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Volkskrankheit Arthrose: Keine Schonung bei Schmerzen im Knie

Schon in jüngeren Jahren können Gelenke verschleißen. Foto: puhhha – stock.adobe.com

Entzündungen und Bewegungseinschränkungen – Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung. Überwiegend sind dabei die Knie betroffen.

Nach Angaben der Deutschen Arthrosehilfe e.V. leiden etwa fünf Millionen Menschen in der Bundesrepublik an der chronischen Gelenkerkrankung, bei der es zu einem übermäßigen Abbau der Knorpelsubstanz kommt. Ist das Kniegelenk betroffen, wird von einer Gonarthrose gesprochen. Verschleiß oder Verletzungen können mögliche Ursachen sein.

Neu ist, dass nicht nur Menschen in hohem Alter daran leiden, wie Dr. Wolfgang Grebe, Internist und Sportmediziner aus Frankenberg erklärt. Schon in jüngeren Jahren könnten die Gelenke verschleißen, wenn Fehl- und Überbelastungen, langes Sitzen und eintönige Bewegungen die Knorpel schädigen. Im gesunden Zustand werden aufeinander treffende Knochen von Gelenkknorpel, der zu 70 Prozent aus Kollagen besteht, umhüllt.

Er ermöglicht ein problemloses Gleiten. „Wenn diese Schicht dünner wird oder ganz aufgebraucht ist, geht die Pufferfunktion verloren und Entzündungen, Schmerzen und später Abnutzung und Arthrose entstehen“, so der Experte. Zwar lässt sich dieser Prozess nicht rückgängig machen, doch kann der weitere Verlauf beeinflusst werden. Dr. Grebe: „Körperliche Aktivitäten sind für Arthrose-Patienten unabdingbar. Denn nur durch Bewegung und Druck kann der Knorpel mit wichtigen Nährstoffen aus der Gelenkflüssigkeit versorgt werden. Sich zu schonen, ist also genau das Falsche. Der Facharzt rät zu sanften Sportarten wie Schwimmen, Yoga oder Nordic-Walking. Zudem würden Krafttraining, Physiotherapie und Krankengymnastik gezielt den Muskelaufbau fördern, sodass die Gelenke weniger Last tragen müssen.

So wird versucht den Schmerzen und fortschreitendem Verschleiß entgegenzuwirken. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, scheint ein operativer Eingriff oder in einigen Fällen sogar ein künstliches Kniegelenk unumgänglich. Doch Experten kennen Alternativen. Mit orthopädischen Hilfsmitteln können chirurgische Eingriffe über längere Zeit hinausgezögert und die Einnahme von Schmerzmitteln reduziert werden. (djd)

Gesundes Essen für die Gelenke

Viele Inhaltsstoffe tierischer Produkte können Entzündungen auslösen, verschlimmern oder die Neigung dazu vergrößern. Schuld daran ist vor allem Arachidonsäure, die konzentriert in Schweineschmalz Kalbsleber und Eigelb vorkommt. Eine Ernährung, die weitgehend auf tierische Fette verzichtet, ist gut für die Gelenke. Dafür sollte sie reich an Omega-3-Fettsäuren sein, da diese anti-entzündliche Eigenschaften besitzen. Sie sind in Chiasamen, Leinöl und in vielen Fischsorten enthalten.

Krankenhaus Merheim - Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie
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