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So bunt war 2019:

Foto: Martina Goyert

Ein bewegtes Jahr 2019 neigt sich seinem Ende entgegen. Bevor Köln und die Welt die „wilden 20er“ einläuten, wirft EXPRESS noch einmal einen kurzen Blick zurück.

Einer der Höhepunkte im Kölner Veranstaltungskalender waren 2019 einmal mehr die Kölner Lichter. Am 13. Juli strömten 300000 Menschen in die Domstadt, um ganz nah dabei zu sein (Foto). Dennoch machte das Feuerwerk-Spektakel in diesem Jahr auch negative Schlagzeilen. Ist der Feinstaub-Ausstoß des Mega-Events zu hoch? Wie sieht es mit der CO2-Belastung aus? Oberbürgermeisterin Henriette Reker dachte laut über eine Umwandlung der Lichter in eine Laser-Show nach. EXPRESS lieferte im Anschluss die Fakten.

Nach Messungen des Veranstalters haben die Kölner Lichter 2019 insgesamt 1,2 Kilo Feinstaub aufgewirbelt. Im Vergleich dazu stößt beispielsweise alleine das Kreuzfahrtschiff „Harmony of the Seas“ 450 Kilo Feinstaub aus – täglich! Was das CO2-Aufkommen der Veranstaltung betrifft, lieferte die WDR-Sendung „Quarks und Co.“ einen interessanten Vergleich: Demnach seien dieCO2-Emissionen der Kölner Lichter vergleichbar mit einer einzelnen Autofahrt von Köln nach Dortmund und zurück.

Aber waswirdnun im nächsten Jahr aus dem beliebten Publikumsmagneten? Veranstalter Werner Nolden stellt klar: „Wir haben in Zusammenarbeit mit der Stadt vieles für die Umwelt verbessern können und werden im April mit unserem neuen Konzept für die Kölner Lichter 2020 an die Öffentlichkeit gehen.“ Fest stehe hingegen schon jetzt: „Die Kölner dürfen sich auch 2020 auf ein klassisches Feuerwerk zu den Lichtern freuen.“

Tschö, du Jahr der Superstars

Metallica gaben im Rheinenergie-Stadion sogar „Viva Colonia“ zum Besten. Foto: Peter Rakoczy
Metallica gaben im Rheinenergie-Stadion sogar „Viva Colonia“ zum Besten. 
Foto: Peter Rakoczy
Wer Konzerte liebt, aber die Stadt ungerne verlässt, kam in 2019 voll auf seine Kosten. Noch mehr Superstars als sonst fanden den Weg an den Rhein. Das lag auch an der so noch nie dagewesenen Konzertflut im Müngersdorfer Rheinenergie-Stadion.

Den lauen Frühling läuteten nimmermüde Legenden in der Lanxess-Arena ein: Rod Steward und die Eagles waren im Mai zu Gast. Im extrem heißen Musik-Sommer gab es zunächst beim Gig der Backstreet Boys im Juni eine Zeitreise in die 90er – da wurden 30 bis 40-Jährigewieder zu kreischenden Teenies.

Dicht gefolgt von Phil Collins, der gleich an zwei Abenden umjubelte Auftritte im Rheinenergie-Stadion ablieferte. Pop-Röhre Pink spielte ebenfalls zweimal dort. Das volle Brett Stromgitarren gab es in Müngersdorf von Metallica und Muse. Im Oktober schaute Pop-Diva Cher in der Arena vorbei, wo ein paar Wochen später Swing-Superstar Michael Bublé die Domstädter verzauberte.

Was für ein Jahr! Aber nicht traurig sein – 2020 verspricht ebenfalls viel Hochkarätiges für die verwöhnten Kölner Ohren. Alleine in der Lanxess-Arena haben sich unter anderen Deichkind, Lana del Rey, James Blunt, Santana, Nick Cave, Sting, Céline Dion Queen&Adam Lambert, Elton John und A-ha angesagt.

Yes, we Köln – Obama schaute mal vorbei

Eine Plauderstunde vor 15000 Menschen

Erzählte von seinem Alltag: Ex-US-Präsident Barack Obama Foto: dpa
Erzählte von seinem Alltag: Ex-US-Präsident Barack Obama Foto: dpa
Rund 20 Stunden verbrachte Barack Obama vom 4. bis zum 5. April 2019 auf Kölner Boden – die meiste Zeit davon im Hyatt Hotel auf der Schäl Sick. Der ehemalig mächtigste Mann der Welt kam gegen 17 Uhr mit einer Privatmaschine am Flughafen Köln/Bonn an, wurde drei Stunden später als Gast-Star auf dem „World Leadership Summit“ in der Lanxess-Arena erwartet.

Vor rund 15000 Menschen stand der charismatische Ex-Präsident dort im Interview eine gute Stunde Rede und Antwort. Die Themen: ebenso tiefgründig wie trivial. Um was er sich nach seiner Präsidentschaft als allererstes wieder habe selber kümmern müssen? „Kaffee machen.“ Was gute Anführer auszeichne? „Sie hören zu und sagen anderen Leuten nicht nur, was sie tun sollen.“
  
Eine Polizei-Eskorte und der Secret Service sorgten für die reibungslosen An- und Abfahrten Obamas. Foto: Alexander Roll
Eine Polizei-Eskorte und der Secret Service sorgten für die reibungslosen An- und Abfahrten Obamas. Foto: Alexander Roll
Selbst einen Seitenhieb auf Donald Trump ließ er nicht vermissen: „Präsident der USA zu sein, das ist wie ein riesiges Schiff zu steuern. Wir hatten keinen riesigen Skandal nach acht Jahren in der Regierung, wir haben einen guten Job gemacht. Niemand musste ins Gefängnis.“

Vor und nach der öffentlichen Plauderstunde machte Obama sich rar. Am Abend und am Morgen danach warteten jeweils rund einhundert Anhänger vor dem Hyatt und hofften vergebens auf ein Autogramm oder Selfie. Am nächsten Mittag entschwand Mr. President in Richtung Berlin zu einem Treffen mit Angela Merkel.

Im Kölner Hyatt musste Obama sich übrigens mit einer normalen Suite begnügen, da die Präsidentensuite belegt war. Privat hat er es da inzwischen besser getroffen: Erst kürzlich leisteten sich die Obamas ein zwölf Millionen Dollar teures Anwesen auf der Nobelinsel Martha‘s Vineyard in Massachusetts. Yes, he can.
  
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