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Die Fahrerinnen und Fahrer der Kölner Verkehrs-Betriebe – wie hier Buslenker Sahan Memis – halten selbst in diesen schwierigen Zeiten den ÖPNV in Köln aufrecht.

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KVB sichert Mobilität in der Krise Fahrplan wurde angepasst – Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus

23.04.2020

Die Coronakrise hat das öffentliche Leben in Köln in weiten Teilen lahm gelegt – die Stadt ist im Ausnahmezustand. Auch die KVB musste sich auf diese besondere Situation einstellen. Ziel war und ist es, unter Berücksichtigung aller Gesundheitsaspekte den Bus- und Bahnbetrieb so lang es geht aufrechtzuerhalten und die Mobilität für die Menschen in Köln zu sichern – und das ist mit einem enormen Planungs- und Organisationsaufwand gelungen.

Bedürfnisse der Berufstätigen. Die Fahrzeuge waren seit Mitte März mit einem angepassten Samstagsfahrplan unterwegs. Auf diese Weise konnte den Kunden ein zuverlässiger und stabiler Fahrplan geboten werden, der auch die Bedürfnisse der Berufstätigen berücksichtigte. Die Fahrzeuge waren in den vergangenen Wochen im Schnitt lediglich zu etwa 25 Prozent ausgelastet, sodass die Kunden einen ausreichenden Abstand zueinander halten konnten. Wenn sich abzeichnete, dass es auf bestimmten Linien voller wurden, setzte die Leitstelle Verstärkerzüge ein.
  

Planen sollen vor einer Ansteckung schützen.
Planen sollen vor einer Ansteckung schützen.

Weitreichende Vorkehrungen. Weitere Vorkehrungen dienten dem Gesundheitsschutz der Fahrerinnen und Fahrer – wie etwa die Regelung, dass in den Bussen die vordere Tür geschlossen blieb und der Fahrerstand mit Flatterband und Folie abgetrennt wurde. In allen anderen Bereichen der KVB wurden ebenfalls entsprechende Vorkehrungen getroffen. Aber auch für die Fahrgäste wurden Maßnahmen ergriffen, um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern: So werden die Fahrzeuge häufiger gereinigt und zum Teil desinfiziert; die Fahrer öffneten die Türen an den Haltestellen auch ohne Anforderung, damit die Kunden nicht den Anforderungsknopf drücken mussten, und die Türen blieben an den Endhaltestellen länger geöffnet.

Lockerungen der Beschränkungen. Nach der ersten Lockerung der Ausgangsbeschränkungen durch die NRW-Landesregierung sind die Busse und Bahnen vom heutigen Donnerstag an wieder nach dem regulären Fahrplan unterwegs – allerdings vorerst ohne Nachtverkehr. Und es gilt der dringende Appell an alle Kunden, bei der Fahrt mit Bus oder Bahn einen Mund- und Nasenschutz zu tragen!
  

E-Bus-Auftrag ist vergeben

Ab Ende des Jahres gehen 53 neue Fahrzeuge auf die Straßen

Der Betriebshof Nord in Niehl befindet sich derzeit im Umbau.
Der Betriebshof Nord in Niehl befindet sich derzeit im Umbau.

Die KVB stellt bis 2030 ihren gesamten Busbetrieb auf emissionsfreie E-Mobilität um. Inzwischen steht fest: Die Firma VDL Bus & Coach wird die nächsten 53 E-Busse liefern. Ab Ende dieses Jahres werden die Fahrzeuge ausgeliefert und in den Probebetrieb gehen, bevor sie im regulären Liniendienst auf drei links- und drei rechtsrheinischen Linien fahren. VDL hatte bereits die ersten neun KVB-Batteriebusse hergestellt, die auf der Linie 133 verkehren. Parallel wird der Betriebshof Nord, Stützpunkt des Busbetriebs, umgebaut. Dort entsteht die nötige Ladeinfrastruktur. Während die bisherigen neun E-Busse nachts am Rand des Betriebshofes geladen werden, finden die nächsten 53 E-Busse unter zwei großen Carports und auf einer dritten, kleineren Fläche Platz. An diesen Stellen findet die nächtliche Ladung über Ladehauben und Pantografen statt.

Infrastruktur im Aufbau. Eine Ausschreibung zur Beschaffung weiterer 51 E-Busse wurde im Februar gestartet. Ein neuer Betriebshof entsteht in Porz, und an den Endhaltestellen im Stadtgebiet wird weitere Ladeinfrastruktur aufgebaut werden. Land und Bund fördern die E-Bus-Aktivitäten der KVB mit einem zweistelligen Millionenbetrag.


Thomas Schaffer neuer Vorstand

Dr. Thomas Schaffer, Mitglied der Geschäftsleitung DB Regio Bus, wird neuer Vorstand der KVB. Der Aufsichtsrat bestellte den 53-Jährigen zum Nachfolger von Peter Hofmann. Die Bestellung gilt für fünf Jahre mit Beginn der Amtszeit. Schaffer wird zwischen 1. Juli und 1. September 2020 seinen Dienst beginnen. Der Bankkaufmann und promovierte Volkswirt nahm nach Tätigkeiten in den USA, Hongkong, Antwerpen und Köln 2001 seine Tätigkeit bei der Deutschen Bahn AG auf. Dort arbeitete der Finanzfachmann in der Konzernentwicklung für die DB Regio AG, im Vorstand der DB Netz AG und zuletzt in der Geschäftsleitung der DB Regio Bus.