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Eine echte Mannschaftsleistung: In der Haltestelle „Dom/Hbf“ erneuerte die KVB die komplette Gleisinfrastruktur – in nur 16 Tagen

Exakt 16 Tage lang musste die Haltestelle „Dom/Hbf“ in den Herbstferien für Fahrgäste gesperrt werden. Dort – im Herzen der Stadt – erneuerte die KVB die Gleisinfrastruktur. Benachbarte Haltestellen wurden gleichfalls nicht angefahren. Die Stadtbahn-Linien 5, 16 und 18 wurden getrennt und umgeleitet. Das hatte erhebliche Auswirkungen für die täglichen Wege vieler Menschen. Aber: Die Baumaßnahme konnte pünktlich abgeschlossen werden. Die KVB hielt ihr Versprechen: „Wir geben alles für eine möglichst kurze Beeinträchtigung“. Möglich wurde dies durch eine starke Mannschaftsleistung. „Es war ein wirklich großes Projekt, das ich so noch nicht hatte“, lautete das Fazit von Bauleiter Alexander Kreuzer. „Aber es hat großen Spaß gemacht, es mit den Kollegen zu stemmen.“

Notwendige Maßnahme. Zwei Weichen, eine Gleiskreuzung, rund 850 Meter Schiene sowie der komplette Unterbau wurden erneuert. Dabei wurde Vorsorge für die Reduzierung von Körperschall getroffen. Rund zwei Millionen Euro kostet diese Maßnahme. Eigentlich wünscht sich jedes Verkehrsunternehmen, an solche Stellen nie herangehen zu müssen. Doch der Zahn der Zeit nagt auch dort – etwa 20 Jahre wurde die Infrastruktur genutzt. Nun wurde es notwendig, Schienen, Weichen, Schwellen auszutauschen. Andernfalls wären Fahrkomfort und Verkehrssicherheit bald nicht mehr zu gewährleisten gewesen.

Gummimatten nehmen Schwingungen auf
Gummimatten nehmen Schwingungen auf
Genaue Abstimmung. Die Mannschaft der KVB und eines Bauunternehmens arbeitete im Dreischichtbetrieb mit je 30 Mann. Der alte Schotter, die alten Schienen und Weichen wurden entfernt, neue Betonschwellen, eine Stahlbewährung und neue Schienen platziert. Anschließend wurden die Weichen angeschlossen, danach wurde betoniert, und die Signal- und Zugsicherungsanlagen wurden wieder installiert. Das Arbeiten in beengten Platzverhältnissen war dabei eine besondere Herausforderung, eine genaue Abstimmung aller Schritte extrem wichtig.

Umfangreich informiert. Über die Maßnahme hat die KVB umfangreich informiert. Alle klassischen Wege – Faltblätter, Aushänge, Ticker-Texte an den Fahrgastinfoanzeigern, Betreuung durch Servicekräfte vor Ort – wurden eingesetzt. Hinzu kamen die Infos im Internet und über Social Media sowie die Pressearbeit. Somit konnten Überraschungen bei den Fahrgästen minimiert und jedem Alternativen aufgezeigt werden.

Ersatzverkehre zur Überbrückung. Zum Einsatz kam auch ein Pendelzug zwischen dem Breslauer und dem Ebertplatz, der einen Anschluss an die umgeleiteten Linien herstellte. Eingesetzt wurden zudem bis zu 20 Ersatzbusse, die gesperrte Stadtbahnabschnitte umfuhren und die Mobilität der Menschen sicherten.

Besonderer Schallschutz. Um entstehende Schwingungen aus dem Rad-Schiene-System zu reduzieren, können besondere Elemente für den Schallschutz eingebaut werden. Im gewählten Masse-Feder-System werden die Kräfte auf eine größere Fläche weitergeleitet und die Schwingungen dann auf der U-Bahn-Sohle durch dünnere Gummimatten aufgenommen. So wird die U-Bahn in gewisser Weise abgeschottet. Dies dient den Nutzern umliegender Gebäude. Weitere interessante Beiträge zur Baumaßnahme finden sich im KVB-Blog:

