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Gründach lohnt auch im privaten Bereich:

Gerade in der Stadt schafft die grüne Oase zusätzliche Fläche, die sonst ungenutzt bleibt, und sorgt ganz nebenbei für ein besseres Klima in der unmittelbaren Umgebung. Foto: djd/www.xps-spezialdaemmstoff.de

Selbst private Bauherren können mit geringen Investitionen zusätzlichen Lebensraum schaffen. Die so gewonnene Fläche rentiert sich bereits nach wenigen Jahren.

In Deutschland werden jährlich etwa zehn Millionen Quadratmeter Dachfläche neu begrünt, davon allerdings nur 20 Prozent intensiv. „Intensiv“ bedeutet in diesem Falle, dass Gründächer als erweiterter Lebensraum genutzt werden. Geringe Mehrinvestitionen, lokale Fördermöglichkeiten sowie eine Amortisation nach nur wenigen Jahren machen das Gründach auch für private Hausbauer attraktiv.

Auf dem eigenen Haus entsteht eine grüne und begehbare Oase

Die Tendenz zu nutzbaren Intensivbegrünungen mit Freizeit- und Verkehrsflächen ist spürbar. Viele Gebäude im öffentlichen Bereich wie Einkaufszentren, Hotelanlagen, Schulen und Parkhäuser sind so angelegt, dass sie grüne, begehbare Oasen beherbergen und für den Menschen zusätzlich nutzbaren Raum schaffen. Es entstehen Spiel- und Sportplätze, Pausen- und Rückzugsräume, Wege oder Teichanlagen.

Ein Gründach als Umkehrdach verdoppelt dessen Lebensdauer und kann bei extensiver Begrünung wie ein echter Garten bepflanzt werden. Foto: djd/FPX Fachvereinigung
Ein Gründach als Umkehrdach verdoppelt dessen Lebensdauer und kann bei extensiver Begrünung wie ein echter Garten bepflanzt werden. Foto: djd/FPX Fachvereinigung
Untersuchungen zu den Kosten und der Amortisation eines Gründachs sind aufgrund verschiedener Faktoren, wie der ursprünglichen Beschaffenheit oder der Aufbauhöhe, schwer vergleichbar. In einem Punkt sind sich jedoch alle Experten einig – die geringe Mehrinvestition begrünter Dächer rechnet sich langfristig immer, allein schon aufgrund der längeren Haltbarkeit sowie niedrigerer Heizkosten dank der isolierenden Wirkung.

Das Flachdach hatte bis in die späten 1990er-Jahren in den Medien einen schweren Stand, weil es als undicht galt. Selbst heute ist dieser Vorbehalt unter Besitzern von derart gestalteten Gebäuden verbreitet. Die damals verwendeten Dichtungsmaterialien sowie deren Verarbeitung waren noch nicht in der Lage, allen Anforderungen gerecht zu werden. Dank einer Vielzahl weiterentwickelter Dicht- und Dämmmaterialien sowie Dachkonstruktionen ist dies heute kein Thema mehr. Norbert Buddendick von der Fachvereinigung Extruderschaumstoff erklärt: „Um Feuchtigkeitsprobleme aufgrund eines undichten Daches zu vermeiden und eine lange Lebensdauer seines Flachdaches zu sichern, sollte eine Umkehrdachkonstruktion gewählt werden.“

Das Fraunhofer Institut hat nachgewiesen, dass dieser Aufbau die Lebensdauer des Daches gegenüber anderen Konstruktionen verdoppelt. Der Grund: Beim Umkehrdach wird die Abdichtungsebene direkt auf die tragende Konstruktion, etwa eine Stahlbetondecke, aufgebracht, die Dämmebene liegt auf der Abdichtung. Somit schützt es die empfindliche Dachhaut vor klimatischen und physischen Schäden. Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBT) hat diese besonderen Eigenschaften bestätigt und dem Material XPS (Extruderschaum) die Zulassung für besonders feuchtebeanspruchte Flächen mit hoher Druckbelastungsfähigkeit erteilt. (djd)

  

Staatliche Förderung durch die KfW in Anspruch nehmen

Für Gründächer gibt es keine einheitlichen Förderleitlinien, jede Kommune besitzt ihren individuellen Fördermix – von direkten finanziellen Zuschüssen über Kostenersparnisse bei den Niederschlagswassergebühren bis hin zu zinsgünstigen Krediten, die bereits während der Planung eingereicht werden müssen. Die staatliche Förderbank KfW vergibt Kredite für die Gesamtenergiebilanz eines Hauses. Ein erheblicher Teil der Forderungen ist erfüllt, wenn nur die Bodenplatte und das Flachdach gedämmt sind. Damit lassen sich bis zu 45 Prozent der Energie einsparen. (djd)

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