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Godorfs Gigant:

Die Tanks und Schornsteine der Raffinerie prägen das Landschaftsbild Godorfs. Foto: Shell

Im Kölner Süden steht Deutschlands größte Raffinerie. Pro Jahr werden dort 17 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet.

Die Rheinland Raffinerie ist weithin sichtbar. Die Schornsteine im Kölner Stadtteil Godorf sind selbst aus weiter Ferne noch gut zu erkennen. Die Anlagen des etwa fünf Kilometer weiter südlich gelegenen Wesselinger Werksteils sind seit mehr als 80 Jahren nicht mehr aus der 35000-Einwohner-Gemeinde wegzudenken. Zusammen mit den Werken von Evonik oder der Lyondellbasell prägt die Raffinerie das Landschaftsbild des Kölner Südens.

Mit rund 17 Millionen Tonnen jährlichem Rohöldurchsatz ist die Rheinland Raffinerie die größte ihrer Art in Deutschland. Zum Vergleich: Die zwei größten europäischen Raffinerien am Rotterdamer Hafen sind mit Kapazitäten von jeweils etwas unter 20 Millionen Jahrestonnen nur wenig größer. Jedes neunte Auto, das in Deutschland tankt, erhält Kraftstoffe aus der Rheinland Raffinerie. Rund 15 Prozent des auf deutschen Flughäfen getankten Kerosins, stammen aus Godorf und Wesseling. Elf Prozent des verbrauchten Diesels kommen ebenfalls von dort.

Doch auf dem riesigen Werksgelände entsteht mehr als nur Kraftstoffe: Bei einzelnen Vorprodukten der Petrochemie erzeugt die Rheinland Raffinerie bis zu 80 Prozent des gesamten deutschen Verbrauchs. In Godorf und Wesseling produziert Shell die Materialien und Stoffe, auf denen die Produkte zahlreicher Unternehmen in Köln und vielen anderen Orten entlang des Rheins basieren.

3000 Menschen arbeiten dort

Insgesamt arbeiten 3000 Menschen in den beiden Werken. 80 Menschen sind für die Qualitätskontrolle zuständig, 45 von ihnen sind im werkseigenen, 900 Quadratmeter großen Labor in Godorf beschäftigt. Die übrigen 35 betreuen die Qualitäts-Messinstrumente in den Produktionseinheiten. Allein im Labor führen die Mitarbeiter bis zu 300.000 Tests im Jahr durch. Rund 200 Analysegeräte stehen ihnen zur Verfügung. Neben dem Labor gibt es in der Rheinland Raffinerie zwölf Messwarten – fünf in Köln-Godorf, sieben in Wesseling. Auf den Bildschirmen verfolgen die Mitarbeiter dort die Vorgänge in den Prozessanlagen, die als Grafik dargestellt sind. Bereits in der Herstellung werden erste Qualitätsmessungen vorgenommen. Weit über 800 Kontrollinstrumente sind in den Anlagen verbaut – sie überprüfen beispielsweise Emissions- und Schwefelwerte.

800 Instrumente sind in den Anlagen verbaut

Um die Anlagen in einem sichern Zustand zu halten, werden regelmäßig sogenannte Stillstände durchgeführt. Sie dienen der Inspektion, Kontrolle sowie gegebenenfalls der Instandsetzung und Wartung. Diese werden so weit demontiert, dass alle relevanten Bauteile für die Kontrolleure gut und sicher zugänglich sind. Während des Stillstands arbeiten schon mal 2500 Menschen zusätzlich in den beiden Werken.

Trotz der zahlreichen Sicherheitsvorkehrungen kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Störungen im Prozessablauf oder Lecks. Besonders heftig war es 2012. Damals traten rund eine Millionen Liter Kerosin aus und versickerten im Erdreich. Daher lässt die Rheinland Raffinerie seit Oktober 2013 tausende Rohrleitungen untersuchen und bei Bedarf sanieren. Das Projekt soll noch Ende dieses Jahres abgeschlossen werden.

Sommer im Glas

So gelingt jeder Cocktail

Nahezu jeder Cocktail hat sein eigenes Glas. Foto: djd/BSI/thx
Nahezu jeder Cocktail hat sein eigenes Glas. Foto: djd/BSI/thx
Prost Sonne! Anstatt des klassischen Feierabendbierchens darf es bei vielen auch gerne mal ein Cocktail sein. Die Variationen reichen von fruchtig leicht über cremig bis zu kräftig. EXPRESS verrät, was Hobbymixer benötigen.

Für einen Cocktail ist zwar mehr notwendig als für den Genuss einer Flasche Bier, für den Einstieg ist jedoch nur wenig Barzubehör nötig. Ratsam für alle Hobby-Mmixer ist in jeden Fall ein sogenannter Boston-Shaker, in dem die verschiedenen Flüssigkeiten geschüttelt werden. Zudem ist ein Barsieb ratsam. Dieses hält beim Ausgießen des gemixten Cocktails ins Glas die verwendeten Eiswürfel und Fruchtstückchen zurück. Ein kleiner Messbecher – Jigger genannt – ist ebenfalls sehr praktisch. Alternativ kann ein Schnapsglas mit Eichstrich verwendet werden.

Zum Servieren eignen sich je nach Cocktail verschiedene Gläser: Beliebt sind die sogenannten Tumbler mit besonders dickem Boden. In ihnen werden unter anderem Gin Sour, Negroni oder Gin Basil Smash gereicht. Ein Fancyglas ist deutlich höher und hat einen leicht bauchig geschwungenen Kelch, einen Stil und einen breiten Fuß. Sie werden oftmals mit Schirmchen, Fruchtspieß und Strohhalm verziert. Viele Fruchtdrinks werden in diesen Gläsern serviert. Die Cocktailschale hat einen langen Stil, der sich nach oben deutlich weitet. Hochprozentige Drinks oder Mischungen mit Sekt, Champagner oder Martini finden mit ihr ein passendes Outfit. Durch die Wiederentdeckung des Gins in den verschiedensten Mix-Variationen sind Becher aus Kupfer seit Längerem schwer angesagt. Moscow Mule oder Munich Mule schmecken in ihnen besonders gut – zudem halten sie das Getränk lange kühl.

Wichtiger als die Gerätschaften ist jedoch die Qualität der Spirituosen, Sirups und Fruchtsäfte. Schon mit einer kleinen, dafür hochwertigen Auswahl zum Beispiel von Rum, Wodka, Gin und Tequila lassen sich unzählige Cocktails selbst mixen. Zu den Cocktail-Favoriten, die immer „in“ sind, zählt etwa der Cosmopolitan. Dazu 4 Centiliter (cl) Wodka, 1,5 cl Triple Sec (Orangenlikör), 1,5 cl Limettensaft und 3 cl Cranberrysaft im Cocktail-Shaker mit Eis schütteln und ohne Eis – unter Barkeepern heißt das „straight up“ – in ein gekühltes Cocktailglas abgießen.

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