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Augen auf beim Laufschuh-Kauf: Ob Anfänger oder Dauerläufer: Jogger brauchen vor allem geeignetes Equipment

Mit den richtigen Schuhen und Funktionskleidung ist Laufen im Winter problemlos möglich Bild: ivanko80 - stock.adobe.com

Ein Ausdauersport wie Joggen stärkt das Immunsystem und regt den Stoffwechsel an. So wird nicht nur Gewicht und Blutdruck reguliert, sondern gar Diabetes, Gefäßerkrankungen oder Depressionen vorgebeugt. Dabei ist es herrlich unkompliziert – zu jeder Jahreszeit. Geeignete Bekleidung, eine abwechslungsreiche Strecke und zwei bis drei Mal pro Woche 30 bis 60 Minuten Zeit genügen. Wer ganz neu einsteigt oder nach längerer Pause weitermachen möchte, sollte sich zunächst kurz vom Arzt durchchecken lassen. Das gilt vor allem für Menschen ab 40 sowie für alle, die an Vorerkrankungen leiden, wie etwa an Defiziten des Herz-Kreislauf-Systems. Dabei sollten Anfänger wie Fortgeschrittene in jedem Fall auf das passende Schuhwerk achten – denn auf die Dämpfung kommt es an. Sie ist abhängig von Gewicht, Laufstil und der Fußform des Läufers, entlastet die Gelenke und ist bei abgenutzten Exemplaren oft verschlissen. Die Schuhe müssen zu den körperlichen Gegebenheiten passen. Ratsam ist es daher, eventuelle Fehlstellungen der Füße im Fachgeschäft mittels Fußanalyse herauszufinden, um diese gegebenenfalls mit geeigneten Schuhen zu korrigieren. Zudem sollten sie ausreichend Platz bieten. Füße schwellen beim Joggen an, daher sollten sie mindestens eine Nummer größer gewählt werden. Am einfachsten ist es, die Laufsocken direkt mit ins Fachgeschäft zu nehmen und die Schuhe damit anzuprobieren.
  

3 Fragen an

Holger Kandel, Geschäftsführer von intersport Sportpartner in Bonn Bild: intersport Bonn
Holger Kandel, Geschäftsführer von intersport Sportpartner in Bonn Bild: intersport Bonn
1 Der Winter kommt – sollte ich trotzdem draußen Laufen gehen?

Auch bei Minusgraden können Läufer die Schuhe schnüren. Nein – sie sollten sogar. Das Laufen bei winterlichen Temperaturen schadet entgegen landläufiger Meinung weder der Lunge noch den Oberschenkeln. Im Gegenteil: Grundsätzlich werden sogar die Abwehrkräfte gestärkt, was in der Erkältungszeit hilfreich ist. Und wer regelmäßig joggt, kann in der Winterzeit mehr Plätzchen essen.

2 Auf welche Kleidung sollte dabei geachtet werden?

Unerfahrene Läufer erkennt man daran, dass sie sich im Winter falsch anziehen. Entweder sie sind zu dick oder zu dünn gekleidet. Wer zu viel wählt, riskiert übermäßiges Schwitzen bis hin zum Hitzestau. Wer zu dünn angezogen ist, tendiert dazu, zu schnell zu laufen. Bei der Kleiderwahl gilt es, nicht nach der gefühlten Temperatur zu handeln. Denn diese empfindet man immer als niedrig und läuft so Gefahr, sich zu warm anzuziehen. Durch die Bewegung entsteht schon nach wenigen Minuten eine ausreichende Wohlfühltemperatur. Atmungsaktive Funktionskleidung nach dem Zwiebelprinzip hält die innerste Schicht recht trocken und dadurch warm. Übrigens: Berufstätige kommen im Winter meist erst im Dunkeln zum Lauftraining und sollten unbedingt auf die Sicherheit achten. Sprich: Helle, weit sichtbare, reflektierende beziehungsweise fluoreszierende Kleidung ist ein absolutes Muss.

3 Welche anderen Fitness-Tipps haben Sie für die kalte Jahreszeit?

Bei widrigen Bedingungen wie Schnee- und Eisglätte ist ein Lauf-Verzicht die bessere Entscheidung, als ein Verletzungsrisiko einzugehen. Stattdessen kann etwas für die Beweglichkeit und Kraft getan werden. Große Anschaffungen sind dafür nicht nötig. Mit einer Fitnessmatte, Hanteln, Physiobändern und einer Blackroll ist die Grundausstattung für das Training daheim schon vorhanden.
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