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Das böse Erwachen: Der 1. FC Köln und der SC Viktoria Köln kletterten eine Liga rauf

Die FC-Profis Dominick Drexler, Matthias Bader und Marcel Risse (v. l.) nach einer weiteren Pleite. Foto: Herbert Bucco

Im Sommer erreichte der 1. FC den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga. Doch die Hoffnung auf eine sorgenfreie Saison verpuffte. Stattdessen lieferte die Mannschaft eine schwache Hinrunde ab – mit einem Lichtblick zum Ende hin.

Nach dem Abstieg 2018 in die 2. Bundesliga konnte es für den 1. FC Köln nur ein Vorhaben geben: den direkten Wiederaufstieg. Um diesen zu erreichen, hielten die Geißböcke Identifikationsfiguren wie Timo Horn, Jonas Hector oder Marco Höger.
  
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Der gebürtige Kölner Markus Anfang sollte als Trainer den sportlichen Erfolg bringen. Der Plan ging auf: Nach einem 4:0-Sieg Anfang Mai in Fürth war die Rückkehr ins Fußball-Oberhaus geschafft. Doch wie holprig der Weg dorthin gewesen war, zeigte der Rauswurf Anfangs wenige Tage zuvor: Der Club feuerte den Coach, obwohl dessen Elf von Platz eins grüßte.

Ein Derbysieg gegen Bayer 04, der etwas Hoffnung macht

In der Sommerpause keimte zarte Euphorie. Der verpflichtete Trainer Achim Beierlorzer verbreitete Optimismus, die Namen der Neuzugänge klangen vielversprechend. Der Wunsch, mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu haben, schien realistisch. Für zusätzliches Glück sollte der frisch gekürte Geißbock Hennes IX. sorgen.

Dass der Start mit nur einem Sieg aus fünf Spielen bescheiden ausfiel, lässt die Verantwortlichen um den Geschäftsführer Sport, Armin Veh, nicht unruhig werden. Schließlich hatte es der Auftakt gegen Gegner wie Borussia Dortmund und Bayern München in sich. Gegen die leichteren Gegner würden die Punkte schon kommen. Stattdessen setzte es an Spieltag sechs daheim gegen Hertha BSC ein bitteres 0:4.

Nach passablen Leistungen auf Schalke (1:1) und gegen Paderborn (3:0) kosteten drei Pleiten am Stück Beierlorzer den Job. Veh nahm zudem seinen Hut. Das gerade erst ins Amt gewählte Präsidium um Werner Wolf stand ohne sportliche Führung da. Ex-FC-Profi Horst Heldt als Manager und Markus Gisdol als Trainer übernahmen die beiden Schlüsselpositionen.

Gisdol hatte einst Hoffenheim und den HSV vor dem Abstieg bewahrt. Doch in Köln missglückte der Neustart: RB Leipzig fertigte die Domstädter 4:1 ab. Die folgenden Matches gegen Augsburg (1:1) und die 0:2-Blamage bei Union Berlin offenbarten die bekannten Schwächen. Frühere Leistungsträger schienen über den Zenit hinaus, Zweikampf- und Passquoten selten auf Liga-Niveau. Und fast immer liefen die FC-Kicker weniger als der Gegner.

So schwanden bereits im Herbst die Hoffnungen. Dabei drohte der Club, sein Faustpfand zu verlieren: die leidenschaftlichen Fans. Viele gingen auf Distanz. Einige forderten gar die Rückkehr von Lukas Podolski, obwohl fraglich ist, ob der Ex-Nationalspieler sportlich weiterhelfen kann. Erst am 15. Spieltag entfachte der FC neuen Optimismus, als nach einer starken Leistung ein 2:0-Sieg im Derby gegen Bayer Leverkusen gelang.
  

Sport-Highlights 2019 in Köln

Januar: Am 12. Januar kam es bereits zum ersten Sport-Höhepunkt des Jahres 2019. Beim DEL-Winter sahen im Rhein-Energiestadion 47011 Zuschauer die Partie Kölner Haie gegen Düsseldorfer EG. Die Gäste gewannen das 222. rheinische Derby nach Verlängerung mit 3:2. Außerdem von Bedeutung im Januar: Die Spiele der Handball-WM in der Lanxess Arena. Dort legte die deutsche Mannschaft in der Hauptrunde mit Siegen über Island (24:19), Kroatien (22:21) und Spanien (31:30) den Grundstein für den späteren Halbfinaleinzug. Das Turnier beendete das DHB-Team nach der 25:31-Semifinalniederlage gegen Dänemark und der 25:26-Pleite beim Spiel um Rang drei gegen Frankreich auf Platz vier.

April: Vom 9. bis 13. April fand in der Sporthalle Süd der Cologne Boxing World-cup statt. Ein Jahr vor den Olympischen Spielen von Tokio galt das Spitzenturnier als Standortbestimmung für alle Amateurboxer. Einziger Sieger aus Deutschland wurde der Halbschwergewichtler Abu-Lubdeh Abdulrahman.

Mai: Zum DFB Pokalfinale der Frauen kam es am 1. Mai im Rheinenergie- Stadion. Dabei besiegte der VfL Wolfsburg den SC Freiburg vor 17048 Zuschauern mit 1:0.  

Endlich nach oben

Viktoria steigt auf

Die Kicker der Viktoria feierten ihren Triumph. Foto: Herbert Bucco
Die Kicker der Viktoria feierten ihren Triumph. Foto: Herbert Bucco
Günter Pütz war außer sich vor Freude: „Endlich sind wir für unsere Mühen der letzten Jahre belohnt worden.“ Die Begeisterung des Präsidenten von Viktoria Köln leuchtete ein. Schließlich hatte der Verein zuvor sechs vergebliche Anläufe genommen, um aus der Fußball-Regionalliga in die 3. Liga aufzusteigen. Im Mai war die Viktoria endlich oben.

Im letzten Saisonspiel gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach sicherte ein Elfmeter von Mike Wunderlich die Meisterschaft. Kein Zufall, dass der Kapitän dieses wichtige Tor erzielte, zählt er doch seit Jahren zu den Leistungsträgern im Rechtsrheinischen.

Reibungslos verlief die Saison in Höhenberg aber nicht. Nach einer größtenteils souveränen Spielzeit geriet das Team ins Trudeln. Folge: Trainer Patrick Glöckner musste vor dem letzen Match gehen, Jürgen Kohler kam. Der Weltmeister von 1990 lieferte und holte die fehlenden Punkte.

Unter dem neuen Coach Pavel Dotchev startete die Truppe im Sommer vielversprechend in ihre erste 3.-Liga-Runde. Zuletzt blieben Siege allerdings aus, sodass die Viktoria in der Tabelle nach unten durchgereicht wurde. Dennoch dürfte genug Potenzial im Kader stecken, um unter dem Strich die Klasse zu halten.
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