Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.
Abmelden

Specials

Sonderveröffentlichung
ANZEIGE

Kunst trifft Industrie: Mülheimer Hafen

Mülheimer Hafen

Foto: Kohlenberg

Kaum ein Veedel in Köln ist derzeit so sehr im Wandel wie Mülheim. Vor allem das Gelände zwischen Mülheimer Brücke und „Katzenbuckel“ – ein schmaler Steg über die Hafeneinfahrt bis in den Rheinpark – ist seit Jahren ein kreatives Biotop. Die Industrie zieht sich immer mehr aus dem Veedel zurück und hinterlässt viele freie Flächen. Diese werden nun anders genutzt.

Unter anderem etwa vom „Kunstwerk e.V.“, oder der „Kunstetage“, die sich auf dem Gelände der ehemaligen Kohlstadt Gummifädenfabrik auf der Deutz-Mülheimer-Straße ausgebreitet haben. Heute sind in den einstigen Industriehallen Ateliers, Proberäume und Werkstätten.

In der Gasmotorenfabrik an der Deutz-Mülheimer Straße 129 haben sich Start-ups der Kreativbranche angesiedelt. Im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Deutz AG ist seit 2007 das Tanz- und Theaterprojekt „raum 13“ aktiv. Am Freitag, 28. September, führen die Künstler durch die geschichtsträchtigen Hallen. Die Führung kostet 12 Euro, ermäßigt 8. Eine Reservierung auf www.raum13.com wird empfohlen.

Lauter geht es im Bootshaus zu, dass am Auenweg liegt und eine bekannte Adresse für elektronische Musik ist. Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Lindgens & Söhne wird als Atelier- und Kreativhaus von Künstlern sowie Designern genutzt und beherbergt im Erdgeschoss die Lindgens-Kantine, die Mittagsgerichte anbietet.

Nicht nur Kunst und Musik haben sich in dem Veedel am Rhein angesiedelt: Bereits vor 15 Jahren hat Architekt und Hotelier Johannes Adams das Hotel The New Yorker eröffnet. Im Souterrain befindet sich zudem ein Club. In der Hafenstraße hat der Projektentwickler Hamacher 2009 die Firma Lindgens & Söhne erworben und dort mit Herrn Adams gemeinsam die Eventhalle „Dock One“ für 1000 Personen errichtet. Richtig heiß wird es nebenan auf dem Auenweg. Dort hat „Santos Grills“ den weltweit größten Grillshop eröffnet.

Letzter industrieller Nutzer auf dem Lindgens-Areal ist die Firma Penox, die sich vor der geplanten teilweisen Neubebauung des Areals sukzessive zurückziehen wird.

Das ehemalige Gebäude von Lindgens & Söhne nutzen jetzt Designer

Der ehemalige Lokschuppen (Foto) der Werftbahn am Rheinboulevard ist ebenfalls im Besitz der Firma Hamacher und wurde interimsweise als Boulehalle genutzt. Seit rund einem halben Jahr nutzt der neugegründete Verein „Hafen Akademie Köln-Mülheim“ die Räumlichkeiten. Viele Mülheimer pflanzen mittlerweile im dort entstandenen „Hafengarten“ ihr eigenes Gemüse an. Auf der Terrasse können Gäste vegane Gerichte genießen. Die Location ist Freitag und Samstag von 16 bis 22 Uhr sowie sonntags zwischen 12 und 21 Uhr geöffnet.

Derzeit laufen Umbaumaßnahmen im Innern der Halle, sie soll künftig ein Ort für verschiedene kulturelle Angebote sein. Zudem plant der Verein einen Weihnachtsmarkt.

www.raum13.com

Die Leihhäuser Kemp
zurück zur Übersicht Express vor Ort: Schäl Sick
Datenschutz