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Nicht zu langewarten: Wenn das Gehör nachlässt, ist frühzeitiges Handeln wichtig

Wer am Leben teilhaben will, braucht gute Ohren. Foto: Robert Kneschke/stock.adobe.com

Egal in welchem Alter es auftritt: Schlechtes Hören schränkt die Lebensqualität in vielen Bereichen ein.

Wer dabei sein und am Leben teilhaben will, braucht gute Ohren. Der Austausch mit der Familie, Freunden oder Kollegen sowie die Klänge der Natur genießenen – diese alltäglichen Dinge sind alle untrennbar mit einem funktionierenden Gehör verbunden. Auch für die Orientierung unterwegs, für selbstsicheres Auftreten und eine positive Lebenseinstellung ist gutes Hören wesentlich. Tatsächlich hat aber in den Industrieländern mindestens jeder Dritte über 50 Jahre ein Problem mit dem Hören.

Jeder, der schon einmal heftig erkältet war, weiß, wie unangenehm es ist, wenn das Gehör nicht richtig mitspielt. Betroffene fühlen sich abgeschnitten von ihren Mitmenschen und verstehen buchstäblich die Welt nicht mehr.

So unterschiedlich die Ursachen für eine Hörminderung sind, eines haben sie gemeinsam: Sie schränken die Lebensqualität in vielen Bereichen ein und ziehen oft weitere Beeinträchtigungen nach sich – je nachdem, in welchem Alter sie erstmals auftreten.

Bäckersjunge/stock.adobe.com
Bäckersjunge/stock.adobe.com
Als Hauptursache für die Verschlechterung der Hörleistung gelten eine ungesunde Lebensweise und die erhöhte Lärmbelastung im modernen Alltag. Hörverlust beginnt immer früher. So haben zunehmend jüngere Menschen Schwierigkeiten mit ihren von Disco- und Konzertnächten geschädigten Ohren.

Viele Betroffene bemerken es zunächst gar nicht, denn das Nachlassen des Gehörs schreitet schleichend voran. Manche mögen es aus Eitelkeit auch nicht zugeben. Dadurch wird oft wertvolle Zeit verloren, in der sich das Gehirn allmählich an die Verschlechterung gewöhnt und das Hören buchstäblich verlernt. Bestimmte Hirnregionen, die für die Verarbeitung spezieller Tonlagen verantwortlich sind, veröden dann und können entsprechende akustische Signale nicht mehr entschlüsseln.

Wer also den Gang zum Hörakustiker zu lange hinausschiebt, hat dann oft Schwierigkeiten mit einem Hörgerät zurechtzukommen. Die ungenutzten Fähigkeiten müssen erst mühsam wieder erlernt werden. Es gilt daher: je früher, desto besser. (djd)

Tinnitus: Wenn es dauerhaft in den Ohren piepst und klingelt

Wenn das Klingeln anhält, sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden. Foto: pressmaster/ stock.adobe.com
Wenn das Klingeln anhält, sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden. Foto: pressmaster/ stock.adobe.com
Es summt, pfeift, piepst oder klingelt in den Ohren. Betroffene, die an einem Tinnitus leiden, hören dauerhaft ein unangenehmes Geräusch, das unterschiedlich wahrgenommen wird. Es ist meinst nicht lokalisierbar und entsteht im Kopf der Person. Außenstehende können die störenden Geräuschquellen nicht wahrnehmen. Die Krankheit kann sowohl einseitig als auch auf beiden Ohren auftreten.

Neben den Hörproblemen können bei Betroffenen zudem Begleiterscheinungen wie Schlafprobleme, Nackenverspannungen oder Kopfschmerzen auftreten. Das Wort Tinnitus leitet sich von dem lateinischen Wort „tinnire“ ab, was übersetzt klingeln bedeutet. Die Gründe für die Entstehung des fiesen Ohrrauschens sind unterschiedlich. Mögliche Ursachen können Lärm, Gehörgangentzündungen, psychische Belastungen oder Medikamente sein, die sich negativ auf den Hörnerv auswirken. Bei vielen Betroffenen ist jedoch häufig kein eindeutiger Auslöser feststellbar. Wenn das lästige Ohrenklingeln länger als drei Tage besteht, sollte ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) der erste Ansprechpartner sein. Dieser kann anhand von unterschiedlichen Untersuchungen diagnostizieren, ob ein akuter oder chronischer Tinnitus vorliegt. In 80 Prozent der Fälle geht ein akuter Tinnitus durch fachgerechte Behandlung oder auch von ganz alleine wieder weg. Ist das nicht der Fall, kann dieser mit Magnesium, Vitamin-Präparaten oder Kortison therapiert werden.

Verschiedene Gründe für das Auftreten der Phantomgeräusche

Dauern die Ohrgeräusche länger als drei Monate an, wird von einem chronischen Tinnitus gesprochen – rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland leiden daran. Je nach Auslöser ergeben sich unterschiedliche Therapien wie akustische Stimulation oder Physiotherapien.

In den häufigsten Fällen sind die Beschwerden nur schwach ausgeprägt. Einige Menschen sind von den Ohrgeräuschen so stark betroffen, dass sie sich zurückziehen und ihr Alltag und die Lebensqualität erheblich eingeschränkt sind.

Anzeichen für Hörverlust

Schon ab 40 Jahren können Hörprobleme auftreten. Kzenon - stock.adobe.com
Schon ab 40 Jahren können Hörprobleme auftreten. Kzenon - stock.adobe.com
Das Nachlassen des Hörvermögens schreitet meist schleichend fort und wird von Betroffenen anfangs oft gar nicht bemerkt. Erhöhte Aufmerksamkeit kann für geraume Zeit Verschlechterungen kompensieren. Es gibt einige Indikatoren, an denen sich ein Hörverlust leicht feststellen lasst. So fällt es Betroffenen zunehmend schwerer, bei lebhaften Gesprächen in größerer Runde der Unterhaltung zu folgen. Ein weiteres Indiz ist die Lautstärke von Computern, der Musikanlage oder des Fernsehers, die immer wieder höher geregelt wird. Wer häufig bei Gesprächen nachfragen muss und die Menschen nicht mehr klar versteht, sondern nur noch als nuschelnd wahrnimmt, sollte diese Symptome ernst nehmen und zu einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt gehen oder einen Hörtest durchführen lassen. (djd)

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