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Alle vier Räder mit derselben Sorte zu bestücken ist empfehlenswert. Bild: standret/stock.adobe.com

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Gerüstet für den Winter? Die Zeit rast – schon wieder einmal steht ein Reifenwechsel an.

2.10.2020

Ob sich Winter- oder besser Ganzjahrespneus eignen und was es sonst zu beachten gilt, erfahren Interessierte hier.

Wenn winterliche Straßenverhältnisse herrschen – also bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte – ist eine wintergerechte Autobereifung seit 2010 gesetzlich vorgeschrieben. Da ergibt ein Wechsel jetzt schon Sinn, bevor sich an den Wochenenden wieder Warteschlangen vor den Werkstätten bilden.

Ob ein Reifen für den Einsatz im Winter zugelassen ist, lässt sich auf ihm ablesen: „Entscheidend ist das Alpin-Symbol, also das Bergpiktogramm mit Schneeflocke auf der Reifenwand“, sagt Michael Schwämmlein vom Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV). Daneben sind bis zum 30. September 2024 auch noch Reifen mit der M+S-Kennzeichnung für den Winter zugelassen, sofern sie bis Ende 2017 produziert wurden. „Reine Winter- wie Sommerreifen sind Spezialisten für die jeweilige Jahreszeit, während der Ganzjahresreifen einen Kompromiss darstellt“, erklärt Schwämmlein. „Ein Ganzjahresreifen kommt an diese Spezialisten nicht heran, das macht sich vor allem im Sommer durch ein schlechteres Handling und einen längeren Bremsweg bemerkbar.“

Einige Modelle haben bessere Sommerfahreigenschaften, andere können im Winter punkten. Unterm Strich bleibt der Ganzjahresreifen ein Kompromiss, der für Wenigfahrer durchaus eine Lösung darstellen kann. Wer häufig in Gebieten mit winterlichen oder extremen sommerlichen Bedingungen mit dem Auto unterwegs ist, sollte nicht zum Ganzjahresmodell greifen.

Welche Pneus auch immer zum Einsatz kommen – empfehlenswert ist es, alle vier Räder mit der gleichen Sorte zu bestücken. „Nach europäischem Recht muss zumindest achsweise der gleiche Reifen gefahren werden. Wir empfehlen aber dringend, am gesamten Fahrzeug Reifen vom gleichen Fabrikat und Typ aufzuziehen“, sagt Stefan Ehl von der Prüforganisation KÜS.

Wer ins Ausland reisen will, sollte die dortigen Vorschriften kennen. So gilt etwa in Österreich für Winterreifen ein Mindestprofiltiefe von vier Millimetern, während hierzulande 1,6 gesetzlich ausreichend sind. Experten raten dennoch zu mindestens vier Millimetern. Zudem gilt in einigen Ländern eine Mitführungspflicht für Schneeketten. Auch sind in Skandinavien und einigen Alpenländern Spikereifen erlaubt. (Mit Material von dpa)