http://blog.kvb.koeln


Training für den Alltag

Rollatoren-Tag 2018 mit Rekordbeteiligung

Das sichere Ein- und Aussteigen übten die Besucher an einem Bus
Das sichere Ein- und Aussteigen übten die Besucher an einem Bus
Der „Närrische Oscar“ – nach zwei Jahrzehnten Pausewurde der Als der vierte Rollatoren-Tag zu Ende ging, waren nur zufriedene Gesichter zu sehen. Und Menschen, die eine Pause brauchten, denn mit einer so hohen Besucherzahl hatte keiner gerechnet. Rund 70 Menschen kamen zum Neumarkt, mehr als doppelt so viele wie 2016. Sie wollten sich über die Angebote informieren, die Polizei, KVB, das Sanitätshaus Rahm, die Verkehrswacht, Stadtsportbund, die Malteser und das Seniorennetzwerk Köln für eine bessere Bewältigung des Alltags im Alter bereithalten. Die Partner hatten ihre Stände im Kreis aufgestellt. „Mit dieser Positionierung wollten wir erreichen, dass alle Angebote genutzt werden“, erklärte KVB-Mobilitätstrainer Markus Schönbein. Eine Strategie, die aufging.

Besseres Miteinander. Vor allem der Stand der KVB weckte Interesse. Denn dort konnte mit Schönbein an einem Bus das Ein- und Aussteigen ausgiebig trainiert werden. Und nicht nur das: Der Trainer gab zudem Ratschläge für ein besseres Miteinander im ÖPNV. Sein Hauptschlagwort: Kommunikation! Also: um Hilfe bitten, den Fahrer oder die Fahrerin ansprechen. Dies war gleich ein Punkt, der bei den Besuchern zu Diskussionen führte. „Viele Jugendliche, aber auch andere Fahrgäste sind oft respektlos“, so ein Argument. Andere hielten dagegen: „Im Gegenteil, mir wird häufig Hilfe angeboten. Gerade von Jugendlichen.“ Ein Streitpunkt ohne Chance auf Konsens.

Angeregte Gespräche. An den übrigen Ständen gab es ebenso angeregte Gespräche. Bei der Polizei standen vor allem die Punkte „Toter Winkel“ und Diebstahlprävention auf der Agenda. „Wir sind hochzufrieden und finden es toll, dass so viele Menschen unser Angebot angenommen haben“, sagte Hauptkommissar Reinhard Soll. Die Verkehrswacht hatte einen Parcours vorbereitet, beim Sanitätshaus Rahm übten die Besucher das Fahren und Gehen auf unebenem Untergrund. Und beim Seniorennetzwerk fanden sich grundsätzliche Infos darüber, wie sich der Alltag im Alter einfach bewältigen lässt. Die Veranstaltung kommt vielen Senioren entgegen: „Eigentlich müsste solch ein Tag öfter stattfinden“, sagte eine Besucherin. Die gute Nachricht dazu: 2019 wird es wieder einen Rollatoren-Tag in Köln geben.


KurzTakt

Weniger Störungen durch Vorsorge

In der Haltestelle „Dom/Hbf“ erneuerte die KVB die komplette Gleisinfrastruktur – in nur 16 Tagen Image 2
Intelligente Infrastruktur“

Die KVB und Siemens Mobility haben auf der internationalen Leitmesse InnoTrans das Pilotprojekt „Smart Data Services“ gestartet. Ziel ist es, Servicekomponenten zur Beobachtung und Anzeige, zur Analyse, Auswertung und Vorhersage von Stellwerksdaten zu erproben. So kann etwa durch die Bewertung von Daten, die aus der Steuerung von Weichen hervorgehen, auf entstehende Instandhaltungsbedarfe geschlossen werden. Die Instandhaltung kann dann rechtzeitig und geplant durchgeführt werden.

Neben Weichen sollen weitere Elemente wie Anlagen zur Geschwindigkeitsüberwachung und Signalanlagen sowie der Datenverkehr der stellwerksübergreifenden Kommunikation behandelt werden. Letztlich kann die Betriebsqualität durch die Reduzierung von Störungen verbessert werden, zudem lassen sich Instandhaltungskosten senken. In das Projekt werden zunächst die elektronischen Stellwerke „Appellhofplatz“, „Dom“ und „Poststraße“ einbezogen. Weitere sollen folgen. Das Projekt ist das erste im ÖPNV. Bisher betreibt Siemens zusammen mit der Deutschen Bahn ein solches lediglich für den Eisenbahnbereich. Das Foto zeigt von links Johannes Emmelheinz (CEO Siemens Mobility Customer Services), Jörn Schwarze (Vorstand Technik der KVB), Manfred Fuhg (CEO Siemens Mobility Region Germany) und Christian Burk (Bereichsleiter Fahrweg der KVB).

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