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Häuser richtig vor Unwettern sichern:

Gewitter kann an Gebäuden erhebliche Schäden anrichten. Foto: Dream-Emotion adobstock
Gewitter kann an Gebäuden erhebliche Schäden anrichten. 
Foto: Dream-Emotion adobstock
Im einen Moment scheint noch die Sonne, im nächsten geht gefühlt die Welt unter. Deutschland wird derzeit von schweren Unwettern heimgesucht – zum Teil mit großen Schäden.Doch Hausbesitzer können ihr Eigenheim schützen.

Die heißen, sommerlichen Temperaturen sorgen nicht nur für Freibadkonditionen. Die Hitze bringt auch schwere Unwetter mit sich. Auf Sonne folgen Gewitter, Hagel, Sturm und Starkregen. Was für Natur und Menschen eine kleine Abkühlung bedeutet, kann für Gebäude zur echten Bedrohung werden. Keller laufen voll, Dächer und Gärten werden beschädigt. Doch was können Hausbesitzer tun, um ihr Hab und Gut vor den Wetterextremen zu schützen?

Prävention ist unerlässlich. Vor allem ältere Bauwerke müssen regelmäßig auf potenzielle Schwachstellen kontrolliert werden. Undichte Fenster oder Lichtschächte im Keller, lose Dachziegel – all das kann gefährlich werden. Eine Überflutung in Küche, Keller oder Badezimmer kann durch so genannte Rückstauklappen verhindert werden.

Bei Starkregen stößt die Kanalisation schnell an ihre Kapazitätsgrenzen. Innerhalb kürzester Zeit laufen die Rohre voll, die Wassermassen drücken durch die Abflüsse in die Häuser. Rückstauklappen verriegeln bei steigendem Wasserdruck die Rohre und verhindern, dass sich Räume schnell in ein Schwimmbad verwandeln. Wichtig ist, dass diese müssen regelmäßig auf ihre volle Funktionsfähigkeit überprüft werden. Alternativ wird bei Neubauten eine sogenannte „weiße Wanne“ verbaut. Dabei handelt es sich um eine wasserundurchlässige Stahlbetonkonstruktion, die die Nässe von außen abhält.

Blitzableiter alleine reichen als Schutz vor Einschlägen nicht aus

Neben starker Regenfälle können ebenso Gewitter eine Gefahr darstellen. Zwar liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Haus von einem Blitz getroffen wird, bei 1:6 Millionen, trotzdem sollten sich Hausbesitzer nicht nur auf das Glück verlassen, sondern lieber präventiv vorsorgen. Kommt es zur Katastrophe und der Blitz schlägt ein, kann das Haus schnell in Flammen aufgehen.

Übrigens: Schon ein Blitzeinschlag in der Nachbarschaft kann die Elektrik im Umkreis von bis zu zwei Kilometern Entfernung außer Betrieb setzen. Damit dieser Fall nicht eintrifft, beugen viele Haushalte mit einem Blitzableiter vor. Dieser bietet in der heutigen Zeit allerdings nur einseitigen Schutz. Der Blitz wird abgeleitet, Dachstuhlbrände werden so verhindert, Überspannungsschäden dagegen nicht.

Dafür werden Überspannungsschutzgeräte, kurz SPD (Surge Protectiv Device) genannt, im Verteilerkasten eingesetzt. Auf der sicheren Seite sind Hausbesitzer mit der Installation eines kompletten Blitzschutzsystems – eine abgestimmte Anordnung für den äußeren und inneren Blitz- sowie Überspannungsschutz. Die Anschaffung wird speziell bei hochwertigen und alleinstehenden Immobilien sowie Gebäuden im Gebirgeempfohlen.

  

Diese Versicherungen zahlen bei Schäden

Ein Gewitter kann erhebliche Schäden anrichten. Damit Hausbesitzer am Ende nicht auf den Kosten sitzenbleiben, sind spezielle Versicherungen Pflicht. Eine Wohngebäudeversicherung deckt elementare Grundgefahren wie Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel ab. Eine Elementarschaden-Zusatzversicherung haftet zudem vor Schäden, die in einer herkömmlichen Wohngebäudeversicherung nicht abgedeckt sind. Dazu zählen etwa Überschwemmung, Lawinen, Erdbeben und Erdsenkung.
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