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Kleiner Stein, große Wirkung:

Zack – schon ist es passiert: Ein Steinschlag kommt immer plötzlich und sollte sehr bald repariert werden. Foto: yaroslav1986/ stock.adobe.com

Warum die Mini-Krater auf der Windschutzscheibe so schnell wie möglich repariert werden sollten.

Wird er von einem vorausfahrenden Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit aufgewirbelt, kann schon ein kleiner Stein schwere Folgen für die eigene Frontscheibe haben. Meist sorgt der Steinschlag nur für einen kleinen Kratzer, doch dieser sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Denn im ungünstigen Fall wird aus dem kleinen Loch ein Riss in der Scheibe, der sich zunehmend vergrößern und schließlich sogar wie ein Ast verzweigen kann. Daher ist ratsam, jeden Schaden an der Windschutzscheibe so schnell wie möglich von einem Autoglas-Fachbetrieb oder durch eine Kfz-Werkstatt kontrollieren zu lassen. Jedes Jahr sind deutsche Autofahrer mehr als zwei Millionen Mal von Steinschlag betroffen, wie der TÜV Süd ermittelt hat.

Wenn nur die äußere Schicht des Verbundglases in Mitleidenschaft gezogen ist, die Aufprallstelle des Steines nicht im Sichtfeld des Fahrers liegt und kleiner als fünf Millimeter ist, kann und darf die Scheibe repariert werden. Befindet sich die Einschlagstelle des Steins allerdings direkt in Augenhöhe des Fahrers und ist größer als etwa ein Daumennagel, führt kein Weg an einer neuen Scheibe vorbei.

Eine Frontscheibe gilt als tragendes Fahrzeugteil

Andernfalls kann ein Fachbetrieb die beschädigte Frontscheibe mittels Kunstharz wieder instand setzen. Keinesfalls sollte jedoch mit einem Reparaturkit selber versucht werden, die defekte Scheibe zu reparieren. Denn die Frontscheibe gehört zur Sicherheitsarchitektur moderner Autos.

Sie gilt daher als tragendes Fahrzeugteil und sorgt bei einem Unfall mit für den Insassenschutz, wie der TÜV Süd betont. Deshalb darf die Frontscheibe auch nur von Werkstätten repariert werden, die über das dafür nötige Werkzeug, Material und Fachwissen verfügen.

Sofortmaßnahmen nach einem Steinschlag sind hingegen sinnvoll. So sollte der kleine Krater mit transparentem Klebefilm versiegelt werden, um das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit in die Scheibe zu verhindern. Für diesen Zweck sind zudem spezielle Scheibenpflaster erhältlich. Beide Möglichkeiten sollten jedoch eindeutig nur als Provisorium bis zum kurzfristigen Besuch einer Fachwerkstatt dienen.

Glasbruchschäden sind durch eine Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung abgedeckt. Sie werden unabhängig von ihrer Ursache und Entstehung ersetzt. Um die Versicherung in Anspruch zu nehmen, muss die Scheibe auch nicht zerbrochen sein. Beschädigungen in der Glasschicht durch Steinschlag oder Risse reichen, nicht jedoch bloße Kratzer. Oft genügt den Versicherungsgesellschaften ein Foto als Beweis. (Mit Material von ampnet/jri)

Auto Thomas GmbH
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