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Historie erhalten:

In der Adventszeit ist vor dem mittelalterlichen Stadttor ein Weihnachtsmarkt aufgebaut. Foto: Büge

Die Hahnentorburg am Rudolfplatz wurde bereits am Anfang des 13. Jahrhunderts errichtet. Um das Bauwerk zu erhalten, investierte die Ehrengarde der Stadt Köln in den letzten Jahren einen Betrag von etwa drei Millionen Euro.

Jeder, der am Rudolfplatz vorbeikommt, hat sie bereits wahrgenommen: die Hahnentorburg. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und war ursprünglich eine von zwölf Torburgen in der acht Kilometer langen Stadtmauer. Nachdem das Bauwerk im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und anschließend wiederaufgebaut wurde, diente es als Ausstellungsgebäude, ehe es im Jahr 1988 zur neuen Heimat der Kölner Ehrengarde wurde.

Und da sich der Karnevalsverein voll und ganz mit der Hahnentorburg identifiziert, kommt er auch für die Instandhaltung auf. „Die Hahnepooz ist das schönste historische Stadttor, das wir in Köln noch haben. Seit über 30 Jahren hängen dort unser Herz und unsere Emotionen dran“, sagt der Präsident der Ehrengarde, Hans-Georg Haumann. Um es zu erhalten, werden von Mitgliedern und Förderern Spendengelder gesammelt. „Im Jahr 2005 kam es zur letzten großen Restaurierung, da sich ein Stein gelöst hatte, was die komplette Sanierung des Mittelbogens nötig machte. Alleine diese Maßnahme hat die Ehrengarde 750000 Euro gekostet“, erklärt Haumann. „Seitdem wir für die Burg zuständig sind, haben wir insgesamt etwa drei Millionen in die Sanierung investiert.“

Erweitert werden sollte das Wahrzeichen am Rudolfplatz zuletzt durch einen unterirdischen Festsaal. Davon ist die Ehrengarde nach einer genauen Prüfung allerdings abgekommen. „Alleine für das Abstützen der Fundamente hätte ein Millionenbetrag investiert werden müssen, insgesamt hätte das Vorhaben etwa 13 Millionen Euro gekostet“, sagt Haumann. „Solche Summen können wir allerdings nicht stemmen.“

Ohnehin kann die Ehrengarde die Räumlichkeiten der Hahnentorburg derzeit nicht nutzen. Der Grund: Das Gebäude darf erst im Jahr 2022 wieder bezogen werden, wenn die Errichtung der benachbarten Wallarkaden abgeschlossen ist.

Genau am Rudolfplatz: Der Nikolaus hat sein Dorf aufgebaut

Die vielen Lichter sorgen für eine weihnachtliche Atmosphäre. Foto: ZVG
Die vielen Lichter sorgen für eine weihnachtliche Atmosphäre. Foto: ZVG
Seit gestern ist es wieder soweit: Einer der schönsten Weihnachtsmärkte Kölns hat seine Tore geöffnet. Das Nikolausdorf am Rudolfplatz verwandelt das Umfeld der Hahnentorburg auch in diesem Jahr wieder für einige Wochen in eine einzigartige Fachwerk- Idylle. Hunderttausende LED-Lichter an den Häuschen und Baumkronen sorgen für eine außergewöhnliche Weihnachtsatmosphäre. Einem ausgiebigen wie besinnlichen Bummel über das Nikolausdorf am Rudolfplatz steht also nichts im Wege. Dabei bietet sich die Gelegenheit, an den zahlreichen Ständen vor Ort einige ausgefallene Präsente fürs bevorstehende Fest zu finden. Für typisch weihnachtliches Essen und Getränke ist natürlich ebenfalls gesorgt, weshalb der eine oder andere kühle Winterabend dort mit einer heißen Tasse Glühwein ausklingen kann.

Allerdings kommen im Nikolausdorf nicht nur Erwachsene auf ihre Kosten. Ganz im Gegenteil: Auch Kindern wird dort eine Menge geboten. So können Kita-Gruppen oder Grundschulklassen das angenehm beheizte Nikolaushaus vormittags gebührenfrei für ein mehrstündiges künstlerisches Programm reservieren. Dort kann unter Anleitung von Experten nach Herzenslust gemalt, gezeichnet und gebastelt werden. Der Kreativität der Pänz sind also kaum Grenzen gesetzt.

Nachmittags hingegen hat das Haus für jedermann geöffnet, sodass Kinder im Beisein ihrer Eltern oder mithilfe von qualifizierten Betreuern dort auch außerhalb der Schulzeit viel Spaß haben können. Außerdem interessant für Kids ist die „lit.Nikolaus“, bei der jeden Sonntag ausgewählte Kinderbuchautoren, Schauspieler und Moderatoren Literatur für Pänz zum Besten geben.
  

Auf einen Blick:

Was: Nikolausdorf
Wo: Rudolfplatz
Wann: Mo. bis Do. und So.: 11–21 Uhr, Fr.: 11–22 Uhr, Sa.: 10-22 Uhr
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