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Künstliche Gelenke erhöhen die Lebensqualität: Viele Betroffene fürchten sich ohne Grund vor einem solchen Eingriff

Viele Betroffene fürchten sich ohne Grund vor einem solchen Eingriff

Ist der Alltag durch Schmerzen eingeschränkt, können künstliche Gelenke helfen Bild: Monkey Business/stock.adobe.com

Wie wichtig ein Gelenk für einen Menschen ist, wird diesem meist erst bewusst, wenn es Schaden nimmt. Denn: Gelenke garantieren Bewegungsfähigkeit im Alltag und beim Sport. Aber sie können abnutzen. Dann ist die Lebensqualität durch Schmerzen oft stark eingeschränkt. Hier können künstliche Gelenke Abhilfe schaffen.

In Deutschland werden jährlich rund 400000 Gelenke implantiert. Tendenz steigend. Der Grund dafür ist in erster Linie die stetig wachsende Lebenserwartung in unserem Land, sagen Experten. Inzwischen gehört die Implantation von Endoprothesen tatsächlich zu den häufigsten Eingriffen in Deutschland.

Immer öfter ist zu beobachten, dass Patienten empfindlich auf Teile des Kunstgelenkes reagieren. Mittlerweile sind zehn bis 15 Prozent der Behandelten betroffen. An erster Stelle steht Nickel, gefolgt von Kobalt und Chrom. Die Folgen äußern sich in Form von Hautreaktionen, Blutergüssen, Schwellungen oder Wundheilungsstörungen. Ob es sich damit um allergische Reaktionen handelt ist noch nicht gesichert. Daher kommen im Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie in deutschen Krankenhäusern immer öfter Prothesen aus Titan zum Einsatz. Experten haben herausgefunden, dass sich dieses Material in der Regel hervorragend zur Implantation eignet.

Das Ein- oder Ersetzen von künstlichen Gelenken ist heutzutage kein Problem mehr. Dennoch fürchten sich viele Betroffene vor einem solchen Eingriff. Die beste Hilfe finden sie bei den Experten in spezialisierten Zentren. Wie zum Beispiel im Endoprothesenzentrum des Johanniter Waldkrankenhauses in Bonn. In dem Zentrum betreut Dr. Christian Paul die Patienten gemeinsam mit Prof. Dr. Kurt Steuer, der seit Jahren die deutsche Handball-Nationalmannschaft begleitet. Neben Hüft- und Kniegelenken werden dort auch Schultergelenke durch Endoprothesen ersetzt. Ziel des Zentrums ist es, Schmerzfreiheit, eine rasche Wiederherstellung der Bewegungs- und Belastungsfähigkeit sowie die Verbesserung der Lebenssituation für die betroffenen Patienten zu erreichen.

  

3 Fragen an

Dr. Christian Paul, Chefarzt der Orthopädie & Unfallchirurgie des Bonner Johanniter Waldkrankenhauses
Dr. Christian Paul, Chefarzt der Orthopädie & Unfallchirurgie des Bonner Johanniter Waldkrankenhauses


1. Für welche Gelenke gibt es Endoprothesen?

Im Prinzip für fast alle Gelenke. Hüfte und Knie stellen die häufigsten Eingriffe in der operativen Orthopädie dar. Stark zunehmend ist auch der Ersatz von Schulter- und Ellenbogegelenken.

2. Wie sieht es nach dem operativen Einsetzen einer Endoprothese mit Sport aus?

Die Frage nach Sport ist eher eine Frage der Belastung und der Frage nach dem Sturzrisiko. Normale Alltagsbelastungen hält heute jede Prothese aus, dazu gehört auch der Freizeitsport.

3. Welche Rolle spielt das Alter für eine solche Operation?

Was „Alter hat durch zwei Faktoren größen Einfluss auf die Operation. Je älter man ist, desto schlechter ist in der Regel die Knochenqualität. Der zweite Einflussfaktor sind‚Begleiterkrankungen die die Operation direkt beeinflussen.
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