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Ein Sprung ins kühle Nass lohnte sich bei diesen Temperaturen. Foto: Matthias Heinekamp

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Heiß wie noch nie

18.12.2019

In diesem Sommer passierte Historisches: Zum ersten Mal seit der Wetteraufzeichnung wurde in der Domstadt die 40-Grad-Marke geknackt.

Das ist absoluter Rekord! Am 25. Juli kletterte das Quecksilber im Thermometer auf Kölner Territorium erstmals über die 40-Grad-Marke. Inder Stammheimer Messstation wurden sogar 41,1 °C gemessen, womit die alte Bestmarke von 38,8 °C aus dem Jahr 2003 nun regelrecht pulverisiert wurde.

Wäre es an diesem Tag im Bundesgebiet nicht anderswo noch heißer gewesen, würde Köln nun sogar den Deutschland- Rekord halten. Immerhin stand dieser bis zu diesem Tag „nur“ bei 40,5 °C. Doch so darf sich nun die im Emsland liegende 54 000-Einwohner-Stadt Lingen über die Höchstmarke von 42,6 °C „freuen“.
  

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Viele Deutsche kamen mit der Hitze nicht gut zurecht. Kreislaufprobleme waren oftmals die Folge, vor allem dann, wenn die Leute sich zu lange in der Sonne aufhielten oder zu wenig Flüssigkeiten zu sich nahmen. Dabei können andere Europäer über Höchstwerte knapp jenseits der 40-Grad-Marke nur müde lächeln. Immerhin sind diese Temperaturen für zahlreiche Menschen in Griechenland (Höchstwert: 48,0 °C), Portugal (47,4 °C), Spanien (47,2 °C), Italien (47,0 °C), Bosnien (46,2 °C) oder Frankreich (46,0 °C) nichts außergewöhnliches. Noch extremere Werte wurden weltweit vor allem in afrikanischen und amerikanischen Ländern sowie in Australien gemessen, wobei 20 Nationen bereits die 50-Grad-Marke knackten.


In Köln-Stammheim wurden am 25. Juli 41,1 °C gemessen


Den weltweiten Hitzerekord halten die US-Amerikaner, da im Dealth Valley am 10. Juli 1931 unglaubliche 56,7 °C gemessen wurden. Eine Temperatur, die extrem ist. Allerdings ist sie wohl für die meisten Menschen und alle anderen Lebewesen des Planeten deutlich besser ausgehalten, als die kältesten Werte, die in arktischen Regionen des Erdballs herrschen. Bei der russischen Forschungsstation Wostok wurden in der Antartkis am 21. Juli 1983 klirrend kalte –89,2 °C gemessen. Die niedrigte Temperaturen in bevölkerten Regionen der Erde bekommen die Einwohner Sibiriens zu spüren (–67,8 °C). Der deutsche Tiefstwert liegt im Vergleich dazu bei milden –37,8 °C.
  

So bombig war 2019

In Porz wurde im März eine Bombe gezielt gezündet. Foto: Miklos Laubert
In Porz wurde im März eine Bombe gezielt gezündet. Foto: Miklos Laubert

Na, waren Sie in den letzten Wochen auch genervt, weil Sie ein Gebiet aufgrund einer gefundenen Fliegerbombe umfahren mussten und deshalb im Stau standen? Oder noch schlimmer: Mussten Sie mit Ihrer Familie aus Ihren vier Wänden raus, weil der Blindgänger in unmittelbarer Nähe gefunden wurde? Beide Szenarien erlebten in den letzten Monaten zahlreiche Menschen. Denn 2019 war Kölns bombigstes Jahr der gerade zu Ende gehenden Dekade!

Insgesamt wurden bei Bauarbeiten in der Domstadt 23 Blindgänger gefunden, weshalb 72850 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen mussten. Die meisten Leute waren dabei am 15. August betroffen, als an der Briedeler Straße eine Fünf-Zentner-Bombe gefunden wurde. In Zollstock mussten deshalb 8600 Menschen evakuiert werden. Doch es hätte noch viel schlimmer kommen können. Immerhin sind 2019 nur Fünf- und Zehn-Zentner-Bomben entdeckt worden, die größten Blindgänger, die im zweiten Weltkrieg abgeworfen wurden, hatten aber sogar ein Gewicht von 20 Zentnern.

Dennoch stellen sich viele Kölner die Frage: Wann hört dieser Bomben-Wahnsinn endlich auf? Eine Antwort darauf gibt es nicht, da niemand weiß, wie viele Blindgänger es im Stadtgebiet noch gibt.