technik, wie sie etwa bei Altersschwerhörigkeit eingesetzt wird, bei einseitigem Hörverlust oft nicht zufriedenstellend helfen. Für Betroffene bedeutet ein einseitiger Hörverlust oft eine große Einschränkung. Häufig scheint eine Operation der einziger Ausweg.

Daher arrangieren sich viele mit ihrem Schicksal und entwickeln ganz unterschiedliche Strategien, um den Alltag zu bewältigen: Sie setzen sich in Gesprächen so hin, dass das gesunde Ohr zum Gegenüber zeigt, lernen Lippenlesen oder verlassen sich, zum Beispiel im Auto, vermehrt auf ihre Augen.

Auf Dauer kann dieses Verhalten nicht nur zu großer Erschöpfung führen, sondern auch zu Frust, Verzweiflung und dem Impuls, sich zurückzuziehen. So entsteht bei Betroffenen oft das Gefühl, nur die Hälfte mitzubekommen. Eine effektive Hilfe können Geräte sein, die speziell für einseitigen Hörverlust entwickelt wurden.

Mit der sogenannten CROS-Technik gelingt es, das gesunde Ohr so zu unterstützen, dass es die Aufgaben des schwächeren übernimmt und somit dem Gehirn wieder ein vollständiges räumliches Klangbild vermittelt. CROS steht für „Contralateral Routing of Signal“, was so viel wie gegenseitige Signalübertragung bedeutet. Die Systeme bestehen aus zwei Teilen: Ein Hörgerät mit Mikrofon nimmt die Klänge am nicht hörenden Ohr auf und übermittelt sie in Echtzeit drahtlos an das Hörgerät, das am gesunden Ohr getragen wird. Wenn der Hörverlust längere Zeit bestand, ist ein wenig Training nötig bis sich das Gehirn wieder an das räumliche Hören erinnert. Bei einigen Betroffenen funktioniert das aber auch so gut, dass sie bereits beim Verlassen des Hörakustikers das Gefühl haben, wieder voll im Leben zu stehen.

Dass es einseitig zu einem Hörverlust kommt, kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Die Beeinträchtigung kann angeboren sein oder durch erbliche Faktoren entstehen, etwa durch die Neigung zu Veränderungen an den Knochen im Innenohr (Otosklerose). Bakterielle oder virale Infektionen oder Tinnitus können ebenfalls einen einseitigen Hörverlust auslösen. Generell gilt: Sobald die Beeinträchtigung festgestellt wird, sollte umgehend der Arzt oder der Hörakustiker aufgesucht werden. (djd)

Das unsichtbare, kleine Gerät

Rund um die Uhr gut hören, ohne dass Dritte das Hörgerät bemerken – eine neue Technologie macht das jetzt möglich. Modelle, die nur wenige Millimeter groß sind, verschwinden komplett im Gehörgang. Von außen sind sie nicht zu erkennen und deshalb vor allem für die Nutzer attraktiv, die etwa im Job Wert darauf legen, dass ihnen die Minderung nicht angesehen wird. Anders als herkömmliche Geräte verarbeiten diese besonders kleinen Modelle den Schall nicht außerhalb des Ohres, sondern direkt im Ohrkanal. Dadurch ist das Hörerlebnis sehr natürlich. Telefonieren, Musik über Kopfhörer wahrnehmen oder das Tragen von Helmen ist damit ebenso möglich, wie mühelose Gespräche in lauter Umgebung.

Kinderohren brauchen Schutz

Infekte können Auswirkung auf den Gehörgang haben photophonie - stock.adobe.com
Infekte können Auswirkung auf den Gehörgang haben photophonie - stock.adobe.com
Bei Erkältungenkrankheiten werden Kinderohren häufig in Mitleidenschaft gezogen. Das liegt auch an den anatomischen Besonderheiten: Die Verbindung zwischen Nasen- und Rachenraum ist bei Kindern kürzer – Bakterien können schneller ins Mittelohr aufsteigen. Schwellen die Schleimhäute im Nasen-Rachenraum an, kann Sekret unter Umständen nicht richtig abfließen. Verfestigt es sich, sprechen HNO-Ärzte von einem Paukenerguss, der das Hörenbeeinträchtigt. Eine weitere Gefahr: Sekret, das nicht abfließen kann, bietet Erregern von Mittelohrentzündungen einen Nährboden. Wird diese nicht erkannt, besteht die Gefahr, dass die Hörsinneszellen geschädigt werden.

Krankenhaus Holweide - Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrheilkunde
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