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Ein Kleinod der besonderen Art: Die Windmühle in Bedburg-Grottenherten steht unter Denkmalschutz. Um ihren Verfall zu verhindern, engagiert sich ein eigens dafür gegründeter Förderverein.

Das sehenswerte Gebäude wurde im Jahr 1831 errichtet. Foto: privat

Der Rhein-Erft-Kreis ist für seine zahlreichen historischen Gebäude bekannt. Jedes Jahr werden sie von vielen Besuchern besichtigt. Ein ganz besonderes Kleinod können Touristen im nördlichen Erftkreis in Bedburg-Grottenherten bewundern.

Michael Schröder und Heinz-Willi Bickendorfengagieren sich für den Erhalt desWahrzeichens. Foto: privat
Michael Schröder und Heinz-Willi Bickendorfengagieren sich für den Erhalt desWahrzeichens. Foto: privat
Die dortige Getreidemühle des Typs Wallholländer liegt inmitten von Ackerflächen der Jülicher Börde, wurde 1831 erbaut und ist heute noch in einem funktionstüchtigen Zustand. Bis zum Jahr 1964 hat Müller Josef Bickendorf die Mühle hauptberuflich betrieben. Heute sorgt der 24 Jahre alte „Förderverein zur Erhaltung der Grottenhertener Windmühle e. V.“ für den Erhalt des fast 190 Jahre alten denkmalgeschützten Gebäudes. „Wir möchten unsere historische Mühle möglichst vielen Menschen näherbringen“, betont der Vereinsvorsitzende Michael Schröder, ehe sein Stellvertreter Heinz-Willi Bickendorf ergänzt: „Seit Bestehen unseres Fördervereins arbeiten wir daran, die Substanz der Mühle und ihre Funktionsfähigkeit zu erhalten.“

Und dort hat der Verein mit seinen 65 Mitgliedern in den letzten Jahren einiges geleistet. Mit der aufwendigen Sanierung des Mauer- und der Erneuerung des Krühwerkes fing die Arbeit des Fördervereins an. Kostenpunkt: mehr als 100 000 Euro. Im Inneren des 25 Meter hohen Gebäudes wurden zudem der Boden ausgebessert und der Mahlgang instandgesetzt. Dazu kam vor zwei Jahren das größte Projekt, das der Verein bisher realisiert hat. „Damals hat unsere Mühle neue Flügel und ein neues Schindeldach bekommen“, sagt Heinz-Willi Bickendorf, der der Sohn des letzten Müllers Josef Bickendorf ist. „Das hat ebenfalls mehr als 100 000 Euro gekostet. Weitere 40000 Euro wurden dann noch für eine neue Flügelwelle fällig.“

In die Sanierung wurde schon eine sechsstellige Summe investiert

Ohne die finanzielle Unterstützung zahlreicher Institutionen und Sponsoren hätten diese Arbeiten allerdings nicht realisiert werden können. „Die Kulturstiftung der Kreissparkasse und die NRW-Stiftung des Landes sind zwei unserer größten Partner“, sagt Schröder. Zudem sind finanzielle Förderungen zum Erhalt der Windmühlen von der Bezirksregierung, von der Stadt Bedburg und vom Stromversorger RWE gekommen. Schröder: „Die Arbeit in einer solch alten Mühle endet niemals, irgendetwas gibt es immer zu tun. Substanzerhaltende Maßnahmen fallen an der historischen Windmühle aber erst mal nicht mehr an.“ Viele kleinere Baustellen gäbe es dennoch. Die Abdichtung der Gewölbe unter dem Mühlenberg soll beispielsweise möglichst rasch abgeschlossen werden. Schröder: „Der sichere Betrieb der Mühle ist gewährleistet.“

Im Inneren des Bauwerks finden in regelmäßigen Abständen Restaurationsarbeiten statt, damit Touristen jederzeit empfangen werden können. Foto: privat
Im Inneren des Bauwerks finden in regelmäßigen Abständen Restaurationsarbeiten statt, damit Touristen jederzeit empfangen werden können. Foto: privat
Und genau das ist dem Förderverein besonders wichtig, da die Mühle das gesamte Jahr über möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden soll. „Deshalb nehmen wir am Mühlentag teil, der immer am Pfingstmontag stattfindet“, sagt Schröder, der darauf hinweist, dass das historische Bauwerk nach Terminabsprache besichtigt werden kann. Außerdem ist die Mühle an jedem ersten Samstag im Monat von 10 bis 13 Uhr geöffnet. „Während dieser Zeit sind immer Mitglieder des Vorstands vor Ort, die die Besucher durch unser ganz besonderes Kleinod führen.“

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