Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.
Anzeigen

Kämpfen, spielen, schlafen: Für Marder sind Autos häufig ein Ort zum Verweilen. Bild:Andreas Böhm/stock.adobe.com

ANZEIGE

Gummi als Leibspeise Zerbissene Schläuche, zerfetzte Manschetten: Marder treiben oft Schindluder in Motorräumen. Aber warum tun sie das? Und was hilft gegen die tierische Zerstörungswut?

4.09.2020

Boxring Auto: Marder können sich imZuge eines Revierkampfes unter anderem an Teilen im Motorraum oder welchen aus Gummi verbeißen, wenn sie einen revierfremden Artgenossenwittern.

Die Tiere nutzen diese Bereiche des Fahrzeugs zuweilen als Unterschlupf oder verstecken dort Futter. Auch Jungtiere können den Motorraum eines Pkw als Spielplatz okkupieren und sich auf diese Weise dort zubeißend vergnügen, informiert der Auto Club Europa (ACE).

Nicht immer kann morgens vor dem Losfahren gleich erkannt werden, ob Marder aktiv waren. Aber es gibt Hinweise, deren Entdeckung teure Folgeschäden verhindern können. Wenn etwa Zündkabel und andere Kunststoffschläuche betroffen sind, kann sich das durch folgende Indizien äußern: Der Motor ruckelt unvermittelt, stellt weniger Leistung parat, startet schlecht oder überhaupt nicht. Zudem können Warnleuchten im Cockpit aufblinken. Wer so etwas feststellt, sollte nicht mehr weiterfahren. Ansonsten drohen unter anderem Schäden am Katalysator.

Das Fahrzeug kann außerdem sichtbar Flüssigkeiten oder Fett verlieren. Weitere Warnsignale können ebenfalls Fellhaare oder Tatzenspuren sowie Reste von zerbissenem Material am oder unter dem Wagen sein. Spätestens dann sollten Autofahrer vor dem Start besser einen Blick unter die Motorhaube werfen.

Ummantelungen für die Kabel als Nachrüstung in der Werkstatt können helfen, schützen aber keine Manschetten oder Dämmmaterialien. Schon ab Werk oder im Zubehör lassen sich mittlerweile für einige Autos Abschottungen für den Motorraum bestellen, um Marder erst gar nicht dorthin gelangen zu lassen.

Das funktioniere oft mit Bürstenvorhängen oder Abschottungen aus Blech, so der ACE. Eine Motorwäsche entfernt den Geruch eines bereits aktiven Marders, um keine Kontrahenten anzuziehen. Zudem gibt es Schutzsysteme, die kurze, nicht tödliche Stromschläge verteilen, wenn die Probleme anhalten.

So etwas sollten aber nur Fachleute einbauen, um Mensch und Tier nicht durch Fehlfunktionen zu gefährden. Falls die Tiere schon gewütet haben: Nur Teil- und Vollkasko kommen für Marderschäden auf. Dabei gilt es zu prüfen, ob nur direkte oder ebenso Folgeschäden abgedeckt sind. (mit Material von dpa)
  

E-Auto darf nicht an jede Steckdose

Autos laden besser an einer Starkstrom-Wallbox. Bild: Petair/stock.adobe.com
Autos laden besser an einer Starkstrom-Wallbox. Bild: Petair/stock.adobe.com

Elektroautos lassen sich zwar auch an normalen Steckdosen aufladen. Diese sollten dann aber unbedingt auf 3,6 kW und 16 Ampere abgesichert sein, erinnert die Zeitschrift „auto motor sport” (Ausgabe 19/20). Wer nicht weiß, wie die heimischen Steckdosen genau beschaffen sind, fragt einen Elektriker. Außerdem muss das Ladekabel direkt in die Steckdose und darf wegen der hohen Belastung nicht etwa an einem Verlängerungskabel hängen.

Besonders schnell ist der Ladevorgang an einer regulären 230-Volt-Steckdose aber nicht. Mit maximal 3,6 kW sind fast 20 Stunden nötig, um den großen Akku eines sportlichen Elektro-SUVs zu füllen, nennt die Zeitschrift ein Beispiel.

Besser eignen sich Wallboxen. Die seien ab etwa 600 bis 1000 Euro plus Montage verfügbar. Als guten Mix aus Geschwindigkeit und Kosten nennt die Zeitschrift Boxen mit 11 bis 22 kW Ladeleistung, die an 400 Volt Starkstromhängen. (mit Material von dpa)