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Frostschutz ist nicht nur in der Scheibenwaschanlage wichtig. Bild: Topic/stock.adobe.com

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Gut durch die Kälte kommen Ein modernes und gut gewartetes Auto macht selbst in der kältestes Jahreszeit kaum Probleme. Ein paar Handgriffe sollten vorab getan werden, um dem Winter zu trotzen.

6.11.2020

Die Gummidichtungen etwa an Türen und Kofferraum werden mit geeignetem Gummipfleger oder Silikonöl vor dem Einfrieren geschützt. Von Hirschtalg oder Vaseline rät der ADAC ab. Damit Türschlösser nicht einfrieren, werden sie mit einem Universalspray oder einem anderen Öl behandelt, das jedoch nicht harzen darf. Sicherheitshalber ist ein Türschlossenteiser griffbereit. Der sollte in der Jackentasche und nicht im Auto verstaut werden – denn dort ist er bei zugefrorenen Türen natürlich überhaupt nicht hilfreich.

Wie steht es um die Batterie? Gab es in letzter Zeit bereits einmal Probleme beim Start? Dann sollte sie in der Werkstatt überprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden. Defekte Batterien sind gerade im Winter die Hauptursache für Pannen – vor allem, wenn sie bereits einige Jahre auf dem Buckel haben. Bei einem Rundgang kann kontrolliert werden, ob alle Lampen funktionieren. Damit das Kühlwasser im Winter nicht einfriert, ist Frostschutz nötig. Ein Frostschutzprüfer, den es schon für wenige Euro etwa in Baumärkten gibt, misst den Frostschutzgehalt im System. Fehlt etwas, muss gemäß der Umrechnungstabelle auf dem Kanister nachgefüllt werden. Ein Beispiel: Ein 55-prozentiger Anteil bietet eine Frostsicherheit bis minus 45 Grad. DasMittel selbstmuss die gleiche Farbe aufweisen wie das bereits im Kühler vorhandene (blau, rot oder grün) und darf nicht gemischt werden.

Im Winter bleibt kein Auto lange sauber. Viele Autofahrer sparen sich deshalb die Kosten für die Waschstraße. Das ist aber ein Fehler. Denn insbesondere das Streusalz setzt dem Lack stark zu. Gerade im Winter ist es deshalb wichtig, das Auto regelmäßig zu reinigen. Bei Bedarf ist eine Pflege mit Politur und Wachs angeraten.


Fehlender Frostschutz kann ein Bußgeld nach sich ziehen


Für das Scheibenwischwasser ist ein geeigneter Winterreiniger notwendig. Er schützt das System aus Pumpe, Spritzdüse und Wischwasser vor dem Einfrieren. Das Mittel sollte bis etwa minus 20 Grad wirken. Nach dem Auffüllen ist die Waschanlage mehrfach zu betätigen, damit das Mittel auch in die Schläuche und zu den Düsen gebracht wird. Bei eingefrorenem Wischwasser kann ein Bußgeld von 20 Euro fällig werden.

Übrigens, wer keine Lust oder keine Zeit hat: Viele Werkstätten bieten Winterchecks kombiniert mit Pflegemaßnahmen an. (mit Material von dpa)
  

Den Reifen kräftig Druck machen

Schon 0,2 Bar mehr können den Grip verbessern. Bild: Chalabala/stock.adobe.com
Schon 0,2 Bar mehr können den Grip verbessern. Bild: Chalabala/stock.adobe.com

Eis und Schnee sind erst noch im Anmarsch, doch Winterreifen sind schon jetzt die beste Wahl – und später lohnt es sich, etwas mehr Druck zumachen.

Denn wer auf verschneiten oder eisigen Straßen fährt, sollte den Luftdruck der Reifen stets um 0,2 Bar gegenüber den Herstellerangaben erhöhen. Das öffne das Lamellenprofil, erläutert der Automobilclub von Deutschland (AvD). So greifen die Winterpneus besser, das Auto bleibt sicherer in der Spur, Brems- und Lenkverhalten können sich ebenfalls verbessern. Ist es überwiegend trocken oder nass, sollte sich dagegen genau an die Herstellerangaben zum Reifendruck gehalten werden.

Rein rechtlich sind Winterreifen in Deutschland nur auf winterlichen Straßen erforderlich, weil hierzulande eine sogenannte situative Winterreifenpflicht gilt. Aber schon bei bloßer Kälte spielen die weicheren Winterpneus ihre Vorteile gegenüber den Sommerreifen aus.