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Ein Heim für Hopfen und Malz:

Zwerge mit Bierkästen und andere Raritäten finden sich im Keller von Karl-Heinz Kranenfeld. Fotos: Clemens
Zwerge mit Bierkästen und andere Raritäten finden sich im Keller von Karl-Heinz Kranenfeld. Fotos: Clemens
Willkommen im Kneipenmuseum von Karl-Heinz Kranenfeld. Der pensionierte Schlosser hat jedoch weit mehr im Sinn als Gerstensaft: Er ist ein Lebensretter.

Karl-Heinz Kranenfeld hat im Laufe der Zeit seine Kellerräume in Pulheim- Brauweiler in ein regelrechtes Museum verwandelt. Wie die Jungfrau zum Kind ist der pensionierte Schlosser dazu gekommen, Accessoires rund um Kölner Brauereien zu sammeln. „Es hat ganz klein mit ein paar Biergläsern begonnen“, erzählt Sammler Kranenfeld in seinem Keller. Wie viele Gläser er mittlerweile hat, weiß er gar nicht genau. „Ich denke, so 800 dürften zusammen gekommen sein.“

Doch damit nicht genug: Unzählige Flaschenöffner, Aschenbecher, Zapfhahnschilder, Fassböden an den Wänden, Kronenkorken und auch Lkw-Modelle der Brauereien hat er zusammengetragen. Ein Thermometer einer Kölsch-Marke zeigt die genaue Temperatur an. „Anfangs habe ich auch getauscht, das ist aber ein wenig zum Erliegen gekommen“, sagt er. Gerne würde er sich mit anderen Freunden seines Hobbys kurzschließen, um Dinge auszutauschen.

Kranenfeld erinnert sich noch gut an einen Besuch in einer Kneipe in Stommelerbusch. Der Wirt habe ihm damals drei Fenster mit Bleiverglasung versprochen und später dann auch Wort gehalten. Auch diese Fenster – eines mit der Aufschrift „Garde Kölsch – Allererste Wahl“ – zieren seinen Keller. Über ein regelrechtes „Kleinod“ freut er sich bei jedem Betrachten: „Ich habe ein Eingangsschild von der alten Ganser-Brauerei in Leverkusen.“

Mittlerweile denkt Karl-Heinz Kranenfeld schon einmal darüber nach, was denn in fernerer Zukunft einmal mit seiner so liebevoll zusammen getragenen Sammlung passieren wird. „Es wäre schön, wenn sich ein Liebhaber all dieser Schätze findet, dem ich dann die Sammlung vermachen könnte.“

Helga und Karl Heinz inmitten ihrer im Raritäten im Keller.
Helga und Karl Heinz inmitten ihrer im Raritäten im Keller.
Von Garde über Gilden sind Früh nahezu sämtliche Kölsch-Marken versammelt.
Von Garde über Gilden sind Früh nahezu sämtliche Kölsch-Marken versammelt.
Es wäre schön, wenn sich ein Liebhaber all dieser Schätze findet

Doch nicht nur der Gerstensondern auch der Lebenssaft hat es ihm angetan: Seit Jahrzehnten spendet der Sammler bis zu sechs Mal im Jahr Blut. Vom Deutschen Roten Kreuz wurde er erst im Dezember 2017 geehrt: für 175 Spenden. Und mittlerweile sind noch weitere dazu gekommen. „Das erste Mal gespendet habe ich vor über 43 Jahren.“ Die Mitarbeiter des DRK hatten bei der Feierstunde ausdrücklich betont, keinen zweiten Spender mit einer ähnlich beeindruckenden Leistung zu kennen. Es ist ein wichtiger Teil seines und des Lebens seiner Frau geworden, die beide Mitglied im DRK sind. „Es ist vorgekommen, dass wir wegen einer Spende sogar schon einmal den Urlaub verschoben haben.“

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