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Von hier in die Welt: Autohersteller, Chemiekanten, Häfen, Kraftwerke – Die Industrie hat einen festen Platz im Kölner Norden

Autohersteller, Chemiekanten, Häfen, Kraftwerke – Die Industrie hat einen festen Platz im Kölner Norden

Der Blick von oben: Der Rhein dient als Transportweg, in den Niehler Häfen werden jedes Jahr mehrere Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Darunter ist der Betriebshof Nord der Kölner Verkehrsbetriebe zu sehen. Rechts unten befindet sich das gläserne Verlagsgebäude des Medienhaus DuMont an der Amsterdamer Straße. Foto: koelntourismus

Schornsteine, meterhoch gestapelte Container und riesige Fabrikgebäude – die Wirtschaft brummt im Kölner Norden. Die gute Infrastruktur ist ein entscheidender Standortvorteil. Große internationale und lokale Konzerne haben dort ihre Niederlassungen und sorgen für Wachstum. Energiekonzerne versorgen von dort aus weite Teile der Stadt.

Rheinenergie versorgtvom Kölner Norden aus weiteTeile der Domstadt mit Fernwärme. Foto:RheinEnergie
Rheinenergie versorgtvom Kölner Norden aus weiteTeile der Domstadt mit Fernwärme. Foto:RheinEnergie
Zwischen der Neusser Landstraße und Industriestraße erstreckt sich ein 61 Hektar großes Gelände. Beinahe wäre es Heimat des US-Konzerns Amazon geworden, doch daraus wurde nichts (EXPRESS berichtete). Vor allem Unternehmen aus den Bereichen Fahrzeugbau, Logistik, Chemie und Umweltwirtschaft haben sich dort angesiedelt. Im Zentrum liegender seit langem in Köln ansässige Betrieb des US-Mineralölkonzerns Exxon und die Infineum GmbH, die Zusätze für Schmier- und Kraftstoffe herstellt. In der neun Hektar großen Zone Nord haben sich Firmen aus den Bereichen Recycling und Entsorgung ebenso wie Sanierungsspezialisten oder ökologisch orientierte Planer, Techniker und Bauunternehmer angesiedelt. Die 26 Hektar der Zone West sind für die Chemieunternehmen reserviert. Die Flächen liegen in direkter Nachbarschaft zu Weltfirmen dieser Branche: Von der Air Products GmbH über die Vinnolit GmbH bis zur Akzo Nobel Chemicals GmbH. Auf der 34 Hektar großen Südfläche haben sich Unternehmen aus dem Umfeld der Automobilwirtschaft angesiedelt. Dabei sorgen die in unmittelbarer Nähe gelegenen Ford-Werke GmbH für Synergieeffekte.

Henry Ford und der damaligeOberbürgermeisterKonradAdenauer legtenam2.Oktober 1930 den Grundstein. Foto:Ford
Henry Ford und der damaligeOberbürgermeisterKonrad
Adenauer legtenam2.Oktober 1930 den Grundstein. Foto:Ford
Heute beschäftigt Ford in Köln mehr als 17.000 Menschen

Nur wenige Meter weiter nordöstlich liegt der Chemiepark Köln-Merkenich. Auf der 26 Hektar großen Fläche haben sich Unternehmen wie die Wacker Chemie AG, Vinnolit GmbH & Co KG und XERVON Instandhaltung GmbH oder die XERVON Utilities GmbH einquartiert. Rund 350 Menschen arbeiten dort.

Seit fast 88 Jahren stellt Ford im Kölner Norden Autos her. Henry Ford und der damalige Oberbürgermeister, Konrad Adenauer, legten am 2. Oktober 1930 den Grundstein für das Automobilwerk in Köln-Niehl. Mit der Ansiedlung des amerikanischen Unternehmens konnte sich die Domstadt bei der Standortentscheidung gegen mehrere Mitbewerber durchsetzen. Ein Jahr später verlagerte der Autobauer seine Produktion von Berlin an den Rhein. Am 4. Mai 1931 begann mit 600 Beschäftigten die Fahrzeugproduktion in Köln-Niehl: An diesem Tag lief das erste Ford A-Modell vom Band. Heute beschäftigt Ford in Köln mehr als 17.000 Menschen. Täglich werden dort mehr als 1.900 Ford Fiesta, Fiesta ST und Ford Fusion hergestellt.

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Neben der Versorgung mit Energie ist die gute Erreichbarkeit ein Vorteil

Rheinenergie versorgt von Köln-Niehl aus weite Teile der Stadt mit Fernwärme. Bereits 1977 wurde an dem Standort eine Anlage in Betrieb genommen. Im April 2005 löste das „Heizkraftwerk Niehl 2“ diese ab. Zusätzlich ging elf Jahre später das „Gas-und-Dampfturbinen-Heizkraftwerk Niehl 3“ (GuD Niehl 3) ans Netz. Wenige Kilometer den Rhein hoch betreibt der Energieversorger das Heizkraftwerk (HKW) Merkenich. In diesem wird sowohl die Fernwärme für mehrere Stadtteile als auch ein bedeutender Teil des Stroms erzeugt. Zu dem liefert das HKW Wärme und Prozessdampf für die Industrie im Kölner Norden. Zur Firma Ford führt eine eigene Leitungstrasse mit Fernwärmetauscherstation auf dem Werksgelände des Automobilkonzerns.

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Neben der Versorgung mit Energie ist die gute Erreichbarkeit ein weiterer Vorteil für die Unternehmen: Die sechsspurig ausgebaute Industriestraße sowie das Autobahnkreuz Köln-Nord mit Zugang zu den Autobahnen A1, A57 und A3 sorgen für eine optimale Anbindung ans Straßennetz. Der Rheinhafen Niehl I am Rheinkilometer 695,8 mit einer Gesamtfläche von rund 1,3 Millionen Quadratmetern, der Ölhafen Niehl II knapp vier Kilometer weiter rheinabwärts, Gleise der Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) sowie ein nationales und internationales Pipeline-Netz sorgen zusätzlich für eine gute Anbindung.

Köln-Weidenpesch
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