Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.
Abmelden

Specials

Sonderveröffentlichung
ANZEIGE

Der Tod lauerte in Runde zwei: Das tragische Schicksal von Graf Berghe von Trips

Eine Aufnahme aus dem Jahr 1961. Berghe von Trips sitzt in seinem Ferrari (links), vor ihm fährt der spätere Weltmeister Phil Hill. Foto: imago

Er war der erste Deutsche, der für das Formel-1-Team von Ferrari fuhr, und nur einen Punkt vom Titel entfernt. Doch der 10. September 1961 zerstörte all seine Träume. EXPRESS erzählt die tragische Geschichte der Rennsport-Legende Wolfgang Graf Berghe von Trips aus Horrem.

Am 4. Mai 1928 wurde Kerpen so etwas wie die Hauptstadt der Formel 1. An diesem Tag kam Wolfgang Graf Berghe von Trips auf die Welt. Der Horremer sollte Ende der 1950erund Anfang der 1960er-Jahre Rennsportgeschichte schreiben. Weitere Größen wie Ralf und natürlich ganz besonders Michael Schumacher aus dem Stadtteil Manheim sollten Jahrzehnte später folgen.

Auf dem Erftlandring in Manheim drehten dabei nicht nur die Schumacher-Brüder in jungen Jahren ihre ersten schnellen Runden. Spätere Stars wie Heinz-Harald Frentzen oder Sebastian Vettel rasten dort ebenfalls mit den Karts über die Strecke.

Begonnen hat jedoch alles in Horrem, „wo der Graf nach eigenen Angaben trotz Krankheit und Krieg eine herrliche Kindheit erleben durfte“, erklärt Susanne Harke-Schmidt, Archivarin der Stadt Kerpen. Und dort kam er durch die Eltern rasch mit dem Rennsport in Berührung.

Ersten Sportwagenrennen folgte eine kurze, aber steile Karriere. Von Trips gab 1957 sein Debüt in der Formel 1 und erreichte beim Grand Prix von Argentinien den sechsten Platz. Zunächst fuhr der Horremer im Porsche, dann für Mercedes und schließlich als erster Deutscher für das italienische Ferrari-Team.

In der Saison 1961 wurde er zum Titelanwärter. Doch der 10. September ließ alle Hoffnungen platzen. Vor dem Rennen von Monza lag Berghe von Trips im Klassement ganz vorn und benötigte lediglich noch einen einzigen Punkt für den Gesamtsieg. Doch bereits in der zweiten Runde bei der Anfahrt zur Parabolica-Kurve stieß er mit Jim Clark zusammen. Sein Ferrari kam von der Strecke ab und riss 15 Menschen mit in den Tod. Berghe von Trips wurde aus dem Wagen geschleudert und brach sich das Genick – er war sofort tot. Der Unfall ging später als der „Schwarze Tag der Formel 1“ in die Geschichte ein. Es dauerte viele Jahre bis Rennsport in Deutschland wieder beliebt wurde.

Berghe von Trips war nicht nur ein großartiger Rennfahrer, sondern auch wegen seiner Art sehr beliebt. So verzichtete er beispielsweise 1957 beim Autorennen „Mille Miglia“ darauf, den vor ihm fahrenden Italiener Piero Taruffi zu überholen, was aufgrund eines technischen Problems an dessen Wagen leicht möglich gewesen wäre. Der Horremer blieb jedoch hinter ihm, weil er den Kampf als unfair ansah. 1959 bekam Trips von Bundespräsident Theodor Heuss das Silberne Lorbeerplatt verliehen, 1961 gewann er die Wahl zum Sportler des Jahres. 2008 wurde er schließlich in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen.

Sein Grab befindet sich in der Familiengruft auf dem Friedhof in Kerpen-Horrem. In der Villa der Familie Trips wurde, da er der letzte Nachkomme war, ein Rennsportmuseum eingerichtet. Doch der dafür gegründeten Stiftung ging nach und nach das Geld aus und so wurde es schließlich in diesem Jahr geschlossen.

Events aus Brühl

Albert Damaschke, Peter Stöger, Christoph Damaschke und Ulrike Kriegler (v. l.). Foto: D.S. Marketing
Albert Damaschke, Peter Stöger, Christoph Damaschke und Ulrike Kriegler (v. l.). Foto: D.S. Marketing
Albert und sein Sohn Christoph Damaschke stellen Events wie „Viva Colonia“ oder die „Kölner Hüttengaudi“ auf die Beine – auch die Sessionseröffnung am Tanzbrunnen liegt in den Händen der beiden Brühler.

Albert Damaschke gründete die Agentur D.S. Marketing GmbH vor 30 Jahren. Mittlerweile ist sein Sohn mit an Bord und kümmert sich vor allem um die großen öffentlichen Veranstaltungen, während Vater Albert die Firmenkunden betreut.

Sein erstes Event, das er vor Jahren auf die Beine stellte, war eine Tagung für ein Kölner Autolack-Unternehmen in Bonn. „Mittlerweile führen wir Firmenveranstaltungen in ganz Europa und darüber hinaus durch. Namibia, Kanada, Mexiko waren die exotischsten Veranstaltungsorte“, erzählt Albert Damaschke. Die ersten Promis, die er für eine seiner Veranstaltungen gewinnen konnte, sind heute noch echte Stars: Roberto Blanco und Heino.

Johnny Logan, die Prinzen, Boney M., Andrea Berg, Wise Guys, Les Humphries Singers, Jürgen Drews, Matze Knop, die Höhner, Kasalla oder Brings: In den 30 Jahren standen für ihn viele Stars auf der Bühne. Zu einigen hat er dabei ein ganz besonderes Verhältnis: „Jürgen Drews ist auch mit 73 Jahren noch ein Vollprofi auf der Bühne und seit fast zehn Jahren fester Bestandteil unserer ‚Kölner Hüttengaudi‘.“

Zu Peter Stöger, ehemaliger Trainer des 1. FC Köln und Schirmherrder Benefiz-Specials bei „Viva Colonia“, hat sich in den letzten Jahren ebenfalls eine enge Freundschaft entwickelt. „Seine Lebensgefährtin Ulrike Kriegler moderiert weiterhin unsere ‚Hüttengaudi‘ und wir machen jeden Winter eine gemeinsame Ski-Tour, um die neuesten Aprés-Ski-Trends in den österreichischen Alpen zu entdecken“, erzählt Albert Damaschke.

Gerne erinnert er sich an hohen Besuch aus der Formel 1. „Niko Hülkenberg machte eine Demonstrationsfahrt auf einer eigens gesperrten Hauptverkehrsstraße. Die erste Runde musste Christoph mitfahren, um Hülkenberg einzuweisen. Danach war ihm mehr als schwindelig.“

2019 stehen bei der „Kölner Hüttengaudi“ und „Viva Colonia“ erneut zahlreiche Stars auf der Bühne. Zwei Promis würde Damaschke jedoch besonders gerne mal buchen: „Andreas Gabalier und Helene Fischer – am liebsten im Duett“, sagt er schmunzelnd.

zurück zur Übersicht Express vor Ort - Rhein-Erft
Datenschutz