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Fahrgastzahlen deutlich gestiegen Knapp 286 Millionen Menschen waren 2019 mit Bus und Bahn unterwegs

23.04.2020

Es war – was die Fahrgastzahlen angeht – ein außergewöhnliches Jahr: Die KVB hat 2019 einen überdurchschnittlichen Fahrgastzuwachs verzeichnet. Knapp 286 Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr mit den Bussen und Stadtbahnen des Verkehrsunternehmens unterwegs. Das waren 3,7 Millionen (plus 1,3 Prozent) mehr als im Vorjahr und damit so viele wie nie zuvor. Im bundesweiten Durchschnitt lag der Anstieg bei 0,3 Prozent. Das Plus ist vor allem auf einen Anstieg der Fahrgäste zurückzuführen, die ihre Fahrkarten im Bartarif gekauft haben, also als Einzel-, Vierer- und 24StundenTickets. Die KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks zeigte sich sehr erfreut über diesen hohen Zugewinn, „mit dem wir sehr deutlich über dem bundesweiten Niveau liegen“. Das zeige, „dass unsere Kunden trotz zum Teil schwieriger Rahmenbedingungen Vertrauen in uns und unsere Leistung setzen.“

Deutliche Ausweitung. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. Zum einen hat die KVB zum Fahrplanwechsel Ende 2018 ihr Angebot deutlich ausgeweitet – beispielsweise durch die Einrichtung mehrerer neuer Buslinien (179, 124 und 134), die Verlängerung der Linie 155 bis zum Wiener Platz sowie Taktverdichtungen auf verschiedenen Bus- und Stadtbahnlinien. Auch die Verlängerung der Stadtbahnlinie 3 bis zum Görlinger-Zentrum hat einen Teil zur Aufwertung des ÖPNV in Köln beigetragen. Hinzu kommt, dass die neue KVB-App mit ihren stark rabattierten HandyTickets einen zusätzlichen Anreiz zur Nutzung des ÖPNV bietet. 


"Die Zahlen sind für uns Ansporn und Verpflichtung"


Erfreuliche Entwicklung. Die Zahl der registrierten HandyTicket-Kunden stieg von 366.477 im Jahr 2018 deutlich auf 417.532 im vorigen Jahr. Erfreulich ist zudem die Entwicklung bei den KVB-Stammkunden: Rund 316.200 Fahrgäste sind inzwischen mit Zeittickets wie beispielsweise JobTicket, SchülerTicket, StudentenTicket oder MonatsTicket mit der KVB unterwegs – 2018 waren es noch rund 312.900. Mindestens jeder vierte Kölner verfügt inzwischen über ein Zeitticket der KVB.

Wichtiger Beitrag zur Verkehrswende. „Wir leisten mit unserem Angebot einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende und damit zu Luftreinhaltung und Klimaschutz“, führt Stefanie Haaks einen weiteren wesentlichen Aspekt an. „Und wir sehen die positive Fahrgastentwicklung als Ansporn und Verpflichtung, den ÖPNV in Köln gemeinsam mit der Stadt weiter auszubauen.“


450 digitale Anzeigetafeln werden erneuert

Vorarbeiten haben begonnen – Im Dezember soll die Installation der Geräte abgeschlossen sein

Die bisherigen Modelle gehören bald der Vergangenheit an.
Die bisherigen Modelle gehören bald der Vergangenheit an.

Die KVB will ihre Kundeninformation im Laufe der nächsten Jahre massiv verbessern. Dazu wurde ein umfangreiches Projekt mit einer Vielzahl von Maßnahmen aufgesetzt. In einem ersten Schritt werden bis Ende des Jahres 450 neue digitale Fahrgastinformationsanzeiger (DFI) im Bereich der ober- und unterirdischen Stadtbahnhaltestellen installiert. Dazu müssen in einigen Bereichen neue Masten aufgestellt werden, für die teilweise neue Fundamente herzustellen sind. Die Arbeiten laufen seit Ostern.

