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Herbstzeit ist Fußpilz-Zeit: Betroffene müssen schnellstens reagieren

Betroffene müssen schnellstens reagieren

Erste Anzeichen für eine Ansteckung sind Juckreiz, Rötungen und Schuppen. Foto: koszivu/stock.adobe.com

Im Sommer suchten viele Menschen Abkühlung im Schwimmbad. Barfuß auf den Fliesen haben sich einige mit Fußpilz angesteckt – die Folgen sind unangenehm und langwierig.

Schwimmbäder gehören zu den Haupt-Infektionsquellen von Haut- und Nagelpilzen, da sich der Erreger ideal in der feucht-warmen Umgebung verteilt und übertragen werden kann. Pilzsporen können mehrere Wochen auf dem Boden überleben und auf diese Weise anderen Menschen anstecken. Da erste merkliche Anzeichen wie Juckreiz, Rötungen und Schuppen nicht sofort auftreten, merken die meisten Betroffenen es erst, wenn es schon zu spät ist.

Gerade im Herbst, wenn wieder warme Schuhe und kuschelige Socken getragen werden, macht sich die Infektion unangenehm bemerkbar. Die fehlende Frischluft und leichte Feuchte durch schwitzige Füße fördern das Überleben der Pilzsporen und sorgen für unliebsame Überraschungen.

Aktuellen Schätzungen zufolge leidet mindestens ein Drittel der Deutschen unter Fuß- und Nagelpilzen. Viele ignorieren die Erkrankung oder hoffen, dass sie sich von selbst wieder legt. Dabei sollten Betroffene schnell reagieren und müssen mit einer mehrmonatigen Therapie rechnen. Zusammen mit dem Haus- oder Hautarzt kann gerade die dunkle Jahreszeit zur Behandlung genutzt werden, um im Frühjahr wieder gesunde Füße zu haben. Vor allem Männer und Raucher sind von der Krankheit betroffen. Bei Letzteren erklärt sich die Verbreitung durch die häufig schlechte Durchblutung, die das Krankheitsbild begünstigt.

Ebenso können zu enge Schuhe, Socken aus Synthetik-Fasern, die die Feuchtigkeit schlechter aufnehmen als Baumwolle, oder kleine Verletzungen der Haut Gründe für die Ausdehnung der Sporen sein. Beginnend zwischen dem dritten und vierten Zeh verbreitet sich der Fußpilz schnell auf alle anderen Zehenzwischenräume und kann auch auf breiteren Hautflächen für eine juckende Schuppenbildung sorgen.

Aus einem Haut kann zudem ein Nagelpilz resultieren, da beide die gleichen Erreger haben und sich in feucht-warmer Umgebung wohlfühlen. Diese Infektion ist wesentlich komplizierter und beginnt meist unauffällig am Rand des Nagelbettes, bevor sie sich weiter ausbreitet, eine gelb-bräunliche Verfärbung auslöst und den Nagel poröser werden lässt.

Ist der Pilz noch im Anfangsstadium, können warme Fußbäder mit Apfelessig erste Abhilfe schaffen. Zusätze wie Salz und Zitrone gehen durch ihren Säuregehalt effektiv gegen den Pilz vor. Wie bei anderen Hausmitteln steht die Medizin solchen Behandlungen eher kritisch gegenüber. Wichtig ist das regelmäßige Waschen von Socken, Handtüchern und Duschmatten bei mindestens 60 Grad, um den Sporen keine Überlebenschance zu geben.

Yoga sorgt für Kräftigung

Die warme Jahreszeit neigt sich dem Ende zu und offene Sandalen weichen warmen Socken und geschlossenen Schuhen. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass die Pflege der Füße, ihrer Haut, Muskeln und Gelenke, vernachlässigt werden darf. Spezielle Yoga- und Pilatesübungen wie etwa der Zehenspitzstand, der Baum oder die Zehenhocke sorgen für eine wichtige Kräftigung der Fußgelenke, stärken die Muskulatur und steigern das Wohlbefinden. Fast jede ruhende Körperstellung (im Fachjargon Asana) beginnt mit der korrekten Ausrichtung der Beine und Füße, um anschließend die optimale Umsetzung zu gewährleisten. Ist ein Fuß einmal verdreht, wirkt sich das auf die Beinstellung, die Hüfte und den gesamten Oberkörper aus.

Krankenhaus Merheim - Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie

Pediküre mit Knabberfischen

Ein solches Fußbad ist eine kitzelige Angelegenheit. Foto: Maridav/stock.adobe.com
Ein solches Fußbad ist eine kitzelige Angelegenheit. 
Foto: Maridav/stock.adobe.com
Ein großer Trend bei der Hornhaut-Entfernung sind sogenannte Fish Spas, bei denen Garra rufa, kleine rötliche Saugbarben an den Fußsohlen und Zehen die Schwielen und verhärteten Druckstellen der Kunden vorsichtig abknabbern. Die etwas kitzelige Pediküre wird von Tierschützern und Ärzten jedoch nicht ganz unkritisch betrachtet: Als Tierquälerei bezeichnen sie die Prozedur, bei der die Fische zum Teil hungern müssen, um den nötigen Appetit für die Behandlung mitzubringen. Gerade in der Herbstzeit sollten Menschen mit ansteckenden Krankheiten von der Fisch-Wellness absehen, um die Viren und Bakterien nicht zu übertragen.

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