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Hunderte Demos rund um den Dom:

Auffallend häufig zogen Protestler 2019 durch Köln – wie hier Ende November auf einer Klima-Demo. Foto: Martina Goyert

Eine der größten kam zum Schluss: Auf einer Klima-Demo Ende November zogen rund 20000 Protestierende durch Köln. 2019 zählte die Domstadt auffallend viele Demos.

Das zu Ende gehende Kölner Jahrwaraucheines der Demonstrationen. Und damit sind längst nicht nur die zahlreichen Märsche der Fridays-for-Future-Bewegung gemeint, die mit ihren bunten Plakaten durch die City zogen. Ende November etwa parkten Schlangen von Traktoren protestierender Landwirte vor dem Kölner Dom. Mitte Oktober hingegen demonstrierten rund 10 000 Kurden gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien.

Kurz: Immer wieder legten Protestzüge den Verkehr lahm, skandierten Menschentrauben ihre Forderungen in der Stadt. Bis zum 11. Dezember zählte die Polizei Köln insgesamt 868 angemeldete Demonstrationen in 2019. Eine Steigerung zum Vorjahr, denn vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 zogen 797 Protestzüge durch Köln.

Mehr Protestzüge in Köln als im Vorjahr

Es wäre also kein Wunder, würden manche zentral wohnenden Kölner glauben, in der Demo-Hauptstadt Deutschlands zu leben. Aber falsch gedacht – eine Erhebung des ZEIT-Magazins zeigte für das Jahr 2018, dass woanders in Deutschland weit häufiger Banner geschwenkt und Parolen gebrüllt werden.

Wenig überraschend: Berlin war im Vorjahr mit 4771 Demos Spitzenreiter. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass die Hauptstadt einiges mehr an Fläche und Einwohnern zu bieten hat als Köln. Dennoch gingen zum Beispiel auch in Regensburg, Stuttgart, Offenbach oder Dresden sowie vielen weiteren Städten 2018 mehr Menschen auf die Straße, als in der Domstadt.

Das hörte Köln 2019

Rapper Capital Bra dominiert die Kölner Charts. Foto: dpa
Rapper Capital Bra dominiert die Kölner Charts. Foto: dpa
Spotify ist einer der größten Musik-Streaming-Dienste weltweit. Jeder Klick auf jeden Song ist genau nachweisbar – so entstehen heute Charts, die wirklich zeigen, was gehört wird. Daher lässt sich auch genau nachweisen, was die Kölner in 2019 am häufigsten über Spotify durch ihre Kopfhörer und Bluetooth-Lautsprecher gejagt haben.

Klar: Solche Dienste werden immer noch vornehmlich von einem jüngeren Publikum genutzt. Dennoch zeigt sich ein Trend – und der geht für Köln wie auch für Deutschland insgesamt immer mehr in Richtung Rap und HipHop.

Massiv vertreten ist Capital Bra in den Kölner Charts. Der Berliner Rapper taucht gleich mit vier Singles in der Top-Ten der Domstadt auf. Kein Wunder: Mit dreizehn Nummer-1 Hits innerhalb eines Jahres ist er der erfolgreichste Künstler, den es je in den offiziellen Deutschen Charts gab.

Zudem auffällig: Bis auf drei Ausnahmen wird die Kölner Spotify-Hitparade von deutschen Künstlern dominiert. Ganz vorne steht der Ludwigshafener-Rapper Apache 207.
  