Höherer Standard. Die neuen Anzeiger weisen einen deutlich höheren Standard auf als die bisherigen: Sie bieten etwa deutlich mehr Zeilen für Textinformationen, die 6-, 8-, 12- oder sogar 16-zeilig sein können. Die Darstellungen sind farbig und alle Geräte sind videofähig. Ziel ist es, den Kunden Auskünfte zu ihrer gesamten Reisekette in Echtzeit zur Verfügung zu stellen.

Aufwendige Software. Voraussetzung für die Umsetzung ist ein entsprechendes EDV-Hintergrundsystem, das allerdings erst in voraussichtlich ein bis zwei Jahren vollständig zur Verfügung stehen wird. Diese Zeitspanne wird für umfangreiche Softwareentwicklungen benötigt, die es in Deutschland so bisher noch nicht gibt. Alle Informationsmedien der KVB (DFI, Webseite, Social Media, Handy-App etc.) werden letztlich eine gemeinsame Schnittstelle haben und über ein Redaktionssystem in der Leitstelle gesteuert. Darüber hinaus werden zusätzliche Informationen bereitgehalten, beispielsweise zur Funktion von Aufzügen und Fahrtreppen oder darüber, wie stark die nächste einfahrende Bahn bereits besetzt ist. Bis die Grundlagen für die verbesserten Angaben geschaffen sind, werden die Anzeigen auf den neuen DFI daher weiterhin so sein wie gewohnt. Das Gesamtprojekt, in dem weitere Anzeiger für Bushaltestellen und in Fahrzeugen sowie die entsprechenden Hintergrundsysteme vorgesehen sind, hat ein Volumen von rund 40 Millionen Euro, die zu 50 Prozent förderfähig sind.


Kurztakt

Knapp 286 Millionen Menschen waren 2019 mit Bus und Bahn unterwegs Image 2

Jubiläum

Stadtbahn für die Bläck Fööss

Die Bläck Fööss feiern in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum. Dazu gratuliert die KVB der Kultband auf ganz besondere Weise: Sie schickt eine speziell gestaltete Stadtbahn auf die Schiene – ganz in Schwarz und Weiß, mit 100 Titeln der Fööss. Das Fahrzeug wird jetzt zunächst für zwei Jahre auf den viel befahrenen Strecken der Linien 1, 7, 9, 12 und 15 unterwegs sein und dem ein oder anderen Fahrgast oder Passanten einen Ohrwurm bescheren. Nach der Vorstellung am Neumarkt (Foto) fuhr die Jubiläumsbahn eine Runde durchs Netz – und die Fööss spielten dabei, sehr zur Freude der überraschten Fahrgäste, die unterwegs zustiegen. „Wir freuen uns sehr, dass wir den Bläck Fööss auf diese Art zum Jubiläum gratulieren können“, sagte die KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks. „Wie die KVB sind die Bläck Fööss untrennbar mit Köln verbunden. Die Art, wie sie Geschichten erzählen, wie sie uns den Spiegel vorhalten und augenzwinkernd Gesellschaftskritik üben, wie sie aber zugleich kölsches Lebensgefühl rüberbringen – mal laut, mal leise – das ist unerreicht.“
   

Knapp 286 Millionen Menschen waren 2019 mit Bus und Bahn unterwegs Image 3

Nebenjob

Studenten als Fahrausweisprüfer

Lust auf einen Nebenjob? Die KVB sucht Studentinnen und Studenten, die ab dem 3. August 2020 das Team des Fahrausweisprüfdienstes in Teilzeit unterstützen. Bewerben können sich alle ordnungsgemäß eingeschriebenen Studierenden mit einer gültigen Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Je Woche sind zwei Arbeitstage zu erbringen, die Einsätze sind fast ausschließlich am Wochenende von etwa 16.20 Uhr bis circa 0.45 Uhr terminiert. Vor Aufnahme der Tätigkeit durchlaufen die neuen Mitarbeiter eine bereits vergütete vierwöchige Ausbildung. Das Arbeitsverhältnis wird befristet auf ein Jahr, mit der Option auf eine einmalige Verlängerung. Der tarifliche Stundenlohn beträgt 14,22 Euro brutto. Hinzu kommen Zeitzuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit. Es besteht zudem ein Anspruch auf bezahlten Urlaub. Detaillierte Informationen unter:
  
www.kvb.koeln/unternehmen/karriere/stellenangebote