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Fettleibigkeit betrifft immer mehr Deutsche: Adipositas entwickelt sich zur Volkskrankheit, die viele Menschen in ganz Europa tangiert

Übergewicht kann zu großen Problemen führen Bilder: JPC-PROD - stock.adobe.com, Johanniter GmbH

In Deutschland hat sich der Anteil fettleibiger Menschen laut der Deutschen Adipositas-Gesellschaft in den letzten 20 Jahren deutlich erhöht. Bei Männern gab es einen Anstieg um 39 Prozent, bei Frauen sogar um 44 Prozent. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene sind betroffen. Auch die Anzahl der extrem Adipösen (zu ihnen zählen alle Menschen ab einem Body-Mass-Index von 40) hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland weiter erhöht.

Verkürzung des Lebens. Auf dem europäischen Kontinent hat sich die Zahl der übergewichtigen Menschen in den letzten 30 Jahren verdreifacht. Nach aktuellen Hochrechnungen werden im Jahr 2030 mehr als 50 Prozent der Europäer fettleibig sein. Krankhaftes Übergewicht ist in den Industriestaaten also zur Epidemie geworden. Das bedenkliche daran: Adipositas kann zu schwerwiegenden Begleit- und Folgeerkrankungen führen, weshalb Fettleibigkeit oft mit einer Einschränkung der Lebensqualität und Verkürzung der Lebenszeit einhergeht. Dadurch wird deutlich, dass Fettleibigkeit, die Volkswirtschaften in ganz Europa erheblich belastet.

Aufklärung betreiben. Das Wissen über krankhaftes Übergewicht als komplexe und chronische Erkrankung muss deshalb in ganz Europa, aber vor allem auch in Deutschland dringend erhöht werden. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt der Index für Normalgewicht zwischen 18,5 und 24 Kilogramm pro Quadratmeter. Ab 25 Kilogramm spricht die Gesundheitsorganisation von Übergewicht.

Behandlung erforderlich. Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die eine adäquate Behandlung dringend erforderlich macht. Daher haben sich bereits im Jahr 2008 Experten der Region Bonn/Rhein-Sieg zum interdisziplinären Zentrum für die Behandlung der Krankheit Adipositas zusammengeschlossen. Dieses Referenzzentrum für Adipositaschirurgie an den Johanniter-Kliniken wurde 2011 erstmalig von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) erfolgreich zertifiziert und unterliegt seitdem regelmäßigen Prüfungen. Nur 19 Kliniken in ganz Deutschland besitzen ein vergleichbares Zertifikat, welches diese Bedeutung besitzt. Im Kampf gegen Adipositas ist die Region deshalb gut aufgestellt.

  

3 Fragen an

Prof. Dr. Andreas Türler
Prof. Dr. Andreas Türler
Prof. Dr. Andreas Türler, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie im Johanniter-Krankenhaus in Bonn.

1. Wie viele Menschen sind betroffen?


In Deutschland ist mittlerweile jeder zweite Bürger übergewichtig und sogar jeder fünfte adipös.

2. Wie kann diesen Personen dauerhaft geholfenwerden?

Die Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Johanniter-Krankenhaus in Bonn hat seit Jahren eine hohe Expertise bei operativen Behandlungen der Fettleibigkeit und ist als Referenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie zertifiziert.

3. Was ist das größte Problembei der Krankheit Adipositas?

Ein Problem ist das Informationsdefizit beim Zusammenhang zwischen Adipositas und den schwerwiegenden Folgeerkrankungen, wie Diabetes, Bluthochdruck oder Krebs. Umdarauf aufmerksam zu machen und zu informieren, veranstaltet das Bonner Johanniter-Krankenhaus am Mittwoch, 26. Juni, einen Adipositas-Tag.

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