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Alte Schätzchen müssen runter:

An der DOT-Nummer kann die Produktionswoche des Reifens abgelesen werden – hier Woche 48/2014. Foto: Auto-Medienportal.net/Dekra

Obwohl der Gesetzgeber für Autoreifen kein Maximalalter festgelegt hat, geht das Leben eines Reifens nach einigen Jahren unweigerlich zu Ende.

Das Material beginnt auszuhärten, wird spröde und rissig. Die Gefahr, dass sich die Lauffläche ablösen kann, steigt. Das Ausfallrisiko nimmt ab einem Alter von sechs Jahren deutlich zu, wie Studien der Dekra-Unfallanalyse zeigen. Und fällt der Reifen aus, droht unter Umständen ein Unfall mit schweren Folgen.

Von diesem Problem besonders betroffen sind alle Fahrzeuge mit geringer Jahresfahrleistung, wie etwa Wohnmobile, Wohnwagen, Anhänger, Motorräder, Cabrios und wenig gefahrene Pkw. Nicht umsonst schreibt der Gesetzgeber beispielsweise bei Anhängern mit einer Zulassung bis 100 km/h ein Reifen-Höchstalter von sechs Jahren vor. Denn bei geringer Fahrleistung haben überalterte Reifen oftmals noch deutlich mehr Profil als das gesetzlich geforderte Minimum von 1,6 Millimetern.

Neben dem Profil ist das Alter der Reifen entscheidend

Eine erhöhte Gefahr besteht immer dann, wenn mehrere Risikofaktoren zusammentreffen, die die Pneus stark beanspruchen: lange Autobahnfahrten, hohe Beladung oder auch starke Hitze. Vergisst der Fahrer zusätzlich, vor solchen Einsätzen den Reifendruck an die erhöhten Belastungen anzupassen, kann es kritisch werden, warnt die Dekra. Gerade vor langen Fahrten ist deshalb ein gründlicher Reifencheck aus Sicht von Experten ein Muss.

Wie viele Jahre ein Reifen auf dem Buckel hat, können Autofahrer an der DOT-Nummer an der Reifenflanke ablesen. Die Ziffer 1011 etwa bedeutet, dass der Reifen in der zehnten Kalenderwoche des Jahres 2011 produziert wurde. In diesem Beispiel wäre der Pneu somit acht Jahre alt und sollte umgehend von einen Fachmann überprüft werden.

Werden – unabhängig vom Alter – Risse, Einstiche, Beulen oder ein einseitig abgefahrenes Profil festgestellt, ist ebenfalls eine Werkstatt zurrate zu ziehen, die dem Problem auf den Grund geht. Ebenso wichtig ist die Kontrolle des Reifenfülldrucks etwa alle zwei Wochen an kalten Reifen. Viele durch Reifendefekte verursachte Unfälle gehen letztlich auf das Konto von zu geringem Reifendruck.

Übrigens: Um Ostern herum ist die beste Zeit, auf Sommerreifen zu wechseln. Wer sich bereits jetzt über geeignete Modelle informiert und einen Werkstatt-Termin vereinbart, spart sich Wartezeiten.

Auto Thomas GmbH
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