Die Köln-Charts 2019

1. Apache 207 – Roller
2. Henning May/Juju – Vermissen
3. Capital Bra/Samra – Wieder Lila
4. Capital Bra – Princessa
5. Camila Cabello/Shawn–Mendes Señorita
6. Capital Bra–Cherry Lady
7. Capital Bra/Samra – Tilidin
8. MERO – Wolke 10
9. Billie Eilish – Bad Guy
10. Tones and I – Dance Monkey

Kölnerin (28) und ihr Baby starben nach Glukose-Test

Todes-Cocktail aus Apotheke

Die betroffene Apotheke und ihre Filialen waren zeitweise von der Stadt geschlossen worden. Foto: dpa
Die betroffene Apotheke und ihre Filialen waren zeitweise von der Stadt geschlossen worden. Foto: dpa
Diese Nachricht schockte nicht nur Köln, sondern schlug Wellen in der gesamten Republik. Am 23. September wurde bekannt, dass eine 28-jährige Kölnerin wenige Tage zuvor nach einem harmlosen Test auf Schwangerschaftsdiabetes im Heiliggeist-Krankenhaus in Longerich kollabiert war. Noch vor Ort wurde ein Notkaiserschnitt durchgeführt. Mutter und Kind starben kurz darauf.

Sofort geriet das eingenommene Glukosegemisch, welches für den Test verwendet wurde, unter Verdacht. Es stammte aus der Apotheke, die sich im Gebäude des Krankenhauses befindet. Eine 20-köpfige Mordkommission nahm die Ermittlungen auf.

Währenddessen wurde ein weiterer Fall bekannt, bei der eine andere Frau ebenfalls Komplikationen während eines solchen Tests verspürte, die Einnahme des Mittels jedoch sofort abbrach. Mitte Oktober stand fest: das Glukose-Pulver wurde in der betreffenden Apotheke mit dem Narkosemittel Lidocain versetzt.

Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt nach wie vor gegen zwei Apothekenmitarbeiter wegen fahrlässiger Tötung, geht jedoch nicht mehr von Vorsatz aus. Wann die Ermittlungen abgeschlossen sein werden, konnte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer auch Mitte Dezember noch nicht abschätzen.
  

Bombendrohung in Moschee

Polizeikräfte durchsuchten die Moschee. Foto: Goyert
Polizeikräfte durchsuchten die Moschee. Foto: Goyert
Ehrenfeld – Mitte Juli versetzte die Stadt eine Bombendrohung gegen die Zentralmoschee in Aufregung. Die Droh-Mail, die aus dem rechtsextremen Umfeld stammte, gewährte zwei Stunden Zeit für die Evakuierung des Gebäudes. Nach einem Großeinsatz der Polizei konnte keine Gefährdung des größten Moscheekomplex Deutschlands festgestellt werden. Ende Oktober dann der zweite Fall: Dieses Mal war die Bombendrohung per Anruf eingegangen, Wieder mussten hunderte Menschen den Komplex verlassen. Zum Glück wurde jedoch erneut nichts gefunden.
  

Klau-Kids wie im Film gejagt

Innenstadt – Sie gingen nicht gerade geschickt vor: In einer Nacht Ende September schlugen fünf Personen die Tür eines Computerladens auf der Ehrenstraße ein, machten fette Beute. Doch die Polizei war alarmiert und nahm die Verfolgung der in einem BMW Flüchtenden auf. Die wurde zu einem wahren Krimi, führte durch die Innenstadt auf die A57, von dort weiter auf die A44 und A52. Zeitweise war das Fluchtfahrzeug mit 200 km/h unterwegs. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Erst in Essen-Kettwig konnten die aus Duisburg stammenden fünf Täter gestoppt und von einer Flucht zu Fuß abgehalten werden. Ihr Alter: zwischen zwölf und 14 Jahre!

Kölner halfen Jean-Pierre

Lange Reha nach der Attacke: Jean-Pierre. Foto: Henn
Lange Reha nach der Attacke: Jean-Pierre. 
Foto: Henn
Weidenpesch – Anfang Mai wurde der Obdachlose Jean-Pierre (68) von zwei Teenagern an einer KVB-Haltestelle fast totgetreten. Er erlitt eine Hirnblutung. Zwei OP und ein künstliches Koma folgten. Die Tat schockierte die ganze Stadt. Kölner Bürger spendeten in verschiedenen Aktionen für die Reha-Maßnahmen des ehemaligen Jockeys.
  
  
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